Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
930
Einzelbild herunterladen
 

930

März 1548.

Fröhlich, noch nichts verehrt. Da vormals andern Botschaften ihre Kosten auch abgetragen worden, so bitte»sie um Entschädigung, sowie um Belohnung derer, die ihnen gedient. Endlich uberantworten sie einen Briefdes Königs, worin er sein Wohlgefallen ausspricht über die Erwählung so vornehmer und achtbarer Leute,er erstatte darüber höchsten Dank und halte diese Sendung für die allergrößte Bestätigung der Freundschaft/die man ihm hätte erweisen können w. Er bitte, den Boten, die ihren Auftrag ehrenvoll und zu seinewganz besonder« Vergnügen ausgeführt, in Allem zu glauben, was sie seinerwegen berichten werden.eröffnen auch die französischen Gesandten, (1.) daß sie Befehl empfangen haben, den Eidgenossen für die de>»König erwiesene Ehre und Freundschaft zu danken und anzuzeigen, wie die Boten solches mit allem Fl^ausgerichtet. Er habe denselben auch einige Artikel aufgegeben, für welche man ihnen Glauben schenken mög^(2.) Sie begehren Antwort auf den Vortrag, den sie auf der letzten Tagleistung angebracht haben. (3.)Herr von Lavau habe Auftrag, von Ort zu Ort zu reiten, um etwas vorzutragen, womit er bereits a»ge-fangen und fortzufahren gedenke. Nachdem man das Alles vernommen und die Instructionen verhört, hatman dem König und dein Connetable geschrieben und ihnen gedankt für ihr gnädiges Erbieten med die g»^Behandlung med Beschenkung der Boten, mit der Anzeige, man wolle Alles, was dieselben eröffnet habt»/treulich an die Obern bringen, die darauf gebührende Antwort geben werden. I. Ein Abgeordneter den'»von Schellenberg zu Hüffingen bringt gemäß dem letzten Abschied die Lehenbriefe über die Fischenzen »>'die Weide auf dein Rhein, oberhalb und unterhalb der Rheiubrücke zu Dießenhofen, deßgleichen über eim»Wein- und Kornzehnten diesseits der Stadt gelegen, mit den daraus haftenden Beschwerden. Die Urkun^sind folgende: (1.) Lehenbrief von Herzog Albrecht von Oesterreich für Heinrich von Vlumberg, d. d. Nftttwoch nach St. Lucien (16. December) 1444. (2.) Von Herzog Sigmund von Oesterreich für Hans »"»Nandegg und seine Söhne, d. d. Mittwoch nach St. Martinstag (13. November) 1448. (3.) Zwei Briestvon Hans Blum von Glarus, Landvogt im Thurgau, für Ritter Hans von Randegg, d. d. Donstag »^/St. Hilarientag (16. Januar) 1476. (4.) Zwei gleiche Briefe von Hans Blum für Junker Balthasar von Raist^und dessen Bruder Martin, d. d. Freitag vor Johanni im Sommer (20. Juni) 1488. (5.) Zwei Lehcnb>»stvon Ulrich Kätzi, Landmann von Schwyz, als Landvogt im Thurgau, für Junker Balthasar von Raudasvon Dießenhofen, d. d. Sonntag nach Ostern (25. April) 1484. (6.) Zwei Lehenbriefe von Landvogt Hier»npmus Stocker von Zug für Juuker Martin von Nandegg, d. d. Sonntag nach Galli (18. October)(7.) Ein Lehenbrief von Landvogt Bernhard Schießer von Glarus für Georg von Randegg, im N»»^seiner Schwester, der Frau Clara von Schellenberg, geborne von Nandegg, d. d. Sonntag vor Frontenamstag (30. Mai) 1518. (8.) Ein Lehenbrief von Landvogt Hans Wegmann von Zürich für Wolf vWinkelz, als Trager für Frau Clara von Schellenberg, d. d. Dienstag nach Quasimodo (17. Mai)(9.) Ein Lehenbricf von Landvogt Jacob Stocker von Zug für Hans von Schellenbergs Ehefrau, b-Mittwoch nach St. Michael (30. September) 1528. (10.) Es folgen noch andere solche Briefe bis ^ ^jetzige:: Landvogt im Thurgau, Lienhard Holzhalb von Zürich, der das Lehen dem Gebhard von Sclstberg zu Hüffingen verliehe:: hat auf St. Maurizentag (22. September) 1547. Der Gesandte trägt >>weiter vor: Wir haben gehört, daß Gebhard von Schellenberg das Lehen von den: gegenwärtigen La»^empfangen; er wünsche nun seine Schwester, Hans Melchior Heggenzers Ehefrau, um 5000 Gulden aus >Zehnten zu verweisen; er stelle daher nochmals das Gesuch, ihnen das zu bewilligen; die Herren ^ ^sich, das Lehen beförderlichst wieder zu ledigen und den: Heggenzer zu Händen seiner Frau die 5000 G»zu erlegen, so daß die Eidgenossen an den: Lehen keinen Schaden zu befürchten haben. Da sich aus