Juni 1547. 829
iudeß, wie der Graf von Hanau die von Basel und Mühlhansen nach Schlettstadr geladen, und der"Pr selbst die letzteren ans den Bundestag nach Ulm citirt habe, was man nicht wenig bedaure, weil dieBasel und Mnhlhansen mit uns verbündet und bisher zum Besuch solcher ausländischer Tagsatznngcngenöthigt worden seien; man wolle ihn daher ernstlich bitten, denselben den Besuch solcher Reichs- undundestage zu erlassen ?c., und ersuche ihn um gnädige Antwort bei dem deßhalb gesandten Boten. K». GlarnsM durch Ammaim Bussi vorbringeu, Hans Altmanu sei^ voriges Jahr zum Neichsheer gezogen und iil Ulm^»ptiniuw geworden; dafür habe seine Obrigkeit ihn bestraft; nun vernehme er, daß er in den gemeinen^ogteien gefangen und nochmals bestraft werden sollte, und bitte, ihn bei der bereits erkannten Strafe zutiriiien. Da es von Alters her Brauch gewesen, daß es bei der Strafe, die ein Ort von sich aus ver-""ist, geblieben, so begehre Glarns, daß mau keine Neuerung mit ihm anfange und den Hans Altmann^ und sich^. ^r Eidgenossenschaft wandeln lasse, weil er doch niemand aufgewiegelt noch weggeführt,krn erst in Ulm Hauptmann geworden sei. Dagegen wird von einzelnen Orten behauptet, sie seien befugt,öu strafen, wenn er Angehörige anderer Orte oder gemeiner Vogteien angenommen habe. Heimzubringen.. Das oberwähnte Schreiben an den Kaiser hat man den Gesandten von Notweil eröffnet und sie angc-b, ob sie auch darin genannt sein wollen. Darauf erwiedern sie, ihre Herren haben bisher die Reichs- undcv " kstage besucht, ihre Hülfe und die Anlage zu den Kriegen gegen die Türken und dem picardischenden ^ geleistet, auch ihre Botschaft auf dem Bundestag in Ulm gehabt; würde nun die Stadt Notweil inl Schneiben genannt, so möchten der Kaiser und seine Commissarien glauben, sie hätte die Nathschläge ver-im und das erwähnte Schreiben allsgewirkt, ivas ihr zu großem Schaden gereichen könnte. Sie bitte^"^lkh um Rath, wie sie sich ferner verhalten solle, wenn sie weiter ersticht würde. Nach reiflicher'^tthnng wird für zweckmäßig erachtet, daß Notweil die Sache so lange wie möglich verziehe, damit mansicher cms des Kaisers Antwort ersehen könne, was man von ihm zu gewärtigen habe; würde es aber''llgt, eine Botschaft zu schicken, so müßten die Boten in Erfahrung bringen, ob der vom Kaiser betriebene> der Neichsstände dem Vündniß mit den Eidgenossen nicht zuwider wäre, und in diesem Falle das>hre>^ und vorbehalten; sie könnten aber, wenn sie das besser finden, bei ihrer Ankunft in Ulm
ball' kaiserlichen Commissarien vorlegen. Heimzubringen, i. Da der Schaffner zu Feld-
Andreas Egli, dem Kloster gar übel hanshält und mehr für seineil Vortheil sorgt, auch nicht weit vom^ er ein Wirthshans hat w,, so wird er entlasseil und Rudolf Mad von Glarns zum Schaffner erwählt;"ber dem Landvogt für 2000 Gulden Bürgschaft leisten. Der Landvogt im Thurgan bemerkt' seiner Rechnung, er habe den eidgenössischen Boten bei der Abnahme der Klosterrechnnngen auf ihrenNell ^ ^ 6^^"/ 'vas vorher nie Brauch gewesen; zudem laufen den Klöstern mit diesen
, so bedeutende Kostrn auf, daß einzelne mit 50 Gl. kaum davon kommen, die man wohl ersparen
dinck^ ' ^ Cimlich mit nächstem Martini der Umgang sich vollende, so tonnte man später die Rechnungenbeil Landvogt und Landschreiber abnehmen lassen. Der Spall zwischen den sechs Orten und Lncernkii chler March in den Freien Aenitern ist nun gütlich vertragen, der (streitige) Marchstein durch dieh.^^"kleii gesetzt und der Marchbrief allsgefertigt; es waltet nun aber noch ein Anstand, wer diesen zusoll " Einen halteil nämlich dafür, daß die Boteil, die den Stein gesetzt, den Brief besiegeln
die Andern, daß Lncern, als die eine Partei, und Zug als das Ort, das den Vogt in den Aemternlabt", ihr Siegel zu geben haben. Heimzubringen. ». Da man nicht weiß, wann der an den Kaiserbkß'rtigte Bote heimkommen wird, und sonst keine dringenden Geschäfte vorliegeil, die Umstände aber