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August 1546.
nicht aufstehen und austreten, sondern sitzen bleiben, weil dieses eine gemeine Sache ist. Wenn die Gesandtender übrigen Orte sich in diese Angelegenheit nicht einlassen wollen, so ist zu verinuthen, daß sie im Falle derRoth widersprechender Gesinnung seien, und haben in diesem Falle weitere Berathungen zu erfolgen. I. Wenndas Abmahnen (der in Krieg Gezogenen) wieder zur Sprache kommt, soll man unsere Gebräuche, Strafe»und Gebote erwähnen und bemerken, daß die Hingelaufenen die von ihnen verschuldete Strafe kennen; deß-halb erlasse man keine Abmahnung und hoffe, die Uebrigen werden gehorsam daheim bleiben, Wen»die Boten der übrigen Orte sich auf einen oder mehrere der hier enthaltenen Artikel „es were schrybeus oderanderer fachen halb" nicht einlassen, sondern die Sache zu ihrem Nutzen und Vortheil einrichten wollten,sollen unsere Gesandten Alles, was sie beschwerlich bedünkt, Hintersich bringen, damit man sich weiter berathe»kann. I. Wenn gefragt werden sollte, warum die Boten der evangelischen Orte sich znsammenverfügt haben,so ist zu antworten: da der Papst und der Kaiser viele gute Worte gegeben haben, hinter denen aber nichtssei, wie die letzten Briefe des Papstes und seines Gesandten, in welchem sie sich über den Glauben heiteraussprechen, zeigen, so sei eine diesfällige Berathnng der christlichen Neligionsverwandten höchst nöthig gewesen,damit sie bei ihrem Glauben, Land und Leuten und Freiheiten verbleiben können. Man möge beruhigt sei»,daß nichts verhandelt worden sei, was dem Landfrieden oder den Bünden zuwider wäre. Uebngens hätten die V,die VII oder mehr Orte zu Zeiten auch besondere Tagleistungen gehalten, um die sich die übrigen nicht vielbekümmert haben, i»». Da Alles dieses auf Heimbringen berathen worden ist, so sollen die Boten auf de>»nächsten Tag zu Baden beförderlich zusammenkommen, ihre Instructionen vergleichen und sich soviel möglichvereinbaren, damit man desto einhelliger sei. i». Es ist sehr zu beherzigen, daß bei dem gegenwärtige»Krieg die Stadt Constanz Hülfe oder Besatzung nöthig habeil möchte; Lage und Wohlstand der Eidgenosse»'schaft fällt hierbei sehr in Betracht, da diese Stadt ein Schlüssel zur Eidgenossenschaft ist; man hat es >>»Schwabenkrieg sehr empfunden, daß die Feiilde daselbst ihren Aufenthalt hatten. Obwohl dieses eine gemein'schaftliche Berathnng erforderte, will man doch hierüber nichts vor den andern Orten anziehen, und zwo»wegen allerlei Ursachen und Gefahren. Ganz im Geheimen aber wird auf Hintersichbringen beschlossen, »uRkönne Constanz im Fall der Roth, es sei in Betreff einer Besatzung oder sollst «licht verlasseil und soll ma»,um einen schlimmern Nachbar fernzuhalten, auf diese Stadt ein getreues Aufsehen haben.
Im Berncr, Basler, Schaffhauser und Bieler Abschied fehlt n.
Die Namen der Gesandten sind einem dem Abschied beigefügten Concepte desselben entnommen.
Zll Ii». Der Berner, Basler, Schaffhauser und Bieler Abschied nehmen den Entwurf der Antwort anden Kaiser in den Text auf. Er geht dahin: 1. Dank für das gnädige Erbieten, die Erbeinung zu halte»,lind Versicherung gleicher Gesinnung. 2. Betreffend das Vorhaben des Kaisers, einige Ungehorsame in Deutsch'land mit Gewalt zu bestrafen, das aber nicht in der Absicht geschehe, die deutsche Nation zu unterdrücke»,wolle man dem Kaiser nicht verhehlen, das; die Einungsverwandten der christlichen Religion eine Botschnstbei den Eidgenossen gehabt haben. Diese habe sich auf das höchste beklagt, wie allenthalben Rüstungengetroffen werden und alle Practik dahin gehe, Deutschland, „unser gemein Vaterland", in den Grund ZNverderben und in die äußerste Roth zu bringen, sich gegenüber der Anschnldigung des Ungehorsams veranüwortet und gebeten, keinem fremden wälschen Volk gegen Deutschland den Durchpaß zu gestatten, sonder»auf sie ein getreues Aufsehen zu haben. Den Eidgenossen sei diese Störung leid; da aber beide Theile der-selben eine andere Bedeutung zuschreiben, so wolle man die Sache Gott empfehlen. Man bitte aber den Kaiser,gnädig zu bedenken, wie schwer es für die deutsche Nation wäre, wenn sie nach kaum überstandener Theurung