1006 August 1548.
und daß kein fremdes Volk in die Stadt verlegt werde, und was Anderes Wider der Stadt Freiheiten gehensollte, beim Kaiser mit allem Ernst und Fleiß sich verwenden. Zürich, Berit? Basel und Schaffhansen, dieauch unter den XIII Orten begriffen seien, haben sich zwar zu gütlicher Unterhandlung auch erboten, dochaber in die Zumuthung jener drei (hier wiederholten) Punkte nicht einwilligen wollen. Da die Sache nunso stehe, daß man sich mit Bezug auf das Interim und die Geistlichen entschließen müsse, so habe der Rath„üch" dieses anzeigen wollen. Da das Interim verlesen worden und man über das Handeln der Geistlichenseit länger her unterrichtet sei und es sich nun darum handle, wie über diese Punkte das Mehr der Gemeindeergehe, so bitte und begehre der Rath, daß was immer diesfalls gemehret werde, jeder bei demselben bleibeund keiner den andern diesfalls „stupsiere". Im klebrigen werde der Rath mit „üwerm" Wissen weiterhandeln. (Vorschriften über das Aufheben der Hände und das Abzählen.) Nach dein Mehren soll gelesenwerden, man habe sich gegenüber dem Commenthur in der Mainau „hievor" wegen der airgenommenen Knechtevernehmen lassen, wenn kein Unfall zu besorgen sei, so wolle man dieselben beurlauben. Der Rath erachtenun für gut, hierüber den Eidgenossen „dise antwort" auch zu geben, „dann one Versicherung des Überfallsbeducht den rat beschwürlich sin, die knecht fahren lassen."
Stadtarchiv Constanz: Urkunden zur Geschichte der Kirchenreform, Vd. 29, ohne Datum und Unterschriftzwischen zwei Briefen vom 17. und 19. August.
2) 1548, 21. August. „Der stätt und landen der mcrtheil orten gemeiner unser Eidgnosschaft rät undscndboten diser zyt zu Baden im Ergöw versamt an burgermeister und rat zu Constanz". Antwort auf einSchreiben von Constanz. Der der Stadt zugefügte Schaden und die Widerwärtige Handlung sei ihnen leidund sie haben diesfalls „etwas ansächens getan", wie man das von den in Kreuzlingen versammelten Botenvernehmen werde. Besiegelt vom Landvogt zu Baden, Wolfgang Herster.
Stadtarchiv Constanz: Urkunden zur Geschichte der Kirchenreform, Vd.29.
L) 1548, 21. August. Der Mertheil Orte Näth und Scndboten zu Baden an ihre guten Freundeund getreuen lieben Eidgenossen (die Gesandten zu Kreuzlingen, — nähere Adresse fehlt übrigens). Ihr undderer von Constanz Schreiben habe man erhalten. (Folgt Wiederholung des im Texte v 8. 9. enthaltenenBeschlusses und entsprechende Aufträge an die Gesandten zu Kreuzlingen für bezügliche Mittheilungen an denRath zu Constanz und die Bemerkung betreffend die Rückkehr der Gesandten.) Es siegelt der Landvogt Herster.
Stadtarchiv Constanz: Urkunden zur Geschichte der Kirchcnreform, Vd. L9.
Zu v 10. 1) Schreiben der XIII Orte an den Kaiser, d. d. Baden 21. August. „Allerdurchlüchtigstcrzc. ec. Nachdem dann burgermeister, rat, auch gemeine statt Costanz, unser gut fründ und lieb nachpuren,in ü. key. Mt. schwüre und höchste ungnad gefallen, dann ü. key. Mt. verschmier zyt etlich irer Mt. hispanischkriegsvolk für gemelte statt Constanz verordnet, sy zu ü. Mt. gepürlicher gehorsame zu bringen, deßglichen nfden vj Augusti gedachte statt Constanz, gemeine ir burger, ouch alle ire güter in ü. Rö. key. Mt. und desheligen Richs acht und aberacht erclert und usgeschriben, das alles inen zu verderplichen und unwiderbring-lichen schaden reicht und dienet, welches uns in trüwen leid, möchten ouch wol crlyden, genannte burgermeister,rat und gemeine bürgere... hetten sich gegen ü. key. Mt. und dem Helgen Römschen Nich anderer gstalt nutunderthenigster gehorsame erzeigt, daß sy nit also in ü. key. Mt. nngnad gefallen, und sy dises lasts über-hept (wären). Diewyl aber das glück us verhenknuß Gottes irothalb nit besser, und aber gedachte burger-meister, rat, ouch gemeine bürgere... sich bishar gegen unseren Herren und oberen gemeiner Eydgnoschaft,ouch allen iren underthanen und anstoßenden nachpuren so g>ltwillig, früntlich und nachpürlich erzeigt undgehalten, deßhalb wir uf ir flyssig und ernstlich ansuchen bewegt, inen gegen ü. key. Mt. in aller under-thcnigkeit um erlangung irer Mt. gnaden und friden zu bitten, und habent deshalb ein ratsbotschaft zu ü.key. Mt. verordnet, deshalb wir mt als die, so gebätten, sonder als die, so von eigner bewegnuß und vonherzen ü. key. Mt. undertenigklich bittende, sy welle gnedigklich bewilligen und iren gfallen lassen, gedachterunserer Herren verordneten ratsboten zu irer Mt. kommen zu lassen und sy in irer Werbung lind anlige»gnedigklich verhören, und hiezwttschent gnedigklich verschaffen, daß gemelte statt Costanz nit wyter überfallenund sovil müglich die peen der acht und aberacht still zu stellen, so zwyflet uns nit, ü. key. Mt. werde von