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sich lenzer us wer bliben, so hett er mich nönnen zu Frowenfeld fanden". Mit Schultheiß Federli sei ab-geredet, daß er den Gesandten sofort berichte, wenn Fleckenstein anlangen sollte. u-iSom.
5) 1548, 11. Angust (Samstag nach Oswald), Fraucnfeld. Landvogt Niklans Cloos an Lnccrn. Bc-rnfnng ans frühere Berichte in Betreff der Vorgänge zu Constanz. Man wisse wohl, wie er nicht genüge,nm unter solchen Verhältnissen das Erforderliche zu leisten, wcßhalb er auf Hülfe gerechnet habe. Anstattderselben scheine das Gegcntheil zu erfolgen. Als nämlich die Boten von Zürich und Schaffhansen ange-kommen seien, habe er geglaubt, sie würde^ voraus von dem, was bisher gethan worden, Kenntniß nehmen.Dem aber haben sie wenig nachgefragt, sondern sie seien zunächst nach Constanz geritten; was sie dort thun,gebe er zu bedenken. Der Vogt habe geglaubt, die V Orte („U. E. W.") hätten einen gleichen Zusatz mitBoten geschickt, zumal ihrer mehr seien, welche das Recht auf die Vogtei Thurgau haben und Schaffhause»die Vogtei nichts angehe und sie ohnehin anderes Glaubens seien; es gebe das für die Folge ein bösesBeispiel. Er bitte daher im Geheim, man möge ihm ans den V Orten auch Einige zuschicken oder dieAndern abmahnen, denn mit diesen zu verhandeln falle ihm zu schwer; andernfalls wolle er seine Ehre gewahrtwissen; er habe genug mit den Unterthanen zu schaffen, denn die Thurgauer seien sehr unruhig. SchultheißWehrli, der auf Geheiß des Vogts mit den Boten nach Constanz geritten sei, habe berichtet, daß die vonConstanz mit den Boten verhandelt haben. Heute um drei Uhr Vormittags habe der Bote von Zürichvon seinen Herren ein Schreiben erhalten, wessen Inhalts sei dem Vogt unbekannt, jener habe ihn den Briefnicht lesen lassen. Um acht Uhr sei dann der Bote mit Schultheiß Federli nach Constanz, der andere Botenach Stein geritten. Da sie wisse», was dem Vogt von gemeinen Eidgenossen aufgetragen worden sei, scie»sie nicht willig, mit ihm zu verkehren, sondern handeln für sich selbst. Wenn die von den V Orten nichtein Einsehen thun, so sei zu besorgen, daß die lutherischen Orte die Stadt Constanz einnehmen, oder sonst„uns" zum Nachtheil handeln. Anstatt dem Vogt bcholfen zu sein, die ungehorsamen Bauern zu bestrafen,habe ein Bote geredet: „Gotts fleisch („flasch") was wers, wenn schon gut recht und redlich gesellen in d>estatt loufen!" Es gehe die Rede, die von Zürich und Schaffhausen wollen „sy" nicht verlassen, als ob dieV Orte sich der Sache nicht annehmen wollten. Heute früh haben die Boten den Schultheiß Federli berufen,auch des Königs Diener Franz Malliard, der ebenfalls hier sei, und Rath gehalten und seien dann, w>eangegeben, verritten. Bitte, von Schultheiß Wehrli keine Meldung zu thun. (Eingelegtes Blatt.) In dieserStunde, als die Boten aussitzen wollten, haben sie den Vogt einen Brief von Zürich lesen lassen, in deingemeldet werde, man vernehme, die Spanier hätten Tuttlingen verlassen und ziehen sammt anderem Volkgegen Constanz, weßhalb die Boten auf der Hut sein, Kundschaft bestellen und das Paradies, das auf „unserin"Gebiet liege, mit einem Zusatz versichern mögen, damit dem eidgenössischen Land kein Schaden wiederfahre.Die Boten haben sich hierauf unter sich selber berathen und sich entschlossen, daß einer nach Constanz, derandere nach Stein sich begeben soll, zu kundschaften, ob es sich so verhalte, wie ihnen geschrieben worden st»Das haben die Boten dem Vogt angezeigt und ihn befragt, ob ihm dieser Rathschlag gefalle. Der Vogthabe dann geantwortet, er glaube, ihnen sei nicht minder als ihm aufgetragen, dafür zu sorgen, daß unser»'Lande kein Krieg oder Schaden erwachse, und wenn es sich um nichts Anderes handle, sei ihm die S»Arecht. Der Vogt befürchte aber, es stecke etwas Anderes dahinter. Von Glarus sei noch kein Bote da-Das Paradies liege allerdings „hiedieshalb lands", aber gehöre doch denen von Constanz und befinde stchinnerhalb ihres Grabens; es sei daher zu besorgen, der Kaiser möchte unwillig werden, wenn eine Wach"oder ein Zusatz dahin gelegt würde, weil er meinen könnte, es geschähe, um den Constanzern Hülfe zu gewähre».In dieser Stunde heiße es, viele Schwpzer und Zuger ziehen den Constanzern zu Hülfe; ob es wahr sei,wisse der Vogt nicht.
St. A. Lucer»: Korrespondenzen betreffend die Einnahme der Stadt Constanz. Das eingelegte Blatt (ohne Unterschrift und Datum) sche»»von anderer Hand zu sein. Die Schrift stimmt übcrein mit dem Briese des Landvogts vom t». August.
6) 1548, 12. August. Luccrn an die vier Orte. Ausführliches Referat über das Schreiben »o»Vogt Cloos vom 11. August und Einladung zu schleunigster Abordnung von Boten.
St. A. Luccrn : Abschied U S, k. <Sl.