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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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August 1548.

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schuft der III Bunde meldet: 1. Daß sie auf das Schreiben ab dem letzten Tage zu Baden Hauptleute undVenner gesetzt und auf morgen den 19. August den Auszug machen werden; sie erbieten sich auch, Leib undGut treulich zu den Eidgenossen zu setzen, von denen sie die gleiche Hülfe erwarten. 2. Einige ihrer Amtleuteaus dem (im?)Veltlin haben berichtet, daß zu Mailand Truppen gemustert werden, welche in das Piemoutziehen sollen; es sollen auch 200 Kitechte nach Como gelegt werden. 3. Es sollte eine Anzahl Harnische durch ihrLaitd dem Kaiser zugeführt werden; sie bitten um Rath, ob sie den Durchpaß gestatten sollen; desgleichen ziehenspanische und wälsche Kriegsleute durch ihr Gebiet; auch darüber begehren sie Rath. Autwort: Mau danke fürihr freundschaftliches Erbieten und gebe ihnen die Zusicherung, daß sie des gleichen Trostes sich verschendürfen. Die Harnische betreffend, stelle man ihnen anhcim, nach Gutsinden zu handeln; „denn" sie werdenwohl einsehen, daß es bei dem Kaiser mehr Unwillen als Willen erwecken dürfte, wenn sie die Durchfuhrverhindern oder den Kricgsleuten Ein- und Ausgang sperren wollten; doch sollen sie nicht zu viel Mann-schaft auf einmal passiren lassen und an ihren Pässen gute Wache halten, aber dem fremden Kriegsvolkekeinen Anlaß zu Feindschaft geben, und daneben durch Kundschafter fleißig zu erfahren suchen, was in Italienoder Deutschland vorgehe :c. «. 1. Da dieser Tag hauptsächlich wegen des Neberzugs der Stadt Constauzund der Gefahr für das eidgenössische Gebiet angesetzt worden ist, so theilt Zürich vorerst ein Schreiben mit,das van Rotwcil an Schaffhausen ausgegangen, des Inhalts, daß das kaiserliche Heer in das würtembergischeLand gerückt und eine Sammlung aller Haufen zu besorgen sei, weßhalb Notweil um ein treues eidgenös-sisches Aufsehen bitte. 2. Sodann schreibt der Landvogt im Thurgau: Nachdem er den Hispaniern geschrieben,die aber von Constanz abgezogen, seien seine Boten zu des Obersten Sohn nach Ueberlingen gekommen;da sein Vater erschossen worden, so habe er den Brief geöffnet und sie haben von ihm die schriftliche Ant-wort empfangen, sein Vater habe von dem Kaiser keinen andern Befehl erhalten, als mit seinem spanischenKriegsvolk die von Constanz als Rebellen zu bestrafen, sonst aber gegen niemand etwas Thätliches vorzu-nehmen; denn der Kaiser sei gesonnen, die Erbeinung treulich zu halten. Das Kriegsvolk sei auch wiederauf dessen Gebiet gezogen. Die von Ueberlingen haben auch geschrieben, und „dem" Boten zu dem Sohndes Obersten geholfen, der dort „am arzent" liege. 3. Ferner langt ein Schreiben von Mühlhauscn anBasel ein, worin gemeldet wird, daß etwa sechszig wälsche Reisige am 12. August in das Kloster Oeleubergund morndeß hundert Pferde in die Stadt Altkirch eingezogen; daß die Neapolitaner zn Breisach einen Paßüber die Rhcinbrücke oerlangt haben; daß das Volk im Lanseramt einen Tag gehalten, dessen Beschlüsse abernoch unbekannt seien. Der römische König habe sich mit Herzog Christoph von Würtemberg völlig aus-gesöhnt und ihm das ganze Land wieder zurückgestellt, mit Ausnahme der Grafschaft Mümpelgard, die desKönigs Sohn übergeben werde, um freien Weg nach Burgund zu haben 4. Burgermeister und Rath derStadt Constanz haben abermals auf das dringendste und crnstlichste geschrieben und gebeten — in Betrachtihrer täglichen Gutthaten und Bequemlichkeiten, welche die Unfern aus der Stadt empfangen haben und zuewigen Zeiten genießen sollen, während ihr Verderben den Unfern noch größcrn Nachtheil bringen würde —daß wir uns für sie verwenden, damit sie bis zu einem gütlichen Vergleich nicht mehr überfallen werden; fernerbitten sie angelegentlich, ihnen nicht zu verargen, daß sie einige Knechte aus der Eidgenossenschast in ihrenDienst genommen, denn das sei nicht geschehen, um jemand zu beschädigen, sondern sich vor dem UeberfallZU bewahren; sie haben auch dem Landvogt gestattet, die „so der lermen in irer statt begriffen", wiederabzumahnen. Sie danken schließlich für alle ihnen erwiesene Freundschaft, besonders für die Aufnahme ihrerbetrübten Weiber und Kinder. 5. Die zu Kreuzlingen versammelten Boten der acht Orte schreiben, daß die