696
October 1546.
welche einem Urtheil gleichen, Mieth oder Gaben nehmen noch jemand bewilligen, in ihren? Namen solche zuempfangen; wer sich dagegen verfehlte, soll seines Amtes und seiner Ehren entsetzt werden; deßgleichen ein Vogt,der in seiner Vogtei eii? unverleumdetes Weibsbild an ihren Ehren schwächt. Heimzubringen, Da der Pensionenwegen viel Unruhe, Zwietracht und Widerwillen entstanden ist und noch fcrners daraus entstehen möchte, sosoll mau heimbringen, ob mau solche anzunehmen verbieten wolle. Auf den? nächsten Tag ist zu antworten,was jeden? Ort hierin gefalle. jL>. Von den? letzten Tage zu Lucern ist der Antrag in den Abschied gefallen,eine Botschaft an dei? König von Frankreich abzusenden, um mit demselben Rücksprache zu nehmen theilswegen der Religio??, theils über die alljährliche?? Aufzüge in der Bezahlung der Pensionen und die Lage derAnspreche?-. Es wird nun einstimmig beschlösse??, eine Botschaft zu schicken; weil man aber ii? der ander??Frage, wie viele Boten und voi? welchen Orten, zu sende?? seien, nicht einig ist, so wird die Sache bis aufde?? nächsten gemeinen Tag verschoben; dann sollen die V Orte die übrigen sechs in der Vereinung stehendenOrte anfragen, ob sie au einer solchen Botschaft Theil nehmen wolle?? oder nicht; nur soll der Artikel betref-fend die Religio?? dabei nicht erwähnt werden. Wenn sie auch dazu stimmen, daß von jeden? Ort eii? Botegeschickt werde, so mögen dann diejenigen voi? de?? V Orte?? und Freiburg, wenn sie an? Hofe sind, zweiauswählen, welche mit den? König allein der Religion halb unterhandeln sollen, um von ihn? genau zuerfahren, wessen sich die katholische?? Orte zu ihm versehen dürfen. Würde dagegen ermehrt, nur voi? einigenOrte?? (Gesandte) zu nehmen, so können die V Orte sammt Freiburg das Mehr auf Bote?? aus den alt-gläubigen Orte?? richte??, so daß ohne Wisse?? der „lutherischen" Orte des Glaubens wegen mit den? Königim Geheimen verhandelt werden mag. Z». Glarus hat Lucern schriftlich angezeigt, wie es Zürich geschrieben,daß es auf de?? 29. dieses Monats eine Botschaft ii? die Vogtei Sargans abordnen werde, um über denins Recht gesetzte?? Span (betreffend Theilung der eigenen Leute) Kundschaft aufzunehmen, und daß die sechsOrte, wenn ihnen daran gelegen sei, durch eigene Bote?? oder durch de?? Landvogt der Aufnahme der Ku»d-schaften beiwohnen und sie mitanhöreu mögen w. Darauf habe Zürich geantwortet, es halte dafür, daßweder Glarus noch die sechs Orte dazu die Befugnis; haben, bevor eine rechtliche Erkanntniß erfolgt sei, daßalso vorerst der bestimmte Nechtstag in Einsiedeln stattfinden müsse; würde da»?? nach Verhörung von Klageund Antwort einer Partei nach Fori?? des Rechte?? Kundschaft aufzunehmen bewilligt, so möge dies dann,wie sich gebühre, geschehen w. An Lucern hat Zürich deßhalb geschrieben: da es nicht ivisse, ob Glarushierüber ai? die V Orte gelange, oder diese einen ander?? Bescheid vereinbaren, so wünsche es, daß Lucern denvier andern Orten davon Mittheilung mache und andere Beschlüsse ihm anzeige. Lucern hat dann geant-wortet, es bleibe gänzlich bei den?, was Zürich ai? Glarus geschrieben, und habe den vier Orten Berichtgegebe??. Ist nun eii? Ort anderer Meinung, so soll es Zürich beförderlich davon in Kenntniß setze??, ii. Vogta Pro meldet, wie zwei Hauptleute aus den? Eschenthal, Balthasar und Jost (bl.), de?? Herren voi? Uri geschrieben,sie würden ans ihr Begehren den V Orte?? mit einer guten Anzahl Büchsenschützen zu Hülfe kommen; er schlägtvor, de?? Beiden in gemeinem Namen zu danken. Es wird denselben ein Dankschreiben zugeschickt. Ii..ein gewisser Bartli zu Wädenswyl geäußert, die V Orte hätte?? in beide?? Schlachten, zu Cappel und aufdein Berg, die Zürcher ermordet, dieses Bartlis Zuname aber nicht bekannt ist, so werden Schwyz nud Zugbeauftragt, sich nach dessen Aufenthalt zu erkundigen und ihn auf Betrete?? in? Namen der V Orte zu berech-tigen. I. Weil die Mehrheit der Orte jetzt für unnöthig erachtet, einen Rathschlag zu thun, Ivo man 'wFall der Roth mit den Pannern zusammenziehen wollte, so wird (wenigstens) so viel beschlösse??: es solle jedesOrt, das an der Grenze liegt, bestmöglich Kundschaft halte?? und seine Angehörigen ermahnen, gerüstet zu