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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
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833
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Juni 1547. gZZ

2) Zweiter Vortrag: Der König habe sich alle Mühe gegeben zu ergründen, was der Zweck des gegen-wärtigen Krieges seitens jener sei, die ihn angefangen haben, und zu welchem Ende er führe. Er habegefunden, es laufe Alles dahin hinaus, Deutschland unter die Gewalt eines einzigen Herrn zu bringen unddasselbe als Großmacht gegen andere und zwar- zuerst gegen die Nächstgelegcnen zu benutzen. Nachdem derKönig solches ersehen und anderseits die täglich bei den Eidgenossen waltenden Practikcn betrachtet hatte, habem nicht unterlassen, gleich nach der Niederlage des Herzogs von Sachsen durch den Herrn von Liancourt dieEidgenosse» gemciulich und sonderlich dessen zu berichten. Nachdem nun der König Nachricht erhalten habe,welchen Vergleich der Herzog von Sachsen mit dem Kaiser eingegangen sei, und daß der Landgraf von Hessenund die Seestädte ein Gleiches thun werden, und nun Deutschland in Folge seines Zwiespaltes getrennt seiund unter das Joch kommen müsse, ungeachtet auf einem Reichstage zu Ulm ein Bündniß wider jeden, vondem Gefahr drohen würde, errichtet werden soll, dieses namentlich für die Eidgenossen, deren Wohl der König"Ml seinigen gleich achte, bedenklich sei, so habe dieser den Gesandten abgeordnet, die Eidgenossen hierüber allseitig^u verstandigen. Der König warne vor jenen, die von einein Tag auf den andern die Eidgenossen zu trennenwchen; diese sollen sich besser vereinbaren, damit sie im Falle der Roth nur mit den Fremden und nicht mitnch selber zu thun haben, was insbesondere von den Religionsangelegenheiten und dem neugewonnenen Landeund andern Dingen zu verstehen sei, die von den Widerwärtigen benutzt werden, um die Eidgenossen uneinigKl machen. Dabei sollen diese ans die Freundschaft des Königs zählen, der die Tractate treulich halten wolleund sie zu erneuern bereit sei. Des Königs Meinung sei daher, die Eidgenossen sollten allen Fleiß anwenden,l)re Freunde und Nachbarn zu erhalten und noch mehr Freunde zu gewinnen, wie der König es auch gethan)abe. I,, Betracht der gegenwärtigen Läufe habe denn auch der König, um die Eidgenossen nicht zu schädigen,lll ihm bewilligten Knechte noch nicht aufbrechen lassen, sondern eine gute Anzahl Landsknechte berufen, theilsu»> jene, die ihn oder die Eidgenossen schädigen möchten, um so viel zu schwächen, theils damit man um sostärker sei, da man den Landsknechten eine mächtige Zahl von Kriegsleutcn, die der König gerüstet habe,lugcben könne. Falls einige von den Landsknechten durch das Gebiet der Eidgenossen ziehen wollte», bittem König um freien Durchpaß.

St. A. Lucern: Abschiede i, t'. 64. Copie beim Zürcher, Bcrner, Nidwaldner, Vasler und Solothurner Abschied.

Zu «. 1) 1547, 1. Juni. Philipp, Graf zu Hanau und Herr zu Lichtenberg, an Mühlhausen. Zu-lage Befehl des Kaisers sei er im Falle, Mühlhansen zu mahnen, auf den 19. Juni einige Mitglieder desMhs »ach Schlettstadt abzuordnen; daselbst werde am folgenden Dienstag der kaiserliche Befehl eröffnet

lllerden. A. A. Schasshauscn: Correspondcnzen.

2) Die Schwyzer Sammlung enthält die Copie eines Schreibens des Kaisers vom 6. Mai aus seinemEeldlagcr zu Wittenberg, die wahrscheinlich eine Abschrift des an Mühlhauscn gerichteten Briefes ist; die°pie g,M wider die Adresse nicht. Der Kaiser sagt: Aus verschiedenen und wichtigen Ursache», namentlichK>r Pflanzung eines ewige» Friedens und Rechts im heiligen Reiche deutscher Nation, und damit jeder Rcichs-I and wisse, wessen er sich zu dem andern zu versehen habe, habe der Kaiser die Errichtung einercinheiligcn"^nchbarlichen Verständnis; und Bündnis; für nothwendig erachtet. Alle Kurfürsten, Fürsten und Stände des^chs Zeige» hicfür guten Willen und seien auf den 25. des verflossenen März zu einer diesfälligen Ver-Wniinlnng »ach der Reichsstadt Ulm eingeladen worden. In Betracht aber, daß sie nichts desto weniger zuw che» Tagleistungen mitunter schwer zu vermögen seien, auch nicht immer frühzeitig eintreffen, habe man die'"lladnng anüch" und andere Städte, damit dieselben nicht nnnöthig Zeit und Geld verlieren müssen, bis""f diese Zeit verschoben. Da nun aber laut Vernehmen die Stände willig und zum Theil schon eingetroffensa begehre der Kaiser, daß die von Mühlhansen (ir") mit Beförderung ihre bevollmächtigten GesandtenK' dem benannten Tage abordnen, damit das, was der Kaiser durch seine Commissaricn in Betreff desMannten Bündnisses anbringen lasse, berathcn und ohne Hintcrsichbringen beschlossen werden möge.

LandcSarchiv Schivyz: Abschiede, verlegt zum Abschied vom IS. April (Solothnrn). K. A. Schasshausen: Correspondcnzen. anSdrülMchals Copie des an Miihlhausen gerichtete» Schreibens bezeichnet. Mit dem Datum Salvelden de» 27. Juni (Copie oder Wieder-holung des Schreibens vom 6. Mai) im K. A. Basel: Abschiede 16474S, nach dem Abschied vom 26. Juni l647.

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