938 März 1548.
werde keine Gewalt brauchen, es wäre denn, daß er „wytcr im sinn hetty"; in diesem Falle hoffen sie- dEidgenossen werden die Sache auch betrachten, weil Wohl zu ermessen sei, was der Kaiser thun Werde, weer die Stadt habe. Federli fürchte, man glaube dem Kaiser zu viel; er habe den Eidgenossen ^
nie etwas gehalten. Dabei habe indessen Federli nur mit Bezug auf den Thurgau gesprochen, wie die(Constanz) den armen Leuten im Thurgau viel Gutes erweise. Federli könne nichts Anderes finden, ^daß (der Stadt Constanz) zum Besten nichts gethan werde. Würde mau vernehmen, daß der KaisirStadt von eidgenössischem Boden aus belagern wollte, so würde das nicht gestattet; das wäre ein Bn>)Vereinung (Erbcinung), welche die Eidgenossen aufrecht halten wollen, damit nicht ihnen zur Last isi rwerde, sie seien die Ursache (eines Vorgehens des Kaisers gegen sie); bekanntlich heiße es nämlich im g"»!Schwabenlnud und in Italien, der Kaiser wolle an die „Schwizer". Was Federli weiter erfahre,er mündlich berichten, sobald er von Glarus zurück sei, hoffentlich nichts Schlimmes „sunder so ncnd ^(nehmt keinen) bösen bricht an; des kungs von Frankrpch botschaft ist aber zu Baden mit ernst ist, de» ,der Papst, der Franzos und die Vinediger werden nit fyren, so sind m. h. ouch gar wol ains; Gott 1lob." Gestern Mittag sei von Seite des Kaisers noch niemand zu Baden gewesen. In Betrefflaufs und Anderem Wolle er mündlich berichten. Der Bürgermeister von Chur habe ihm gesagt, die Viue uhaben dem Kaiser den Paß durch das Etschland verweigert. ^
Stadtarchiv Constanz: Urkunden zur Geschichte der Ztirchenrcforin, Bd.
4) 1548, 21. März. Heinrich Hack hat etlichen Herren, die vom Rath zu ihm verordnet worden, »Gzeigt, was er zu Baden für Bescheid erhalten habe. Das haben dieselben gleichen Tags im Nathe angeZ».Hack hat diesen Bericht nochmals auch in Schrift gestellt (1). Ucber die Werbung der französischen ^Botl ^übcrgiebt er einen besonder» Bericht (2.). Hack bringt auch die neue den Eidgenossen zugekommene ^
(1.) Antwort, welche Zürich und Bern den 21. Marz „mir" auf die Werbung an sie und ^und Schaffhausen gegeben haben. Beide Orte, sammt den andern zweien, deren Boten schon verritten »'»(sie), hätten den Vortrag des Gesandten „uf dry artikcl verstanden" : 1. daß sie keinen erdichteten^-Glauben schenken, sondern gegen solche die von Constanz bei andern Eidgenossen entschuldigen mögen; ^stanz wolle in guter Nachbarschaft zu ihnen verharren; 3. dasselbe erbitte sich Constanz vonEidgenossen. Darauf sei die Meinung der Gesandten von Zürich und Bern folgende gewesen, unddie andern zwei, die schon verritten, seien mit ihnen einhellig und man zweifle nicht an der Zust»»»der Obern: 1. Dank für das Erbieten des Nathes von Constanz. 2. Nicht minder soll sich ^unstaBden vier Städten aller freundlichen Nachbarschaft versehen; was Constanz zum Nachtheil gereichen towolle man nach Möglichkeit abzuwenden suchen; wenn Gefahr in Aussicht stehe oder einiges Volk sichso solle Constanz au Zürich und Bern berichten. 3. Im Vertrauen wolle man mittheilcn, daß dervon Frankreich seit dem letzten und diesem Tage bei einigen Orten, namentlich bei Basel, geworbenman solle auf die Stadt Constanz ein Aufsehen haben und daran und darob sein, daß sie imVerhältnis; verbleibe; denn würde sie unterworfen, so möchte sie ihre Kaufmannschaft nicht mehr ^Man glaube, der König werde sich bei allen Orten so bewerben; er (sein Gesandter Lavau) sei, ^schon im Anreiten und werde auch nach Zürich kommen. Auf diesem Tage aber habe des Königssoviel man wisse, hicvon keine Meldung gethan, Wohl nicht ohne Ursache. 4. Der König habe auchBoten von Schwyz, Unterwalden und Solothurn, die wegen der Gevatterschaft bei ihm waren, mit A»mdes Gesandten von Zürich, in Betreff der Stadt Constanz mündlich geredet; Zürich habe er »usgescheweil er dessen Wille» schon kannte. Ob die Boten der andern Orte den Vortrag des Königs ^»'-sseröffnet haben, wisse man nicht; Zürich und Bern werden es thun; inzwischen werde die Werbung des -an die Orte vor sich gehen. 5. Man bitte daher Constanz, sich so lange als möglich zu halten; der ^halte ja denen nichts, die sich nicht so lange wie Constanz „stillgehalten", und welche ihm Guteshaben; besser sei es, mit Ertragung einiger Beschwerden Freiheiten zu behalten, als in der Meinung,Beschwerden zu vermeiden, jene zu verlieren. Das Alles sei aber nur eine freundliche Meinung.
(2.) Werbung der französischen Botschaft auf dem Tag vom 21. März bei den Eidgenosse»'