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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
678
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August 1546,

312.

Aarau. 154K, 30. August.

Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd .16, k.soo. Staatsarchiv Bern: Allg.eidg. Abschiede S. 3ZZ. Kautousarchi» Dchaffhausen: Abschi^k-

Stadtarchiv Biel: Abschiede Bd. II.

Tag der Städte Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen, St. Galleu, Mühlhauseu und Biel.

Zürich. (Jtelhans) Thumyseu. Bern. Peter Jmhag, Venner; Hans Pastor, alt-Venner. St. Galle».Ambras Eigen, Seckelmeister. (Andere nicht bekannt.)

Die Nathsboten von Bern beantragen, Botschaften vor die Geineinden der übrigen eidgenössische»Orte zu schicken und den gemeinen Mann in Betreff des betrügerischen, gräulichen und tyrannischen Unter-nehmens des Papstes und Kaisers zu unterrichten, wie es sich nicht darum handle, wie sie vorgeben, einigeFürsten wegen Ungehorsams zu bestrafen, sondern um der ganzen deutschen Nation Unheil und Verderbe» zubringen und zuletzt auch die wohlhergebrachte Freiheit der Eidgenossenschaft zu vertilgen und uns Alle auszu-rotten und dagegen ihre unleidliche und muthwillige Monarchie und Tyrannei aufzurichten. Diese Meinunggefiele den übrigen Gesandten wohl, nur fürchten sie, daß man für Ausführung derselben bis zum nächste»Tag in Baden zu wenig Zeit habe; allenthalben brauche man, bevor man vor die Gemeinden treten könne,mindestens drei Tage, was langen Verzug verursache. In Folge dessen wird für gut befunden, zumal ai»letzten Tage der Handel so ernsthaft in den Abschied genommen wurde, vorerst die Antwort der Eidgenosse»abzuwarten und sich dann je nach Umständen wieder zu berathen. Den Gesandten würde namentlich auchsehr mißfallen, wenn die von Bern für sich selbst Boten hinschicken sollten; dieses würde die Meinung erzeuge»,als ob die evangelischen Städte unter sich uneinig wären, was die Gegner in ihrem Vorhaben bestärkenwürde. K». Die Boten von Bern erstatten Bericht über das, was ihr Burger, Hartmann von Hallwyt,in ihrem Namen bei den Protestirenden gehandelt hat und lesen seine Credenz und seine Commissionen vor.« . Die Boten von Basel und Mühlhausen verlangen in den Abschied zu nehmen, wie man im Sundgauund Elsaß rüste, und die Frage zu berathen, wie man einander helfen wolle, wenn sich fremdes Volk imLande lagern oder sonst einer Stadt oder einem Ort etwas begegnen sollte. «I. Die Antwort an den Kaiserzu berathen hat man auf den kommenden Tag zu Baden verschoben, um zu erwarten, was inzwischen Gottverfüge und wie die Eidgenossen ihre Antwort stellen. Doch hat man die Meinung derer von Bern in de»Abschied genommen, die dahin geht: Da die zwischen dem Kaiser und dem Papst geführten Practiken insWerk gesetzt werden und des Kaisers gnädiges Erbieten, Schreiben und Vertrösten den Vorträgen der päpstliche»Botschaft, des Papstes Schreiben und den: zwischen Papst und Kaiser errichteten Bündniß ganz widerspreche»,so wollen die von Bern überlegen, wie sie sich mit der Hülfe des Allmächtigen vor solcher Gewalt schirmen-Den protestirenden Ständen wollen die von Bern antworten: Nachdem man ihre Vorträge und Berichtegehört und als wahr befunden habe, so habe man sich entschlossen, auf ihr Verlangen und wie sie es aufletzter Tagleistung begehrt haben, um gebührlichen Soldlieb, dienst, sürschub, fürdrung, trost, rath,bystand und hilf", soweit möglich, zu gewähren, und hoffe, die Eidgenossen von den drei Orten und dieZugewandten, als Religionsgenossen, werden ihnen hierin nicht nur nicht hinderlich sein, sondern mit ihnendiese Zusage, die mit Gott ist, geben. Die von Basel schlagen dagegen folgende Antwort vor: Aus de»Vorträgen von des Kaisers Botschaft und seinem Schreiben vom 1. August habe man seinen Entschluß, dm