August 1548.
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und Arbeit, welche sie der gefährlichen Zeitläufe wegen hatten, von den Boten zu eigen verliehen worden ist.K> 1. Nach Verrechnung der Einnahmen und Ausgaben sind jedem Ort von dein Zoll zu Bellenz 177 Kronenund I dicke Pfenninge geworden. Hierin sind die großen Kosten wegen der zwei Thore auf der Portun,wegen der Knechte im Zusatz und wegen des Auskundschaftens („speichtery") abgezogen und verrechnet.
lieber diese Rechnung heraus hat jeder Bote ausgegeben 1 Krone und 1 Dicken. 3. „Item witer usgen'll dick." I». Der Vogt auf der Nivier hat zufolge Befehl der Obern heimlich einige Kundschaften gegenbkin Türkettcn eingenommen, wodurch 4 Kronen für Kosten aufgelaufen sind, deren Bezahlung er von den^oteii fordert. Da man hierüber ohne Instruction ist, so wird die Sache heimgebracht; der Entscheid wirdVogt zugeschrieben werden, l. Consul und Commun tragen vor, sie haben vernommen, die Klosterfrauenvon (St.) Clara (oder Claro?) hätten vor die Obern geschickt und begehrt, daß ihnen vergönnt werde, einen^sostervogt zu wählen, der ihnen gefällig sei. Jene meinen nun aber, daß ihnen zustehe, einen oder zwei^ögte zu ernennen, die jährlich dem Landvogt Rechnung geben sollen; denn wenn es nöthig sei, an demZoster etwas zu bauen, so seien sie auch schuldig, das aus ihrem Commuu zu thun. Sodann verlangen"Uch Consul und Commuu, daß die Aufnahme junger Frauen in das Kloster nicht ohne ihr Wissen undZillen zn geschehen habe; mau bitte, das Commun in diesen Beziehungen beim alten Herkommen bleiben zu^sstn. Da die Voten sich die Gewalt eines diesfälligen Entscheides nicht beilegen wollen, so wird die Sacheheimgebracht.
Das Original betitelt unseni Abschied ausdrücklich als Jahrrcchnung zu Belleuz, angefangen auf Bar-tholomäi, übersetzt dann aber sofort diesen Festtag als 29. August, weßhalb denn auch der Abschied von zweispätem Archivaren mit diesem Datum überschrieben worden ist. Nach dem Monatsnamen: August, hat danndas Original eine unklare Abkürzung. Da der Abschied nach der Regel der Bellcnzer Jahrrechnung alsauf Bartholomäustag fallend bezeichnet wird, so vermuthen wir in der Bezeichnung des 29. August einenJrrthum und ziehen daher die Verhandlung zum 24. August.
456.
Wrmmen. 1548, 27. August (Montag nach Bartholomen).
Landcsarchiv Schmilz: Abschiede.
Tag der III Orte.
Dieser Tag ist beschrieben worden in Folge des Schreibens des Landvogts Vüeler von Latus, inschein er meldet, daß Besatzungen zu Como, am Langensee und anderswo liegen, weßhalb man vielleichtdie Besetzung der Stadt und der Schlösser zu Bellenz Bedacht nehmen dürfte. Nachdem die InstructionenÖffnet worden sind und die Boten in Betracht gezogen haben, daß gegenwärtig Boten der Orte in Bellenz^ befinden, so hat man für dermalen nicht nöthig gefunden, den Zusatz zu verstärken. Dagegen schreibtwl>n den Boten in Vellenz, welche Warnung den Obern geworden sei. Sie sollen gute Obsorge tragen;wden sie es nothweudig, die Schlösser gegen einen schnellen Ueberfall zu besetzen, so mögen sie das für einst-ellen thun und sollen dann eilfertig Bericht erstatten. Den zwei übrigen Orten (Lucern und Zug?) soll eine"bie von des Landvogts Schreiben mitgctheilt werden, „mit dem anhalt (Anhang?) wie der schribt, daß^ einem geheim nüt mögen zwegen bringen, daß man im wölle zuschriben", unsere Herren seien nicht