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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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August 1548.

452.

Thurgau, Konstanz. 1548, 10. August ff.

Zufolge Beschlusses der geiueineidgeuösftscheu Tagsatzung vom 30. Juli sf. (Abschied von diesem Datum11) und der betreffenden Verhandlung der V Orte vom 10. August (Abschied von diesem Datum t» 1)und deren Einladung au Bern, Freiburg und Solothuru (ebendaselbst tt. 3) finden sich von dem eiugaugs-genaunteu Datum an abwärts Boten theils gemeiner Eidgenossen, theils der V Orte oder einzelner andererOrte ein. Gemäß der Art der Zusammensetzung dieser Gesandtschaften schon kann für ihre Verrichtungenkein einheitlicher Abschied vorliegen. Wir sind auf die Mittheilung folgender Acten angewiesen:

1) 1548, 10. August. Niklaus Cloos an Lucern. Bericht über die von ihm getroffenen Sicherheits-anstalten für den Thurgau und wie er dann aber in der Folge die zur Wache berufene Mannschaft wiederentlassen habe und deßhalb das ihm am Mittwoch (8. August) zugekommene Schreiben der in Baden ver-sammelten Boten der X Orte in Betreff des verlangte» Beisammenhaltens der Thurgauer für die Besetzungdes Schlosses Gottlieben, Münsterlingen, Kreuzlingen u. s. w. in diesem Punkt nicht habe befolgen können.Gestern seien die Nathsboten von Zürich und Schaffhausen nach Kreuzlingen gekommen, als der Vogt weg-fertig und auf der Straße war. Er sei dann nach Frauenfeld geritten, die Boten aber in Kreuzlingengeblieben, ungefähr von zwölf Uhr Mittags bis heute sechs Uhr Nachmittags; sie werden sich nun heimbegeben,da man nicht vernehme, daß fremdes Volk in der Nähe sei.

St. A. Lucsrn: Correspondenz betreffend die Einnahme der Stadt Constanz.

2) 1548, 10. August, Kreuzlingen. Heinrich Sproß an Zürich. Am 9. August sei er von Töß zunächstnach Kreuzlingen geritten. Wie er durch das Schwaderloch gekommen sei, habe er den Landvogt Cloosangetroffen, der ihm angezeigt habe, er habe nichts Weiteres betreffend Kriegsvolk erfahren können, weßhalber die Unterthanen wieder entlassen habe und selbst nach Frauenfeld zurückgehe. Das habe der Gesandteund sein Mitherr, Junker Thomas Spiegelberg, geschehen lassen. Sie beide seien dann nach Kreuzlingengeritten. Da haben sie großen Jammer und Elend angetroffen von Weibern und Kindern, die sich mitAllein, was sie fortbringen konnten, zu Roß und Wagen aus der Stadt geflüchtet hatten. Von hier seiensie nach Constanz gekommen und auf die Rheinbrücke gegangen, wo sie sehen konnten, daß die biderben Leutevon Petershauscn vieles zu leiden hatten; es sollen auch viele, der Gesandte habe von anderthalb Hundertengehört, geblieben sein, was großen Schrecken verursacht habe. Die Gesandten hätten dann alle Wehrenenbesucht und gefunden, daß die Stadt am leichtesten von dem Paradies her genommen werden könne. (UnklareStelle). Die Constanzer hätten einen weiten Umkreis („zarg") zu verwachen und dem Gesandten scheinewenig Volk vorhanden zu sein; es bedürfte Wohl 2000 Mann, man glaube aber, es seien keine 400 zuGebot. Zwar laufen denen von Constanz für und für Knechte zu; die Gesandten lassen dieses geschehen,in der Meinung, es stehe ihnen nicht zu (unklare Stelle). Zu den Gesandten sei der Statthalter von Constanzgekommen und habe ihnen mitgetheilt, sie seien gewarnt worden, es ziehe ein großes Volk nach Ueberlinge»,weßhalb sie um getreues Aufsehen bitten. Die Gesandten haben hierauf eröffnet, sie seien von den XIII Ortender Eidgenossenschaft hieher abgeordnet worden; die Eidgenossen seien noch der Meinung, kein fremdes Volk,das die Stadt Constanz zu schädige» beabsichtigte, auf ihrem Gebiete zu dulden; hieran würde man Leibund Gut setze» und solches Volk mit Gewalt herausschlagen. Der Statthalter habe dann crwicdert, wenndie von Constanz wieder überfallen würden, so wollen sie das Thor gegen Kreuzlingen offen lassen; so stles schon abgeredet. Die Gesandten von Constanz, welche in Augsburg gewesen sind, seien wieder zurück;laut Vernehmen seien sie schlecht abgefertigt worden, werden aber, wie der Muntprat meldete, denen von