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994 August 1548.
Wenn daher der Gesandte aus den Rathschlägen der übrigen Boten ersehe, daß diese Meinung durchdringtmöchte, soll er, wenn das Wort an ihn komme, sich in diesem Sinne verwenden. Daneben soll er, wenn ümntmöglich, darauf dringen, daß die übrigen Boten sich nach Constanz begeben und sehen, wie die Stadt sich Z'"Gegenwehr gerüstet habe, wodurch die von Constanz etwas Trosts empfangen möchten. Wenn aber derfinden würde, daß die andern Gesandten hieraus Argwohn schöpfen möchten, soll er von dieser Meinung kei»tGebrauch inachen. Man fände mich für gut, wenn bei Zeiten einiges Geschütz auf einen sichern PlatzThurgan zusammengeführt würde, damit wenn das Zusammenlaufen mit dem Sturm oder sonst von Seite duThurgauer und Anderer erfolgen würde, die Leute sich dieses Geschützes bedienen könnten. Der Gesw>^möge seine Obern über Alles, was gethan werde, namentlich auch wie es um die Stadt Constanz stehe Wwo das kaiserliche Kriegsvolk sei, beförderlich berichten. Dem Boten ist bekannt, daß man nach Freibwllund Solothurn geschrieben hat, sie mögen ihre Boten auf Dienstag Nachts (14. August) zu Aarau habw-
wo man sie erwarte. St. A. Bern: JnstructionSbuch v, e. 4:''
10) 1548, 13. August. Sproß an Zürich. Antwort auf ein Schreiben aus Zürich. Flcckenstein bcharckauf dein Abmahnen der Knechte und verlange, daß unter Umständen denen von Constanz gesagt werde, Isollen aus Freunden nicht Feinde machen. (Hoffentlich?) seien nicht alle Boten mit solchem Befehl abgeferllg 'Vogt Hässi von Glarus sei erst am Sonntag (12. August) um 5 Uhr Nachmittag zu Krcuzlingen enO
troffen; aber der Zürcher Gesandte habe von ihm nichts vernehmen können. Heute sei er (Sproß)
»ach
Frauenfeld geritten und habe sich mit dem Boten von Schaffhausen vereinbart, daß dieser zu Kreuzlwö^bleibe, damit die Constanzer, wenn etwas an sie heran komme, ihn da fänden. Ungeachtet alles Kundsch"merfahre man nichts von fremdem Kriegsvolk; aber die frommen Constanzer fürchten sich doch iiinnew^Fortwährend kommen noch viele Knechte herbei. Da die X Orte ihre Botschaft nach Fraucnfcld schicken wo ^ 'so bitte der Gesandte, »och einen Rathsfrcund zu ihm zu ordne», auch einen, der des Schreibens kunWsei als er. Man sende oft zwei Boten nach Baden, jetzt sei es ebenso nothwcndig, u. s. w. Noch stwnBoten zu Frauenfeld außer die von Lucern und Zug und der Zürcher; der von Glarus komme erst ha
Abend (!). St. A. Zürich: A. Tausa««»»'
11) 1548, 14. August. Obiger an Obiges. Aus einer Missivc derer von Zürich entnehme er, ^dort das Geschrei gehe, die von Constanz hätten dein Landvogt die Schlüssel zu der Stadt übergeben wo ^Der Gesandte habe hierüber Nachfrage gehalten und gefunden, daß nichts an der Sache sei. Wohl cn?sich, daß der Landvogt sich ungeschickter Worte bedient habe. Betreffend Fleckenstein vernehme dervon einem Ehrenmann, der mit jenem in Frauenfeld zunachtgegessen hat, daß er gesagt habe, es stsungehorsames und unruhiges Volk vorhanden; wenn es nicht besser gehe, so müsse man denbeschicken und etwa zwanzig den „grind" abschlagen lassen, damit die Andern darandenken; das bringe'der Glaube mit sich. Darauf habe „Lenz Koff" crwiedert, er hoffe, mit seinem Glauben zu Gott zuund befeinde des Glaubens wegen niemand. Darauf habe Fleckenstein bemerkt, er sei keinem Luther»hold; wenn sie nicht gehorsam sein wollen und er hinausziehen müßte, so wollte er in ihre Häuser^ ^und das Ihrige „fressen". Darauf habe Lenz Koff gesagt, er höre nun Wohl; wenn er glaube,bei sich zu habe», so hätte er Feinde. Hicmit habe das Gespräch aufgehört. Als dann Flcckenstein > ^Krcuzlingen gekommen sei, habe er zu Schultheiß Federli gesagt, „mein ich henig (heig?) den Lenz ^csel gsctzt". Das habe der Gesandte („ich") von ihm gehört und sei dann weggegangen. Fleckcnstcw 1^,dann mit dem Schultheiß wieder geredet, aber nicht grob wie das oben Angeführte. Heute Morgenssei ein Bote derer von Constanz zu dem Gesandten nach Fraucnfcld gekommen und habe ihm eröffnet,Obern hätten gewisse Kundschaft erhalten, daß ein mächtiger Zug sich von Strnßburg her bewege;auf Constanz zuziehen „und het sp der kepser demselben folk für bris uf gen" (?). Knechte von ^(„üwer") laufen stark nach Constanz; dessen seien die Eidgenossen nicht zufrieden; was da zu thun st^der Gesandte seinen Obern heim. Uebrigens glaube der Gesandte, die Eidgenossen werden versuchen, e ^Constanzen: möchte „gescheiden" (geschieden, die Zwietracht getrennt?) werden; das habe er vom Vogt