Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
825
Einzelbild herunterladen
 

Juni 1547.

825

^'Animann, Glarus. Dionysius Bussi, Landannnann. Basel. Onofrins Holzach, des Raths. Frei-»rg. Ulnch Nix, des Raths. Solothurn. Konrad Graf, des Raths. Schaffhausen. Hans Stierli,^ Raths. Appenzell. Sebastian Törig, des Raths. E. A. A., I. 93.

Der kaiserliche Gesandte übergiebt sein Creditiv und legt einen schriftlichen Vortrag ein, der in den'schied Mt. Es ,mrd ihm sein Anbringen einstweilen verdankt, mit der Zusicherung, daß man die Erb-e»wng treulich beobachten wolle, in der festen Hoffnung, er werde seinerseits verschaffen, daß dieselbe auch"» den Eidgenossen gehalten werde. ?». Anwälte des Abts von St. Gallen führen vor den IV Orten Be-iwerde, (1.) daß die von Norschach diejenigen nicht bestrafen, welche sich gegen das (auf Bewilligung der''Rrywrte erlassene) Mandat verfehlen, daß au Sonutagcu und hochzeitlichen Festtagen jedermann zur Kirche.^'» solle und niemand sich auf der Gasse dürfe sehen lassen; einige als Fehlbare rechtlich Beklagte seien"g"r mit Urthcil ledig erkannt. (2.) Betreffend den Handel, der mit dein Vogtdes Tobels" bei dem Zoll-^ und der Brücke vorgefallen; da seien sie nicht zugelaufen, um retten und scheiden zu helfen, gemäßÖffnung und der Landessatzung; die Boten der IV Orte wissen darum. (3.)Zum andern" habe»er von Norschach gegen das Mandat 21 Gulden ausgeliehen und dafür nach einem halben Jahre 1 GuldenUnd' ^ ^ dafür beklagt, aber lcdig erkannt worden, und als der Vogt über das Urtheil Brief

^' Siegel begehrt, haben ihm die Rorschacher vcrdentet, sie würden ihm die Briefe nicht mehr geben, wenn'"cht bereits geschehen wäre; wiewohl sie im Branche haben, die llrthcile, von welchen appcllirt werde,"gelt zu erlassen,hätte" (habe) doch solches dem Vogte nicht zu Theil werden mögen zc. (4.) Sic^» auch den Zehnten von Weinreben, die auf den Bäumen wachsen, nicht geben, was vielen nachtheilig^''e,us der ursach, daß mancher den zechenden schuldig zu den baumräben ziccheu und verrechnen wollte."das ^"^te bitten dringend, dem Abt berathen und beholfen zu sein. Heimzubringen, v. Ein Ausländer, derSchloß und die Herrschaft Steincgg im Thurgau zu kaufen wünschte, hat um Bewilligung des Kaufesschalten; weil man aber in diesen Zeiten nicht viele fremde Gäste ins Land ziehen darf, so hat man ihn mit"^'ten abgewiesen. Dabei wird angezogen, daß der Marschalk des Herzogs von Würtembcrg das Schloßgekaust, und daß noch Andere ins Thurgau ziehen, die den Eidgenossen nie geschworen haben, in der' tchnst wohnen, wenn es ihnen beliebt, und wieder fortgehen, wenn es ihnen nicht mehr gelegen sei. Heim-"lgen, ob mau sie nicht wie andere Landsäßen schwören heißen wolle. «I. Diezweifach" erscheinende fran-se ^ Gesandtschaft legt nach Ueberreichung der Creditive ihren Vortrag schriftlich ein. Ebenso geben die Ge-... ''» von Bern Abschriften von den ihnen zugekommenen Warnungen. Heimzubringen. «. Von den framst )en Gesandten hat man Antwort verlangt auf den Abschied von Solothurn, der Ansprecher halb.Er"de»'^ Betreff der Amtleute in Piemont: Dieselben haben ihm am letzten Donnerstag, den 30. Juni,sin^^^ den sie mit Morclet gemacht, vorgewiesen; er werde ihn dem König zuschicken und hoffe, daß dieser'Miedige. Die Amtleute wollen sich aber damit nicht begnügen und meinen, der Vertrag gelte nichts mehr,wird' ^ Tagsatznng nicht bezahlt werde»; bitten daher, ihnen zu förderlichem Recht zu verHelsen. Das

^ dem Gesandten angezeigt. Er crwiedert: wenn sie bis Ende Heumonats nicht bezahlt seien, so mögen sie ihre^ ausführen und zu diesem BeHufe vor ihm zu Solothurn erscheinen wobei sie es bleiben»oy'd ^ ausstehenden Soldes halb für die zehn Tage vom letzten Picardier-Zug besitze der König Quittungenha> ^ ^""ptleuten für die vier Monate und zwanzig Tage, sowie für den Dienst und den Hcimzug über-»ill!^ ^ gänzlich bezahlt seien; er hoffe dabei zu bleiben. Die Hanptleute wollen aber solche Quittungen"»erkennen und begehren, daß man die Generalguittanzen wie die besondern von jedem Hauptmann

104