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März 1548.
spreche. Man dürfe aber nicht verbergen, daß Mandate, wie sie Basel und Schaffhausen zugekommen, wenndiese Nachrichten heimkommen, groben und ungeschickten Leuten Anlaß geben zu reden: Die Boten bringenab den Tagen viele gute freundliche Worte; man sehe aber (wohl), was Kaiser und König mit den Ortender Eidgenossenschaft vorhaben. Es sei daher nöthig, daß solche Mandate nicht mehr geschickt werden; manwolle indessen des Königs gnädiges Begehren in den Abschied nehmen, I. Die mailändischen Gesandten,Johann Angelus Ritius und Johann Panizonus fordern endliche Antwort in Betreff der „Capitulationen"-Nach Vergleichung der Instructionen hat man ihnen folgenden Bescheid ertheilt: Sie mögen über den langenVerzug keinen Verdruß oder Unwillen haben; denn es rühre derselbe nur davon her, daß mehrere Ortezuerst die Landsgemeinden versammeln müssen, was in dieser Winterszeit nicht wohl möglich gewesen, weß-halb einige Boten auch jetzt noch ohne Vollmacht seien; es habe jedoch die Mehrheit der Orte den Vortragdes Kaisers und des Statthalters zu Mailand sammt den Capiteln mit gebührender Reverenz verhört n"ddaraus des Kaisers gnädige Gesinnung genugsam erkannt, für welche man ihm den fleißigsten Dank erstatte.Es sei jetzt aber die Mehrzahl der Obrigkeiten aus allerlei Gründen gesonnen, in dieser Zeit keine hülflicheVereinung zu beschließen; denn sie erbieten sich, die erst neulich bestätigte Erbeinung ihrerseits treulich Z»vollziehen und zu halten, sofern sie auch an ihnen gehalten (werde. Wenn es jedoch dem Kaiser und deinStatthalter gefällig wäre, mit ihnen über feilen Kauf, Beschwerden in Zöllen, Friede und Geleit, Gerichtund Recht Capitel zu errichten, so sei man ermächtigt, mit den Gesandten darüber zu sitzen und auf Hinter-sichbringen Artikel aufzusetzen, welche für beide Theile annehmbar wären. Diesen Vorschlag wollen sie »»den Kaiser und den Statthalter bringen. Uri bleibt indeß einfach bei seiner bereits auf dem letzten Tageeröffneten Antwort. Die Boten von Glarus und Freiburg haben keinen andern Auftrag als anzuhören, wasder übrigen Orte Meinung sei und es heimzubringen. Ii,. Die Boten von Zürich, Schivyz, Nnterwaldeaund Solothurn, die nach Frankreich abgeordnet worden, um des Königs „junggeborne" Fürstin und Dochtsaus der Taufe zu heben, erstatten Bericht über den Verlauf ihrer Sendung. Zu Solothurn, Biel und Neuen-bürg sei ihnen viel Zucht und Ehre erwiesen worden, aber zu Pontarlier beim Einreiten wenig Reverenzgeschehen, auch nicht eine „Kante" Wein geschenkt worden; schon daraus haben sie den „guten Willen" wol/gespürt; um Mitternacht seien dann sogar Einige vor der Herberge erschienen, um zu singen, zu schreien w^zu blöken („biegen") wie die Kälber und Geißen, ohne Zweifel „zu Ehren" der Herren Eidgenossen und derBoten. Aber in andern Städten der Grafschaft Burgund habe man ihnen Wein geschenkt und viel Ehre angethawIn des Königs Gebiet seien sie überall prächtig empfangen worden; der König habe ihnen auch einige Edel-leute entgegengeschickt, und als sie zu ihm gekommen, habe derselbe mit freundlichem Willkomm die Hw^geboten und ihnen gesagt, daß ihre Ankunft ihm die größte Freude gewähre; desgleichen habe die Königsnach ihnen geschickt und freundlich mit ihnen geredet. Am dritten Tage sei dann die junge Fürstingroßem „Triumph" und Ehren getauft worden; der Bote von Zürich habe sie zu der Kirche, der vv»Schwyz von der Kirche getragen, im Beisein vieler Cardinäle, Fürsten und Bischöfe; „sy siegent michspys und trank erhalten worden"; der König habe jedem Boten eine goldene Kette „für" 800 Kronen, die Königseine für 200 Kronen geschenkt. Vor der Abreise habe der König sie an ein besonderes Ort beschießjeden: die Hand geboten und 1. ihnen für die übernommene Mühe und die ihn: erwiesene Ehre und Freu»»'schaft gedankt und sie versichert, daß er die Eidgenossen ebenso zu Gevatter gebeten hätte, wenn das K»ein Sohn gewesen wäre; dem: er sei entschlossen, die althergebrachte Freundschaft seines Vaters mit de»Eidgenosse«: zu mehren und nicht zu mindern. 2. Sei«: Herr und Vater hochlobl. Gedächtniß habe mit de»