Februar 1547,
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Konstanz 1547, 1l. Februar.
Stadtarchiv Constanz! Urkunden zur Geschichte der Kirchcnresormation, Vd, SS, S, Stil,
Eine Botschaft von Zürich, Meister Jörg Müller, begehrt vor die Heimlichen zu Constanz und trägt^selbst vor: Die Geheimen zn Zürich haben das Schreiben der Geheimen von Constanz nebst den Briefen^ Bern und Basel empfangen und letztere sofort abgehen lassen. Die von Bern hätten dam: dem Boten«neu Gulden geschenkt aber teilte Antwort gegeben, auch bis jetzt nicht, und sei unbekannt, ob sie allfällig^'Ue solche Constanz („här") geschickt haben. Die von Basel aber hätten denen von Zürich geschriebenu»d auch ein Schreiben an die Geheimen von Constanz beigelegt, das der Gesandte hier mittheilen wolle,^me Herren haben die Sache bcrathschlagt und möchten der Stadt Constanz gerne rathen und helfen, daßbe bei ihrem alten Herkommen bleiben könnte; Einige hätten für gut gefunden, gemeine Eidgenossen wiederZu berufen; andere aber seien der Meinung gewesen, man sollte den Handel von Ort zu Ort schreiben, bevor'uan zusammenkomme; noch andere haben gerathen, Zürich sollte von Ort zu Ort eine Botschaft schicken, dieDrte diesfalls zu unterrichten. Während diesen Berathschlagungen habe man vernommen, der Rath zu Constanzsiehe in Verhandlung mit dem Kaiser, weszhalb man nicht wisse, ob dem Rath gedient wäre, wenn in dieser^er jeuer Art etwas vorgenommen würde, westhalb der Gesandte abgeordnet worden sei, zu vernehmen, wasAusfalls ihm gefällig sei. Dabei bitte aber der Rath zu Zürich, dast wenn immer die Stadt Constanz sichu>it dem Kaiser vertragen würde, sie kein (Kriegs-) Volk in die Stadt aufnehmen möchte; die Leute derer"uu Zürich und anderer Eidgenossen haben (tätigen Verkehr („Wandel") mit Constanz; würden diesen vonsolchem Volke Beleidigungen mit Worten oder sonst wiederfahren, so möge man deren Folgen bedenken.Daneben versichert der Abgeordnete den guten Willen seiner Herren, Rath und Vorschub zu ertheileu undu alte Nachbarschaft zu behalten. Der geheime Rath zu Constanz lästt durch Konrad Zwick und Z(unft-»leister«) Peter Labhart (?) antworten: 1. Man verdanke das freundliche Erbieten. 2. Von Bern sei wedersuun Rath noch den Geheimen eine Antwort zugekommen; man glaube aber, das sei nicht eine Folge üblenMillens, sondern wegen Ucberfülle anderer Geschäfte. 3. Die Antwort von Basel habe man verleseil lassen;^ Rath habe sich stets zu ihnen verseheil und thue das noch. 4. In Betreff der Unterhandlung des Nathes»nt dem Kaiser habe es die Bewandtnis;: Als der Rath durch die von Ulm, auch Johann Bemgers (?) zu einer^orstäudigung ermahnt worden sei, habe er eine Botschaft nach Ulm geschickt, zu vernehmen, unter welchenVodingungen man Frieden schlichen könnte. Hierauf habe Bemgers (?) einen unmastgeblichen Brief geschickt, wie^ssen die von Zürich früher vom Rath berichtet worden seieil. Nach diesem sei der Rath von verschiedenen^nten, von Leuten hohen und Niedern Standes angegangen worden, sich dem Kaiser zu ergeben, damit nicht^urch Verzug der Stadt um so mehr Ungnade bereitet werde. Indessen habe inail. diesfalls noch niemand zumKaiser abgeordnet; dagegen aber auch denjenigen, die solche Näthe ertheiltcn, keinen Abschlag oder trotzige Antwort^'cheilt, sondern ihnen Dank gesagt. 5. Man bitte die von Zürich, der Stadt Constanz stets zum Besten znreden, g. diesem Krieg habe sich Constanz gegeil jedermann, namentlich gegeil die Nachbarn, freundlich,^chbarlich und unbeschwerlich benommen und sei dieses Willens noch. 7. Man beabsichtige nicht, dem Kaiserwiderwärtig zn sein, sondern ihm Gehorsam und männiglichen Dienst zu erweisen, westhalb man von ihm auchiri»c Ungnade erwarte. 8. Von Hans Jacob von Landau habe man ein Schreiben erhalten, in welchem das vom