Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
906
Einzelbild herunterladen
 

906

Januar 1548.

denn in Stücke theilen; er rathe daher, das Lehen dem Tschndi kaufsweise zn überlassen und das HanM'ßan Zins zu legen, da es dann 7>/s Gulden mehr ertragen werde als bisher. Heimzubringen. I» ^Landvogt zu Baden erstattet auftragsgemäß Bericht über die Hinterlassenschaft Vogt Nisfli's zu Meilings'derselbe habe an sein Haus weder Heller noch Pfenning bezahlt; desgleichen seien 17 Saum Wein unbez») >dem Peter Fleischli, der das Haus erworben, habensy" Heu, Karren, Schweine und andern Hauspl»»um 70 Gulden au Münze zu kaufen gegeben; von dem klebrigen (specificirt) spreche die Frau einen gl^Theil au. Heimzubringen und auf nächstem Tag zu beschließen, wie man ihn (Nisfli) der Strafe halb haß"wolle. K. Der Landvogt im Thurgau schreibt, es würden einige lcdige Leute, die der Landgrafschaft Thui^als Leibeigene zugehören, sich gerne loskaufen, bevor sie anderswohin ziehen. Da er aber laut des Urbars ^Baden keine leibeigene Person verkaufen dürfe ohne Vorwissen der Orte, so ziehen die Leute häufig fort oMdaß man wisse wohin, und erhalte man gar nichts; daher möchte er rathen, wenigstens etwas von ihnen ^nehmen. Heimzubringen. I». Derselbe Landvogt schreibt auch des Sturmes wegen, der zu Constanz geschehtwobei Einige aus dein Thurgau mit Gewehr und Harnisch dahin gelaufen sein sollen; er habe jedochmandes Namen in Erfahrung bringen können; dagegen sei nun Anstalt getroffen, daß solches Laufen der TlM'gauer abgestellt bleibe, außer bei Feuersnoth. I. Die französischen Gesandten, Herr von Lavau und der So)des Herrn von Boisrigault, legen nach Ueberreichung der Credenzbriefe ihre Vorträge schriftlich ein. Es w"ihnen für die gegebenen Warnungen Dank erstattet mit dem Erbieten, solches um den König zu verdien"''Weil aber in dem Vortrag Voisrigaults in Betreff der Ansprecher einigeeben scharfe" Ausdrücke vorkonn»"'"so werden einige Boten zu ihm verordnet, um ihm anzuzeigen, daß man dieselben bedaure und nicht anneh»'^könne, daß der König solche Antwort zu geben befohlen habe, die auch den Herren und Obern, wo man sie h"'"brächte, kaum gefallen würde; ferner haben sie für die Hauptleute zu begehren, daß man die Quittungen Hera»'schicke oder ihnen zum Recht verhelfe. Sie (die französischen Gesandten) crwiedern darauf, die fragliche A»ü»sei dem Herrn von Boisrigault von dem König zugekommen; der Quittungen halb: Wenn mir dein L""'von Boisrigault, dem J(unker) Wendel Sonnenberg von Lucern nnd Stadtschreiber Clery von Freiburg,dieselben gesehen haben, nicht glauben wollen, so würden mir vielleicht auch Gott nicht glauben. Da sie"ihrer Erklärung beharren, so wird, auf den Rath der gegenwärtigen Hauptleute und die Bitte einiger ander"'Ansprecher, die das Recht begehren, die Sache in den Abschied genommen, um die Obrigkeiten nach Gefaiß"weiter darin handeln zu lassen. Jedes Ort soll den Hauptleuten anzeigen, daß sie alle auf dem näO"'Tage erscheinen sollen, um auf so schwere Anklagen sich zu verantworten. Ii,, lieber den letzthin beantragtKauf des Schlosses Hilsikon in den Freien Aemtern sind die Meinungen getheilt; denn einige Orte sind ^Ansicht, inan sollte die Vogtei bleiben lassen wie bisher, andere aber wünschen das Schloß sammt Zubrh^zu kaufen und einen Vogt dahin zu setzen, da man dann viel mehr Bußen beziehen und die Kaufsunnne56 Jahren aus den Strafen decken könnte. Darauf hat man Lucern ersucht, bei seinem Burger, ^Zurgilgen, dein das Schloß gehört, zu erfragen, ob es ihm feil, was an Gütern aller Art, Zinsen, K»li"'und Beschwerden dazu gehören, und was er dafür verlange und darüber auf nächstem Tag zu berichi"'I. Der päpstliche Gesandte, Albert Rosin, erinnert an den Vortrag, den der Legat Hieronymus Frank»»22. November zu Baden des Conciliums wegen gehalten, und wünscht eine Antwort darauf. Wiewohl»» 'alle Boten darüber instruirt gewesen, so gibt man ihm doch diesen Bescheid: Weil der Papst und dersich noch nicht über den Platz vereinbart haben, wo das Concil gehalten werden solle, so habe man inSache nichts weiter gehandelt; so aber Papst und Kaiser des Ortes halb einig geworden, und man die E»