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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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August 1548,

Abcrwandel geleistet werdcu müsse, so helfe das nichts, denn die in den Statuten vorgesehene Strafe sei sogering, daß sich niemand daran stoße. Der Rath bitte, eine höhere Strafe zu bestimmen, damit die bösenMäuler gedämmt und ein Bidermann von ihnen unbelästigt vor den Rath („sy") kommen könne. Die Botenfinden, daß solche Fälle je nach ihrem Gewicht zu bestrafen den Boten und dem Cominissar überlassen seinsollten. Weil sie aber diesfalls ohne Instruction sind, so wird die Sache heimgebracht. Der Beschluß derOrte wird dem Commissar überschickt werden, damit er denselben den Burgern eröffnen könne. K». Der Botevon Uri ist instruirt, den Alexy Tütsch zu liberiren; die von Schwyz und llnterwalden sollen sich bei derBurgerschaft von Bellenz erkundigen, ob es ihr nicht zuwider sei und ob es mehr Ruhe und Einigkeit gebe,wenn er liberirt würde, und dann je nachdem sie die Verhältnisse finden, handeln. Bei der Burgerschafthaben nun die Boten erfahren, daß Alexy Tütsch ihr zuwider sei und uuter den Burgern mehr Friedeherrsche, wenn er sich außerhalb Bellenz befinde, indem er auch gar mit groben Scheltworten daherkommeund sonst ein untugendlicher Mensch sei. Da man nun dieses wahrgenommen hat und der Betreffende auchstark über allen geschwornen Frieden gefehlt hat, so hat man ihn nicht liberirt, sondern will den Handel andie Obern bringen. «. Die Boten haben auch erfahren, daß Alexy Tütsch in Bellenz noch einiges Guthabenbesitze; da er nun an Benedet Ghiringhelli den geschwornen Frieden gebrochen hat und (sein Vermögen) alsden III Orten verfallen erkennt worden ist, so ist dem Fiscal aufgetragen worden, jenem Guthaben nachzmfragen und dasselbe den III Orten zu Händen zu stellen. «R. 1. Die Burgerschaft von Bellenz und dieFreundschaft des Bernardin Paganin, der an Baschian Tütsch einen Todtschlag begangen hat, bitten die Botendringend, den möglichsten Fleiß anzuwenden, daß die Verwandtschaft des Getödteten dem Bernardin verzeihe,damit die Stadt und die Bürger desto mehr in Nnhe und Einigkeit bleiben. Die Boten suchen nun wirklich,die benannte Verwandtschaft zum Frieden zu bewegen; aber letztlich wird ihnen geantwortet, man wolle wedereinen Frieden annehmen, noch dem Paganin verzeihen, bis Alexy liberirt sei; dann wollen sie Friedens-vorschläge anhören („um den friden losen") und nach ihrem Ermessen handeln. 2. Von Nicola Zezio undBenedet Ghiringhelli wird den Boten mitgetheilt, es sei Alexy gebeten worden, daß er dem Bernardin Pagam»verzeihe und den Frieden gegen ihn annehme; in diesem Falle werde seine (Paganins) Freundschaft bei BenedetGhiringhelli und den Seinen verschaffen, daß sie auch ihm (Alexy) verzeihen und er liberirt werde. Aufdas soll Alexy geantwortet haben, er dürfe wohl sonst in die Stadt kommen und dem Benedet das „füdlochzeigen. Auch der Vicari oder Ammann zu Nusfle und Andere haben den Alexy gebeten, dem Paganin zuverzeihen und Frieden zu geben, damit die Seinigen und die Bürgerschaft zur Ruhe kommen. Da soll Alexygeantwortet haben, sein Geschlecht trachte noch nicht nach Ruhe; deßwegen werde er keinen Frieden annehmen,bis vier Jahre verflossen seien. Den Boten ist auch berichtet worden, Alexy treibe sich mit zwei Büchse» inder Grafschaft herum und verstecke sich in den Neben. Da man solcher Art keinen Frieden erzielen konnte,und Alexy solche Droh- und Trazworte gebraucht hat, so wird der Handel heimgebracht, v. Wegen desvon Bernardin Paganin an Baschian Tütsch begangenen Todtschlages ist des erstem Leib und Gut der Kammerverfallen. Man hat sich nun in Betreff des Vermögens erkundigt und soviel erfahren, daß bei einem Verkaufedesselben 300 oder 400 Gulden erlöst und alle Gelten bezahlt werden könnten. Es wird nun dem Me^aufgetragen, dem Vermögen genall nachzufragen, die Güter mit Beihülfe des Commissars zu verkaufen, duAnsprecher vorab zu bezahlen und über Einnahmen und Ausgaben den Boten auf der Jahrrechnung Z"Händen der III Orte Rechnung zu geben, l. Von dem Criminal und den Bußen ist diesmal den III Orte»nichts zu Theil geworden, weil es letztes Jahr dem Commissar und dem Schreiber Nosenberg für ihre Mu^