Februar 1547.
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Hörigkeiten darüber ratheu zu lassen. I». Die Gesandten van Bern tragen vor, es sei bereits jedem Ortöenügend angezeigt worden, warum man diesen Tag ausgeschrieben habe. Dabei sei weiterer Bericht ver-sprochen, was diese Meinung habe: Die Herren haben von achtbaren Ehrenpersonen an des .Kaisers Hof undandern Orten in deutscheu und wälscheu Landen erfahren, was die schriftlich eingelegten und jedem Boten»bergebenen Kundschaften sagen. Diese werden gelesen. Daraus ersehe man klar genug, daß der Kaiser wiesune Boreltern gesonnen sei, die Eidgenossenschast ihm unterthänig zu machen, indem er geschworen habe,ÄÜes wieder zu erobern, was dem Haus Oesterreich zugehört habe, und wenn er den Aermel erwischte,w würde er ohne Zweifel auch dcu Nock dazu haben mosten. Die Eidgenossenschaft sei ursprünglich dar-aus entstanden, daß die tyrannischen Landvögte, die gegen biderbe Leute große Gewalt gebraucht, vertriebenworden; dadurch sei man mit Gottes Hülfe ein freies Volk geworden, was den Fürsten gar unleidlichAlvesen; daher habeil sie mehrmals, wie zu Sempach, Dörnach :c., Leib und Gut darau gesetzt (es wiederZu unterdrücken); (es sei bekannt), ivie der Herzog Karl von Burgund, des jetzigen Kaisers Ahnherr, sich wideröw Eidgenossen gesetzt und viele Schlachten, als zu Grandsou, Murten, Hericourt (Ellicurt) w. gethan, undWare er nicht durch Gottes Schickung erschlageil worden, so Hütte er der Eidgenossenschaft nie mehr „abgesetzt".Zudem seien dem Kaiser vor einigen Jahren im Piemont viel Adel und einige tausend Knechte erschlagenworden, und wäreil im letzten Kriege die Eidgenossen dem König von Frankreich nicht zu Hülse gezogen, soöutte ihn der Kaiser mit Gewalt aus seinem Lande vertrieben; auch wisse man noch wohl, wie er in den»'öteu Jahren von einigen Städten und Prälaten Stellern gefordert und gedroht habe, sie einzuziehen; das Alleshabe derselbe nicht vergessen. Er begehre ohne Zweifel der ganzen deutschen Nation Herr zu werden und!chreibe das Wörtchen plu» ultra („das ist: noch ivyter") nicht vergebens. Wiewohl er uns viel gute glatteWorte gebe, so sei doch denen nicht zu trauen. Denn nachdem er in den letzten Jahren das Reich zur Hülse»Mn den König von Frankreich bewogen, es jetzt aber mit List unter sich gebracht, sei wohl zu gewärtigen,öchs dasselbe, wenn der Kaiser die Eidgenossenschaft angriffe, nicht bloß durch die Finger sehen, sondern nochh'lbst darein schlageil würde. Da müsse man gründlich berathschlagen, wie man sich dagegen rüsten undZischen wolle. Bern thue diesen Anzug in treuer eidgenössischer Meinung, damit wir uns nicht trennen,Ludern einig bleiben wie die frommen Altvordern, — Astes mit vieleil andern freundlichen Worten. Zürich'Wöffuct, es habe sich gerüstet, nm auf Astes gefaßt zu sein, lind besitze Vollmacht, zu beschließen, was der Eid-»^wssenschaft zu Nutzen und Ehren gereiche. Die meisteil übrigen Orte erklären ihren Auftrag, anzuhören,was Bern ferner vorbringen werde, gemäß dessen eigener Zuschrift, und wollen es heimbringen; dabei wirds^öer bemerkt, man sollte nicht Astes glaube», was von Landsknechten lind Andern, denen „nützit bevolchen, die auch nichts „davon" wissen, geredet werde. Darauf lasseil die Boten von Zürich und Basel sichweiter vernehmen, ihre Herren haben von ehrenwerthen Personen und Gönnern Warnungen erhalten, daß'schlüge gegeil die Eidgenossenschaft gemacht seien, weßhalb sie ratheil, daß ivir uns weder durch gute^wrte, »och durch Geld, durch den Glauben oder andere Dinge trennen lassen, sondern treulich zusammen-»llle»; dann werden wir mit Hülfe Gottes bei unsere»! Regiment und altem Wesen bleiben. Da »lau aufWüllen Tagen gegenseitig versprochen, Bünde und Landfrieden redlich zu halten, so sollte man einander nicht'^f das hindcrist ersuchen", sondern einander wohl vertrauen. Das soll man in Treuen heimbringen, um diezu berathen lind auf dem nächsteil Tage weiter darin zu handeln, ii. Lucern verlangt Autwort übereingelegten Freiheitsbrief des Zolls und Geleits halb. Es wird jedoch die früher gegebene AntwortMitigt, ,»eil der Brief auf Widerruf gegeben :e. (Wiederholung.) Lucern soll daher seinen Angehörigen