Januar 1547.
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Zu n. 1546, 27. December, Heilbronn. Der Kaiser an gemeine Eidgenossen. Er habe vernommen, daßsich einige von ihnen bereden ließen, er gedenke im Fürstenthum Würtemberg, im Elsaß und Sundgau dasWinterlager aufzuschlagen und besonders durch das fremde Kriegsvolk die Eidgenossen beunruhigen und beschädigenKr lassen, weßwegen etliche schon entschlossen seien, für ihre Sicherheit durch Rüstungen zu sorgen, um den allfälligAngegriffenen Hülfe bringen zu können. Nun stelle er in keinen Zweifel, daß die Eidgenossen aus seinen vorigenZuschriften genugsam ersehen haben, gegen wen und aus welchen Ursachen er diesen Krieg begonnen habe,und dnß sie daraus wohl spüren können, daß sie von ihm „je billig" nichts Ungutes zu besorgen, sondernvielmehr alle gnädige Förderung zu erwarten haben, wie er solches den vier Städten noch zu Eingang diesesMonats zugesichert habe. Darum versehe er sich ganz bestimmt, daß sie seinen wahrhaften Berichten undBewerbungen mehr Glauben schenken, als den Verläumdungen seiner Widersacher, die nichts Anderes bezwecken,"Ks in der Eidgenossenschaft Unruhe zu erregen. Wenn er auch den Herzog von Würtemberg und seine schmal-kaldischcn Bundesverwandten für ihren Ungehorsam und Aufruhr, wcnu sie nicht freiwillig sich unterwerfen,"ut Krieg überziehe, so erwarte er, daß dieses den Eidgenossen nicht zuwider sei, da es sie nicht belange undstir sie daraus in keiner Weise Schaden und Nachtheil erfolge. Sie brauchen sich also mit Rüstungen keineKosten aufzuladen, denn was er bisher vielfach zugesagt, werde er treulich zu halten wissen ec.
St. A. Lucevn: Allgem. Abschiede i, k. 188. — St. A. Zürich.- A. Kaiser; auch beim Schwyzer Abschied, auch im L. A. Obwaldeu. —K. A. Freiburg, »ach den Abschieden von 1546. — Auch beim Solothurner und Schaffhauser Abschied.
Beim Berner Abschiede liegen wirklich zwei gleichlautende Copien des kaiserlichen Schreibens, nur datirtkuies ans den 17., das andere auf den 27. December 1546. Unmittelbar dabei befindet sich eine Missive desLandvogts von Baden an Bern vom 29. Januar 1547, in welcher er meldet, daß ihm gestern Abends durch einen^gmen Boten ein Schreiben des Kaisers an die XIII Orte zugekommen sei, welches er abschriftlich hier mit-theile. Es geht das wohl auf eine kaiserliche Missive vom 18. Januar, die die Lucerncr Sammlung zumAbschied vom 28. Februar cinthcilt. Der benannte Brief des Landvogts läßt im Verfolg den Tag vomJanuar als vollendet erscheinen, so daß erst am 28. Januar eingckommene Schreiben daselbst nicht mehrtKten behandelt werden können.
Zu v, i», Unterm 14. Januar melden die VIII Orte die betreffenden Beschlüsse dem LandvogtRhcinthal zu seinem Verhalt. Der „Kaufmann", der das Geschütz ins Rheinthnl gebracht hat, heißl hierBnrtholomä Schamp. Von den aufgesetzten Reisstrafcn wird dem Landvogt eine Copie übermittelt.
Stiftsarchiv St. Galleu: Aheiuthaler Origiual-Abschiede, l'. 116.
Zu v. Der angerufene Freibrief datirt vom 31. October (Samstag vor Allerheiligen) 1405.
Copie beim Zürcher und Bcruer Abschied vom 7. December 1546.
Zu g-. Ueber diesen Artikel fanden auch besondere Verhandlunge» der evangelischen Städte statt, wieAgende Missive der Gesandten von Zürich vom 12. Januar an ihre Obern ausweist: Heute haben sie die^onstanzerangelegenheit mit Fleiß und Ernst vorgetragen! obwohl sie vorher gemäß ihres Befehls mit dendrei Orten geredet, haben doch sie, die Zürcher Gesandten, den Anfang machen müssen, u. s. w. Das Schreibenderer von Zürich in Betreff des ulmischen Friedens haben sie den drei Orte» abzuschreiben bewilligt; der Boterem Basel habe ein gleichförmiges Schreiben erhalten, u. s. w. St. A. Zürich: A, Tagsaxmng.
Zu Ic. Der Inhalt des Schreibens von Hieronymus Frank vom 6. Januar ist aus den den benützte»Abschiede» (mit Ausnahme des Schaffhauscrs) beiliegenden Copien hier auszüglich in de» Text aufgenommen.
Zu in. Diesen Artikel übersendet der Landvogt zu Baden mit der in der Note zu n angezeigten Missiveu> besonderer Ausfertigung an Bern, weil derselbe wegen überhäuftcr Geschäfte vom Landschreiber nicht mit demAbschied gefertigt werden mochte.