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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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671
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August 1546. 671

Zu halten entschlossen sei. Ferner habe man vernommen, wie einige der Ausgezogenen (us inen") sich Dro-hungen gegen Land und Leute des Königs erlauben. Obwohl man diesen Aeußernngen keinen Glauben zu-stelle, soll dennoch der Gesandte dieses den Eidgenossen anzeigen und verlangen, das; sie sich erklären, wessenum» sich ihrer zu versehen habe und allfällige Drohmorte soviel möglich abstellen, damit gute Nachbarschaftunterhalten werde. Die erfolgende Antwort soll der Gesandte schriftlich berichten.

St. A. Zürich: Abschicdeband 16, k. 302. Ebendaselbst Tsckudische Abschiedesammlnng XII, Nr. 41Z. In der Vcrner, Schwyzer,Solothurner und Appenzeller Sammlung bei diesem Abschied. K. A. Frciburg: Uneingebundcne Abschiede.

Hieher gehört wohl auch die Missive des Kaisers an die zu Baden versammelten eidgenössischen Rathsbotcn.b> d. Regcnsburg, I.August: Er habe genugsam angezeigt, was für Ursachen ihn zum Kriege gegen einige Fürstengcuöthigt haben. Nun vernehme er, wie die Schmalkaldischen, deren Mehrtheil er doch keinen Anlaß zurEmpörung gegeben, indem er ihnen zu Anfang der Kricgsrüstung durch Schriften und Gesandte gute» Berichtu»d gnädigen Willen,wyter dann uns ivol gcpürt", erboten, ihn dennoch bei den Eidgenossen verunglimpfenuud besonders in denGemeinden" den Glauben zu verbreiten suchen, das; er mit seinem spanischen unditalienischen Kricgsvolk das römische Reich mit Gewalt unterdrücken wolle und hernach auch die Eidgenossenüberziehen werde, um vornehmlich die christliche Religion und das Wort Gottes auszureuten. Weil diesesVorgeben völlig erdichtet sei, ohne Zweifel, um männiglich gegen ihn zu verbittern, und den Ungehorsam, dieRebellion und Untreue wie andere sträfliche Handlungen damit zu beschönigen, so habe er nicht unterlassensollen, die Eidgenossen an sein früher gcthanes Erbieten zu erinnern; er stelle auch in gar keinen Zweifel,daß sie solchen unwahrhaften Berichten keinen Glauben schenken, sondern in Betracht ziehen werden, wie er vonAnfang seiner Regierung bis heute gehandelt, wie er gegen die deutsche Nation sich nie anders dennals gnädigster Kaiser und so väterlich erzeigt habe, das; ihm mit der Wahrheit nicht die Absicht zugemessenwerden könne, die deutsche Nation irgendwie zu beleidigen und zu vergewaltigen, oder den Religionsstreitanders als durch ein gemeines christliches Concilium oder auf andern gebührlichen Wegen, wie es ans vielenReichstagen berathschlagt worden, zu einem Vergleich zu bringen -c. Daß er aber zu seinem dringend noth-wendigen Unternehmen gegen einige Ungehorsame fremdes Kriegsvolk brauche, geschehe nicht ohne wichtige Ursachen,besonders wegen der vielen Practiken, die im Reich getrieben werden; man sollte daher ihm nicht verdenken,baß er Truppen, die er schon öfter indes Reiches Obliegen" mit Erfolg verwendet, auch jetzt als dienlich""derschießlich" zu Nutzen ziehe. Nach alledem begehre er. das; die Eidgenossen seinen Widersachern keinenGlauben schenken zc. Aus der ziemlich lange» Zuschrift scheint ersichtlich, daß es dein Kaiser gar sehrdaran gelegen war, die Eidgenossen zu neutralisiren.

St. A. Lucer»: Abschiede 15 I, s. 09; auch in der Zürcher Sammlung I. vo, im St. A. Bern: Allg. eidg. Abschiede IM, S. ZS7,und beim Schwyzer, Solothurner, Schasshauser und Appenzeller Abschied.

In ähnlichem Sinne hielt die kaiserliche Botschaft Vorträge bei einzelnen Orten, als zum Beispiel zuMeiburg am 23. August, wo vor dem Rath daselbst Mischet, kaiserlicher Pfenningmcistcr zu Burgund, imNamen des Kaisers versichert, der jetzige Krieg gelte nur dem Herzog von Sachsen und dem Landgrafen vonHessen; die Erbeinung w. werde treulich gehalten. a. A. Frciburg: »inuMuch Nr. o».

Zu 8. 1) 1546, 5. August (Donstag Oswaldi). Die Abgetretenen an Schaffhansen. Da gütlicheNuttel zu keinem Ziele führten, so sei man entschlossen, auf nächstem Tag zu Baden die Sache an gemeineEidgenossen zu bringen. Unterzeichnet (von einer Hand) sind nur: Ulrich von Fnlach, Hans Keller, BatWilhelm und Nüger Jmthurn, Crispin und Wilhelm von Fnlach, Hans Peter, Dictegen Ring.

K. A. Schasshauscn: Korrespondenzen.

2) Die erste Missive der Eidgenossen ab diesem Tag an Schaffhausen, enthaltend den Beschluß wegenAbsendung von Boten und das Gesuch für Geleit an die Abgetretenen, datirt vom 11. August.

K. A. Schasfhauseu: Korrespondenzen.

ll) 1546, 12. August (Donnerstag nach Laurenz). Die Gesandten von Schaffhausen, Alexander Offen-burgcr und Stierli, an Schaffhausen. Am Montag ('.». August) seien Waldkirch und die ab der obern Stube"ach Baden gekommen, am Dienstag bei den Boten herumgelaufen lind am Mittwoch vor die Eidgenossen