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genau unterrichtet sei, habe man für gut erachtet, den Genannten abzufertigen, um gemäß seiner JnstruetianErkundigungen einzuziehen. Man bitte, ihm günstiges Gehör zu geben, seinen Eröffnungen als den eigenenberer von Bern Glauben zu schenken und das, was diesen zu wissen »öthig ist, mitzutheiken.
St. A. Bern: Deutsch Missivenbuch 2, S. IZ2.
13. Juli. Hartmann von Hallwyl erhält folgende Instruction von Schultheiß und Rath zu Bern anhie Fürsten von Sachsen, Würtemberg, Hessen und die Kriegsräthe des schmalkaldischen Bundes. 1. E>bietungfreundlichen Grußes. Was man Liebes und Gutes ihnen leisten könne, dazu sei man willig. ck. Der Ge-sandte soll vermelden, der gegenwärtige Krieg sei denen von Bern in Treuen leid; hätten sie ihn verhindernkönnen oder würde ihnen dieses noch möglich sein, so hätten sie es gerne gcthan oder würden es noch lhun.»- Da mancherlei Reden und Gerüchte gehen, so sei der Gesandte in bester Meinung abgeordnet worden zuvernehmen, um was es sich handle und was die Ursache des Krieges sei, und das, was er vernehme und wassich fortwährend ereigne, eilfertig seinen Obern zu berichten. 4. Damit der Gesandte diesen, Auftrage nach-kommen könne, soll er. so lang ihm »öthig scheine, ausbleiben und sich von einem Ort au de» andern begeben.Zu seiner Beglaubigung diene diese Instruction. S.. Bern. Jnstr..eti°nsbuch r>. e.
28."Juli, Stuttgart. Hartman» von Hallwyl an Bern. Gestern habe er das für den Herzog Ulrichvon Würtemberg bestimmte Schreiben zu Stuttgart übergeben, „und vor den räthen mündliche Handlung lut"nner instruction (getan), dann der fürst unvermögenheit sincs libs fürgcwcndt, darnmb er mir ml selbstoudienz geben"- sonst aber sei der Gesandte mit Rücksicht auf die von Bern von den Räthen ehrlich undwohl gehalten und auf heute ihn. die abschristlich beigelegte Antwort erthcilt worden. (Militärische Nachricht.)Wie seine Sendung hier angesehen Werde, wisse er noch nicht: mündlich habe» die Räthc ihn. angezeigt, siehätten gestern „mine Handlung, so ich fürbracht", »ebst den. an den Herzog gerichteten Schreiben auf derPost den im Feld befindlichen Fürsten und den Kricgsräthcn zugeschickt, „von wcllichen, so ich zu inenkonnncn werde, wohl empfangen". In dieser Stunde müsse er mit gemeinem Hofgesinde verre.se», wozu ervon den Räthen aufgefordert worden sei, wenn er nicht mit großen Sorgen und Gefahren („unstäten") reise»wolle. (Kriegsberichte.)
Et. A. Bern- Handschristiich- Chronik von St-ttl-r -Nov.. I>. k. »°S. Dieses Mauuscript «ilt als Quelle siir alle hi-r angesiihrte»Bericht- von Hallwhl (die meist-» d-rscibcn scheinen zu schiel». Originalbcnchtc finden sich Nicht vor.
28. Juli, Stuttgart. „Copie der antwort in gcschrift". Die Crcdenzschrift, geschehene Werbung undInstruction derer von Bern sei dem Herzog von Würtemberg der Länge nach berichtet worden. Borab ver-dnnke er das christliche und freundliche Mitleiden und die Theilnahine („fridlichcs erpicten") in Betreff desobschwebende Krieges, und sei hinwider zu gutem Wille» geneigt. Was die „Werbung" anbelange, habendie Räthe und Botschafter der gemeinen christlichen Bercinung. die zeitweilig bei einander versammelt Ware»,eine ansehnliche Botschaft mit einer Crcdenz und Instruction zu den jüngst zu Baden versammelt gewesenenEidgenosse» abgeordnet, welche Instruction hier abschriftlich mitgctheilt werde und aus welcher Anfang undUrsachen dieses Krieges z» entnehmen seien. Da es sich hiebei um „unsere" heilige Religion und d.e Llbertatgemeiner deutscher Nation handle, so hoffe der Fürst, es werden sich die von Bern »n Falle der Noch alsgutherzige Christen bewähren. Wenn man mit der Angelegenheit auch die Kurfürsten und hülsten von wachsenund Hesse», als die obersten Hauptleute der Vereinling, betraut mache, wie denn die Instruction des Ge-stüten neben Andern auch an diese gerichtet sei. so werde der Gesandte fernem Bericht und freundlichenBoscheid erhalten.
II. August. Bern an Constanz. Vor „etlichen Tagen" habe man Hartmann von Hallwyl »ach Deutsch-land geschickt, um über die Kricgsangclcgenhciten zu berichte». Der habe nun aus Uli» geschrieben, er begebesich in das Lager und wisse seine Briefe an Bern nicht besser zu übersenden als durch die Bolen derer vonEonstanz, die im Lager sein werden, und durch die von Constanz selbst. In gleicher Lage seien die vonBorn mit Bezug auf ihre Missiven an Hallwyl. Man ersuche daher freundlich, die von dort und daherkoniniendcn Briefe auf Koste» derer von Bern an ihren BestinunungSort zu befördern.
St. A. Bern: Deutsch Missivenbuch N, S. ?i»7.