April 1546.
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4) 1546, 29. April (Donstag nach Ostern). Freiburg an den Landvogt zu Lauis mit einem Begleit-schreiben an Uri. In Anbetracht der erstandene» Marter und langen Gefangenschaft möge der Landvogt denEll Bell fammt Weib und Rind mit dem Eid verweisen, die Rosten aber bis zur kommenden ^zahrrechnunganstehen lassen, wo dann wohl ein Beschluß gefaßt werde. Weil aber die Mehrzahl der Orte vor denenvon Freibnrg ihre Stimme abgebe, so werde der Landvogt die Meinung derselben wohl betrachten und sichdie mehreren Stimmen gefallen lassen und »ach Inhalt derselben handeln. F«ib.»g: Missi°°»b..ch Nr. r». r. os.
Zu 1. Beim Beschluß zu dieser Ziffer bemerkt der E-chwyzcr Abschied: „Herrammann hat harinnit bewilliget". Zu 6. Behufs Notiznahme über die Abwickelung der Angelegenheit mag folgende Missivcvorgemerkt werden:
1546, 15. Mai. Zürich an Chur. Auf dem letzten Tag zu Baden haben die Eidgenossen den fremdenRanflenten, welchen sie vor einiger Zeit verschiedene Rriegsrüstungen zu Baden niedergelegt hatten, da derRöntg von Frankreich dieselben nicht kaufen wollte, diese wieder verabfolgen lassen gemäß dem beiliegendenEbschied, weßhalb die zu Chur liegende Waare den betreffenden Kaufleuten überlassen werden möge.
^ ^ ^ St. A. Zürich: Missioenbuch 1545—47, r.gpt.
Zu III». Behufs Ergänzung (oder Kennzeichnung eines Widerspruchs?) mag folgende Missive notiil werden:
1546, 15. Mai (Samstag vor Jubilale). Zürich an Uri. Vor dem letzten Tag zu Baden habe ZürichUri gebeten, weil nun die Besatzung der Vogtci Mendris a» Uri stehe, den betreffenden Vogt zu vermögen,daß er den Oswald Wydler. Burger von Zürich, zun. Schreiber daselbst ernenne, wogegen man der Bittederer von Uri. daß Walthcr von Noll als Schreiber von Luggarus angenommen werde, ebenfalls willfahrenwolle. Nun aber habe auf de», letzten Tag zu Baden Meister Kaspar von Aa steh um d.e Schre.berstelleK. Mendris beworben. Die Boten von Zürich hätten nun hierüber berichtet, es sei damals crlennl worden,daß die von Mendris bei ihren Statuten und Freiheiten bleiben und Kraft derselben mit dem Landvogt denSchreiber wählen möge». Man vernehme nnn aber, genannter von Aa sei zu Uri und vielleicht au andernOrten erschiene», um dieselben zu bestimmen, ihn anstatt Wydlers zu Wählen, was den. erfolgten AbschiedZuwider sei. Da die von Mendris ihrerseits dem Wydler in Betracht feiner treue» Dienste die Stelle wiederzugesagt haben, in der Meinung, das werde den. neuen Vogt auch gefallen, so bitte man, de» Wydler beide». Vogt zu empfehlen, zumal auch die von Zürich die Angehörigen derer von Uri dies- und jenseits desG-birgs zu Ehrenämtern gefördert haben. ^".»-"buch .545-47, e. --2.
I». gleiche» Sinne (Mutatis Mutandis) schreibt Zürich unter demsclben Datum an Freiburg undSolothurn. id.som. r.5s.
Zu litli. 1546, 20. April. Die Boten der XII Orte zu Baden im Aargau an Peter Alois Farnese,Herzog zu Castro, Parma und Plesenz und der heiligen römischen K.rchc Confalonicr. Heute sei vor .hncu"schienen Albert von Sal und habe eröffnet, er sei gesinnt, zu dem Adressaten zu gehen und ihn um L.ccnzienfür den Ankauf einer Summe Korns in dessen Landen anzugchen und habe dcßhalb um eine Fürschriftgebeten. Man erthcilt ihm dieselbe. Es siegelt der Landvogt zu Baden. N.klaus Einfeld.
St. A2u"rn A.7°.u,au': Bri-s' -ms -insacht.n Watt, mit Rdrrssr ..ad Spur von Siegel. Ist der Brief nicht abgegangen, oder bei derRückkehr wieder abgegeben worden?
284.
St. Kalten. 1546, 29. April.
Stadtarchiv Tt. Galle»! Rathsbuch 1541-155Z, Hintere Seite vor-w S.7.
Vor dem Rathe zu St. Gallen erscheinen als Abgeordnete des Abts Diethelm der Hofmeister DietcgenHallwyl und der Canzler Leonhard Henslcr und eröffnen: 1. Der Abt habe dem Jacob Kunz ein Pferd„Fryheit" verkaust. Als der Knecht des Abts auf Begehren des Kunz das Pferd heimgeführt habe,