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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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991
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August 1548. ggl

Zürich selber berichten. Die Gesandten haben auszukundschaften gesucht, ob Kriegsvolk zu Ueberlinqen oderin der Umgebung sei, haben aber nicht erfahren können, daß solches sich daselbst befinde, wie der Statthalterheute angezeigt habe; wohl habe man erfahren, daß die Leute jenseits des Sees sich übel fürchten, die Eid-genossen werden sie überfallen. Der Gesandte besorge, der Krieg werde den guten Leuten zu schwer werden;sie müssen Tag und Nacht Wache halten; gebe Gott, daß sie ausharren können! Der Bote von Glarus seinoch nicht eingetroffen. Heute begeben sich die Gesandten nach Fraucnfeld und werden daselbst rathschlagen,was zu thun sei, wenn es wieder ein Gcläuf geben sollte, „wie den öwer min Heren meinig ist".

St. A. Zürich: A. Tagsahung.

3) 1548, 11. August, 7 Uhr Vormittags, Frauenfeld. Obiger an Obiges. Uebcr Empfang einerMissive aus Zürich; den ihm gewordenen (nicht benannten) Auftrag werde er in Constanz baldmöglichstverrichten. Der Gesandte habe persönlich mit dem Bürgermeister Blarer gesprochen, der als Gesandter inAugsburg war. Der habe mitgetheilt, sie seien mit dem Bescheid abgefertigt worden, der Kaiser könne der-malen nichts Endschaftliches mit ihnen bereden, sie mögen daher im Geleit zurückkehren. Diese Antwort seiden Gesandten am Sonntag (5. August) geworden, Wodann der Angriff auf Constanz am Montag (6. August)erfolgt sei. Wohin immer man schreibe, so erfahre mau doch nicht, daß irgendwo Kriegsvolk Wider „uns"vorhanden sei, vielmehr sollen die Spanier, die vor Constanz gewesen, wieder hinab ins Würtcmbergerlandgezogen sein. Welche Leute umgekommen seien, habe der Gesandte noch nicht genau erfahren können, wolleaber baldmöglichst berichten. Die Constanzer hätten geglaubt, daß die Spanier Einige gefangen genommenhaben; das aber sei nicht der Fall. Erst jetzt haben die Constanzer den Uebergang nach Petershausen wiedergestattet. Der Verlust Seitens der Constanzer sei bös; wie der Gesandte sich selbst überzeugt habe, habensie ihre Leute mit dem Feind erschießen müssen, sonst wäre ihnen die Stadt bei dem Rhein abgelaufenworden. Dabei sei ihnen in allein Sturm das Pulver in Brand gerathen, wodurch viele Leute beschädigtworden seien. Der Oberst der Spanier sei auf der Rheinbrttcke erschossen, sein Sohn durch einen Schenkelgetroffen, und dann beide nach Ueberlingcn geführt worden. Der Gesandte fürchte, es habe der Feind sonstkeinen erheblichen Schaden gelitten. In Betreff der Lage vom Paradies könne er nur das früher Gesagtewiederholen. Es sei da ein mächtiger „Densch" gegen Göttlichen; außerhalb aber gegen das Wasser seinichts der Art; wenn der Feind in das Paradies komme, habe er („hcndenz") den Densch im Rücken undwerde nicht leicht von da zu vertreiben sein; der Platz sei weit und sie haben wenig Volk. Aus demUmstand, daß die Constanzer Alles ins Thurgau „flöchncnd", schließe der Gesandte, sie würden im Nothfalledie Stadt anzünden; das glaube sein Mitherr auch. Der Bote von Glarus sei, aus unbekannten Gründen,noch nicht angelangt. Einer, Namens Meister Kaspar, habe sich selbst erstochen, weil er gesehen, daß seinguter Geselle nach der Stadt getragen wurde, Was ihm, wie er selbst bekannt habe, denn er sei nicht plötzlichgestorben, so sehr zu Herzen gegangen sei. Die Constanzer wollen, daß die Weiber und Kinder aus derStadt entfernt werden; der Gesandte glaube, dieses geschehe, damit bei einem folgenden Angriff nicht vorerstein Geschrei von jenen gehört werden müsse. Im ganzen Thurgau seien die Straßen voll Weiber undKinder; es sei zum Erbarmen, daß ein Nachbar zuschauen müsse, wie sein Mitnachbar so schändlich geplagtwerde und verderben müsse; Gott wolle sich der Constanzer erbarmen, andere Hülfe haben sie nicht. Indieser Stunde verreite der Gesandte mit Schultheiß Federli nach Constanz. Der Bote von Schaffhausenweine, der Franzos sollte einige Hülfe gewähren (letzter Satz nicht ganz klar). nnaom.

4) 1548, 11. August, 9 Uhr Vormittags, Fraucnfeld. Obiger an Obiges. Antwort auf Briefe ausZürich. Mit dem Fleckenstcin werden der Gesandte von Zürich und der Bote von Schaffhausen nicht ver-kehren; indessen wolle man alles Vorfallende berichten. Dem Boten von Schaffhausen gegenüber mache derGesandte kein Geheimnis; („mit mit im still hau"), denn er meine es auch gut mit denen von Constanz.Derselbe begebe sich heute nach Stein, um nach „Dündlingen" und da herum zu kundschaften; er kommedann wieder zum Gesandten von Zürich nach Kreuzlingen zurück. Briefe an den letztern sollen die Ueberschriftan ihn tragen; laut Abrede werde der Landvogt ihm diese sofort übermitteln; würde etwas an „die Boten"überschrieben sein und der „schnell" Fleckenstein anherkommeu, „dar ober kein wurd es nit fälen wen der bot