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Februar 1548,
ohne Zweifel die vier Orte davon benachrichtigt; es gehe die Sache von „psundern" Leuten aus, sannnt demHauptmann Jacob Schmid von Lauis, die es endlich zu Stande gebracht haben; der päpstliche Gesandte„schwan Aschel ritz" (Johann Angelus Nitius) sei zwar vor dem Rath erschienen und habe ihn um einenHauptmann ersucht; aber erst Näthe und Hundert haben „es" erlaubt, „sofern sie je das wagen wollten"-Uri entwickelt in langem Vortrag die Meinung, daß man nicht wohl dawider sein könne, in Betracht derFreundschaft, welche die V Orte mit dein Papst so lange gehabt haben; es habe daher den Abzug (resp-Durchpaß) bewilligt; dagegen finde es billig, daß bei der Vertheilung der Aemter, weil doch die Garde vonden vier Orten sei, nicht bloß Lucern, sondern auch die übrigen Orte bedacht werden sollen. Weil aber dieBoten nicht gleich instruirt sind, so wird die Sache in den Abschied genommen und deßhalb ein Tag nachLucern angesetzt auf nächsten Montag den 13. Februar, zu welchem jeder Bote am Sonntag Abend eintreffensoll. 1». Auf jenem Tage soll man, auf den Antrag Obwaldeus, sich auch zu einer gemeinsamen Antwortentschließen betreffend die Werbung der Botschaft des Kaisers oder des Don „veranda" (Fernando).
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Lucern. 1548, 13. Februar (Sontag vor Valcntini).
Staatsarchiv Luccrii: Allg, Absch. U. 2, k, WS, Landcsarchiv Schwvz: Abschiede,
Tag der V Orte.
Dieser Tag wurde angesetzt wegen der Guarde päpstlicher Heiligkeit und der Capitel mit dem Kaiserund dem Gubernator von Mailand. Ueber das erste Geschäft hat man in Erfahrung gebracht, daß der Kaisernicht sonderlich dagegen sei; deßhalb haben einige Orte den Ihrigen gestattet auszuziehen; Uri, Unterwaldenund Zug wollen sich der Gardeämter nicht annehmen, sondern die Vertheilung derselben gänzlich dem Haupt-mann überlassen, haben jedoch gebeten, die Ihren darin für empfohlen zu halten. Schwyz hat keinenBoten auf diesen Tag geschickt, sondern schreibt, es wolle die Seineil zu Hause behalteil und stracks bei deinerlassenen Verbot beharreil, was die andern Orte gütlich bleiben lassen. I». In Betreff der Capitel meldetAininanil Wirz, daß man in Unterwalden eine Landsgcmeinde darüber gehalteil, vor welcher auch die kaiserliche»und mailändischen Gesandten erschienen seien, um die Capitel zu empfehlen; man habe ihnen aber geantwortet,daß man die vorgeschlagenen nicht alle annehmen könne; darauf haben die Sendboten erlaubt, Artikel »achihrem Gefallen aufzusetzen, die jedoch der guten Nachbarschaft und Freundschaft gemäß und beiden Parteienannehmbar sein müßten. In Folge dessen habe seine Obrigkeit diesen Tag ausgeschriebeil (?) und ihm Voll-macht gegeben, mit den übrigen Orten solche Artikel zu berathen oder im Fall ungleicher Meinungen vor deinTag zu Baden für die V, VII oder IX Orte einen Tag anzusetzen, um sich über eine gleiche Antwort Z»vereinbaren, damit die Sache nicht ilniner hinausgeschoben werde und man nicht etwa den Kaiser zur Ung>«^reize. Da die Boten ungleiche Befehle haben, und Schwyz anzeigt, es wolle seine Antwort zn Baden gebe»,so wird der Handel zu weiterer Berathung in den Abschied genommen, v. Die V Orte haben unlängstdein Statthalter Gorin zu Lauis wegen eines Gutes im Gebiete von Mailand ein Verwcndungsschreiben »nden Kaiser gewährt; nun langt eine Antl.vort ein, von welcher jeder Bote eine Abschrift erhält, deßgleiche"von allen neuen Zeitungen und andern Schriften. «R. Es wird angezogen, daß dieses Jahr sehr viel Viehaus dein Lande gehe und daß die Nachbarn die ganze Fasten hindurch Fleisch essen, weßhalb Mangel eu>-