744
Decencher 1546.
göttlichen Wort gedrängt werde» soll. Da indessen die Städte auch mit Rücksicht ans das Verhältnis! ^übrigen Orte Bedenken tragen, so wolle man die Sache hiebci bewendet sein lassen, verdanke den gute» Wille»und die Zuneigung zu der Sache der Briefsteller und hoffe, sie werden die Wohlfahrt und Erhaltung de»deutschen Nation im Auge behalten und insbesondere keinem Feind den Durchpaß gestatten und so viel möglichauch die übrigen Orte hiezu bestimmen zc. «.«.schaMus-n: Korrespondenz-»-
7. November. Thommaun. Adresse fehlt. Wegen Krankheit habe er das Lager verlassen und cd"Herbcrg bezogen. Dahin habe ihm der von Hallwyl das ans der Kanzlei erhaltene Schreiben derer »»"Zürich und die Antwort der Evangelischen an die Schinalkalder überbracht. Letztere habe dann der V»Hallwill dem Landgrafen und dein Kurfürsten zugestellt! crstcrer habe sich nicht übel befriedigt erzeigt, letzteraber habe die Antwort i» von Hallwyls Gegenwart nicht gelesen. Der von Hallwyl erweise ihm, Th»»»mann, viele Treue.
1t). November. Wie oben; an die Heimlichen. Heute sei er in das Lager geritten, habe aber nichts»»»Belang erfahren. Bescheinigung des Empfangs eines Briefes seiner Obern vom 2. November und eines Schreibtvon Heinrich Bullinger. Versicherung, mit gutem Willen auszuhallen, so lange seine Herren es verlangt
11. November. Wie oben. Als der Gesandte heute zu dem von Hallwyl in die Herbcrg gegangen f»»'habe dieser ihm mitgcthcilt, der Landgraf habe gesagt, „wir" wollen alle evangelisch sein, aber nichts d»Z"thun; er, der Landgraf, gönne denen von Bern alles Gute, und wenn sie bedrängt würden, würde er f»'nicht verlassen, sondern ihnen mit Allem bcholfcn sein, obwohl sie ihm jetzt weder Hülfe noch Rath beweise»'Vo» Hallwyl habe ferner gesagt, er wisse Wohl, wenn seine Obern wegen des Savoycr Landes angcgnltz»würden, würden die Eidgenossen zusehen, womit denen von Bern aber nicht geholfen wäre. Gerüchte.
12. November. Bern an Hartmann von Hallwyl. Einen Brief des Kryli von Ins und, wie >»»"glaube, alle des von Hallwyl habe man erhalten, hege aber über das richtige Anlangen des Briefes »»"Bern vom 1. November Zweifel. Da der Kaiser sich zum Abzug genöthigt fand und die Schinalkalder n»»außer Sorgen stehen, so möge der Gesandte von den Fürsten Urlaub verlangen und ihnen anzeigen, »»""sei laut früherer Mittheilung ihnen Dienst und Fürderung zu erweisen stets crbötig, und dann Heimkehr»»'Mit seinen Diensten sei man zufrieden. Wenn er aber vorziehe, zu bleiben bis ans Ende, so erweise erhiemit denen von Bern ein Gefallen. Geld möge er entlehnen; man werde dasselbe erstatten.
St. Sl. Bern- Deutsch Missiveubuch 2, S. 364.
12. November. Thommann. Adresse fehlt. Da einiges Volk dem Kaiser cntgcgengezogen sei, so sc> ^Gesandte ins Lager geritten, habe aber wegen Lcibsblödigkeit den Erfolg nicht erwarten mögen. Gerüchte.Botschaften der Städte und die Kriegsräthe seien stets beisammen. Der von Hallwyl warte, ob er erfahre, was sübeschließen, sonst wäre er verritten.
13. November. Wie oben. Kriegsberichte.
14. November. Wie oben.
15. November. Wie oben; an die Geheimen.
16. November. Wie oben. Der von Hallwyl sei heute heimgcrittcn.
17. November. Bern an Zürich. Hartmann von Hallwyl habe inliegende Briefe an die von Zürich »»"Meister Heinrich Bullinger der Straßbnrgcr Botschaft als der zuverlässiger», diese dein in Basel liegenden fr»"'zösischc» Voten und derselbe denen von Bern übersendet. Daneben berichte der von Hallwyl, er habe denen »»"Zürich geschrieben, sie möchten denen von Bern eine Abschrift des Absagebriefs vom Herzog Moritz von Sachse"übersenden; da er aber die Briefe nicht über Ulm, sondern, wie oben bemerkt worden, durch die Bolen von Straßb »rSgehen ließ, so folge nun hier die genannte Abschrift samnit den andern Briefen (über Bern).
5,, , , .... „ St. A. Bern: Dcutsch Missiveubuch 2, S. S7t>-
17. November. Thommann; ohne Adresse. Kriegsberichte.
18. November. Wie oben.