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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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October 1546.

leistungcn bisher zu Nachrede» Anlaß gegeben haben, als ob sie sich von den übrigen Orteil sondern undandere Hülfe suchen, so haben dieses die Unruhestifter verursacht, die durch unwahrhafte Berichte Widerwillenund Zertrennnng der Eidgenossenschaft anzustiften suchen. Obschon sie nun nicht zweifeln, daß die auf denTagen gewesenen Boteil sie hinlänglich entschuldigt haben werden, so wollen sie ihnen doch zu ihrer Beruhigungdie Anzeige machen, daß die vier Städte und ihre Religionsgenossen sich versammelt haben, um auf das seitletztem Tage (?) zu Baden von Kaiser und Kurfürsten der christlichen Bcreinung eingelangte Schreiben zu antworten.Sie habe» sich nun über eine Antwort verständigt, die niemand Schaden oder Gefahr bringen werde; dennihr Bestreben sei stets, der ganzen Eidgenossenschaft Nutzen, Ehre, Freiheit und Wohlstand zu fördern. Diebisherigen Kriegsrüstungen im deutschen Reich seien jedermann bekannt gewesen; nun aber nähern sich dieselbenden Grenzen; denn zu Brcgenz liegen einige hundert Deutsche und Wälsche, und verstärken sich täglich durchwälsches Volk; zudem habe der Kaiser im Sinne, das Winterlager in das Herzogthum Würtemberg, oderiit das Sundgau und Elsaß zu verlegen, und dann zu Breisach über die Rheinbrücke durch Lothringen indie niederländischen Erblande abzuziehen; dadurch würden nun die angrenzenden Länder, die die Eidgenossenmit Wein und Korn versorgen, zu Grunde gerichtet, ja es sei zu besorgen, daß das raubgierige wälscheKriegsvolk selbst die Eidgenossen und ihre Zugewandten an den Grenzen unversehens beschädigen oder über-fallen möchte, indem am Tag liege, daß dieses Volk mit Raub und Brand schrecklich wüthe, und niemand,weder Freund noch Feind verschone. Weil nun gegenwärtig kein Tag in Aussicht stehe, so haben sie beschlossen,es soll jedes Ort für sich die Rüstungen betreiben, auf daß man gefaßt sei, wenn jemand angegriffen würde.Davon mache man nun gebührende Anzeige, damit denen kein Glaube geschenkt werde, welche sagen, dievier Städte haben etwas gegen die andern Eidgenossen im Sinn. Sollte Luccrn für nöthig halten, wegendieser oder anderer Geschäfte einen allgemeinen Tag auszuschreiben, so werde man sich dazu bereitwillig findenlassen. Es siegelt Zürich im Namen der vier Städte.

St. A. Lucern: Nneingebundene Abschiede. L. A. Obwalden: Abschiede. K. A. Freiburg: Uueingebuudene Abschiede.

Zu e. Ulm den 18. October 1546. Die Räthe und Botschaften der christlichen Vereinung an Constanz-Alls erhaltenen Bericht, wie der Feind sich stets verstärke, habe man beschlossen, ein Gleiches zu thun. WelcherZuzug diesfalls angeordnet worden sei, werde der Gesandte derer von Constanz berichtet haben. Obwohlnun der Herzog von Würtemberg und der Rath der Stadt Ulm ihren Zuzug stark in das Werk gesetzthaben, so habe mau, tun denselben noch zu vermehren, dem Kurfürsten von Sachsen und dem Fürsten vonHessen zu bedenken gegeben, wie in den Besatzungen im Oberland bei neununddreißig Fähnlein liegen, vondenen einige dem benannten Zuzug beigeordnet werden könnten. Würde das geschehen, so dürfte vielleichtder Castelalt oder andere Nachbarn des Oberlandes, wie die am Schwarzwald und Bodcnsee gegen dasselbeetwas unternehmen. Solches zu verhindern, mögen die von Constanz ihren Freunden und Nachbarn, als zuZürich, Bern, Basel, Schaffhausen, St. Gallen und anderswo dieses berichten und sie bewegen, sich dermaßenzu erzeigen, als ob sie in Rüstung begriffen wären und sich dem Zuzug anschließen wollten, und wenn dieGegner etwas Feindseliges vornehmen würden, diesen zu schreiben, es können die genannten Orte die Ver-bündeten nicht verlassen, damit jene aufgehalten würden. Man zweifle nicht, daß die genannten Orte zurFörderung des gemeinen Werkes sich willfährig werden finden lassen.

St. A. Bern: Evangelische Abschiede iV, 5.25. K.A. Basel: Abschiede 1543IL. Stadtarchiv Biel, beim Abschied.

Zu »I. Man beachte hier folgende Missive:

1546, 17. October. Zürich an den Landvogt im Thurgau. Gemäß dem letzten Schreiben werde er dieangezeigten Gefahren im Ange halten. Heute vernehme man, der Kaiser ziehe nach Ulm, wo zwischen beidenTheilen etwas Ernsthaftes vorgehen werde. Es sei nun zu besorgen, es möchte der Stadt Constanz unver-sehens eine Untreue begegnen. Das wäreuns" und den anstoßenden Landen zu großem Schaden undVerderben. Dem vorzusein könne man Constanz in der Roth nicht verlassen. Dessen wolle man den Landvogtin höchster geheimd" berichten, in der Meinung, wenn die Stadt Constanz übereilt werden sollte und aberaus dem Thurgau etwas Zulaufs haben möchte, so soll der Landvogt denselben nicht hindern, sondern dievon Zürich eilfertig berichten,dardurch der lauf inen darzwüschcn vergönnt werde"; dem landvogt werde