Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
942
Einzelbild herunterladen
 

942

Mai 1S48,

430.

Waden. 1548, 7. Mai (Montag vor der Allsfahrt).

Staatsarchiv Lucer:» : Allg. Absch. X. S. t. 411, 416. Staatsarciiiv Zürich: Abschiede Bd. iv, e. 133. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschi^^IM, S. 667. Laildcsarchiv Scliwyz : Abschiede LandcSarcliiv Obwaldcn: Abschiede. KautoiiSarchiv Glarus: Abschiede.KantonSarchiv Basel: Abschiede 1S47-43. KautonSarchiv ?rcib»rg: Badische Abschieds, Bd. 15, nach dem Abschiede vom 11. Juli.Kautousarchiv Solothurn: Abschiede Bd. 23. Kautousarchiv Schaffhausen: Abschiede. LandcSarcliiv Appenzell: Abschiede.

Gesandte: Zürich. Johann Haab, alt-Burgermeister; Johann Blenler, des Raths. Bern. P>^Jmhag; Wolfgang von Weingarten, beide Venner und des Raths. Lncern. Hans Bircher, des Raths'U ri. Niemand. Schmpz. Jacob an der Rüti, Landammann. Untermal den. Niklaus Jmfeld, Rittet/Landammann von Obwalden. Zug. Christian Heß, des Raths. Glarus. Joachim Bäldi, Landamma»»'Basel. Onofrius Holzach; Bat Summerer, beide des Raths. Fr ei bürg. Ulrich Nix; Hans Sind«',Burgermeister, beide des Raths. Solothurn. Konrad Graf, des Raths. Schaffhausen. Hans Stierli.Hans Schaltenbrand, beide des Raths. Appenzell. Mauriz Gartenhäuser, Landammann. — E. A. A. k. 96't». 1. Die Gesandten des Kaisers und des Statthalters zu Mailand, Johann Angelus Nitius und JohanuDominicus Panizono trageil vor, es sei ihnen auf dem letzten Tage der Bescheid geworden, daß die Cid-genossen die Erbeinnng in allen Punkten getreulich vollziehen wollen: ste danken dafür zum höchsten, und detKaiser sei des gnädigen Willens, dasselbe zu thnn; über die vorgeschlagenen Artikel einer Specialverbinduuilmit dem Herzogthum Mailand sei ihnen aber keine endliche Antwort gegeben worden, weil einige Orte ihreLandsgemeinden noch nicht hatten versammeln können; sie stellen min im Namen des Kaisers und des Statt'Halters nochmals die ernstliche Bitte um eine bestimmte Erklärung, damit die Freundschaft und Verkomm"^aufgerichtet werdeil könnte, in Betracht, daß dieselbe den beidseitigen Unterthanen zu großem Nutzeil gereichtllild Friede und Ruhe dadurch gemehrt würde. Antwort: Man verdanke ihr freilndliches Erbieten zum bestesbleibe indeß bei dem letzthin schriftlich übergebenen Beschluß, daß nämlich alle Orte aus vielerlei wichtig^und gründlichen Ursachen Willens seien, gegenwärtig keine hülfliche Vcreinung oder Vündniß anzunehM^ >wenn es aber dem Kaiser lind dem Statthalter gefiele, über feilen Kalls, Neuerung in den Zöllen, Fried' u»Geleit, Gericht und Recht und Anderes, was zu Ruhe, Friede und guter Nachbarschaft dienlich wäre, Cap^aufzurichten, so wäre man bereit, auf Genehmigung der Obern Hill darüber zu sitzen und etwas für bei^Theile Annehmbares zu ordnen. Doch bleibt Uri bei der zuvor gegebenen Antwort. ?». 2. Da man de''beiden Gesandten aufgetragen hat, den Kaiser zu bitten, die an Basel und Schaffhausen überschicktenaufzuheben und uns bei unfern alten Freiheiten und Gerechtigkeiteil und seinen frühem Zusagen bleiben ^lassen, so haben sie schriftlich geantwortet, lallt eines Schreibens vom Kaiser sei jene Zusendung aus Jrrthu"'gescheheil. Heimzubringen, v. 3. Da zwischen denen von Valsolda und denen von Gandria einbesteht, so bitten die Gesandten im Namen des Statthalters von Mailand, man möchte dem Landvogt sLauis befehlen, im Beisein von Abgeordneten des Raths zu Mailand weitere Kundschaften aufzunchu"^damit die Wahrheit an den Tag komme. Weil aber vorhin von beiden Theilen gleichlautende Kundsä)^erhoben worden, die man verhört hat, so wird es nicht für nöthig erachtet, neue einzuziehen. «ICastennius bittet dringend, ihm das Fiscalen-Amt zu Lauis, das er seit einigen Jahren, wie er glaube, treu 'und mit Ehren verwaltet, für einige weitere Jahre zu verleihen, da er viele kleine Kinder habe :c. ^ol