Juni 1545. 505
mag ouch denselben dienst verbieten lassen, nit in daS amt, bis sin gedingt zil und tag verschinen und uS ist.Zekommen.
Von beschwärung oder pnzug der linden.
Und ob jemand dem andern sine lind beschwärte, inzuge oder anspräche, das; der ansprächer um x pfund haller
gestraft werden und allen costen abtragen (soll).
Wie ein kupplcr soll gestraft werden.
Welicher ouch dem andern one sin müssen und willen sine lind, es spgen knaben oder döchteren, zu den eerenober uncercn verkuplate, dcrselbig ist zu büß verfallen x pfnnd haller. «so aber einer in sölichen. so uneerlichhandlen (handlete?), alsdann mag ein jeder unser landvögt jcdcrzyt »ach gcstalt des Handelns gegen denselben mit
straf nach siner Handlung anhalten und fürfaren.
Wie man vogtbarlich bevogten soll.
Wann vogtbar lüt in disem amt wärend, dieselbig soll man mit einen, derselben cerbarcn stünden oder einem
erkornen vogte versächcn und versorgen; dersclbig dann bp sincm geschworncn c.d schuldig und verbunden sp» soll,derselben siner vogtskindcn gütcr, das minder und das mer, mit trüwen ze verstehen und ze versorgen und dormst" bestes und wägsts ze thuu; und ze welicher zpt einer rächnung ze gäben berüft und ervordert, alsdann derselb.gdp obgenanntem sine.» gethanen eid und in trüwen um all und jed fachen, sine vogtkmd belangende, rachnung gaben"»d ganz nützit ze verhalten. So aber einer sinen linden ald stünden, diewpl er noch m laben und frischer gedachtnuß.selbcrts ein vogt crwellen und erkiesen (will), mag er wol thun; und so der erkiest vogt d.e vogtp mt annäme, soll i»isölichs bp dem eid, so er unser» landvögten getan, geboten und von im angenomme» we.de». ' .an so ou ) cm-selben vogt für sin flpß, müe und arbeit, so er darn.it hat. us der kindcn gut ein z.n.l.che belonung schöpfen
und usrichte».
Wer nit bevogtet sölle Werden.
Ob aber jemand, man oder stow, für sich selbs in stufen und verkoufen geschikt nnd togenlich sollen dieselben
oon niemand bevogtet werden. Wäre aber, daß ein ...an oder stow ir gut ..»nützlicher Verth.», und sich ein r.chter
""d geicht erkennen und für gut ansächen, daß die noturft dieselbig pcrson zu bevogten sich ervordere, demnach
mag .„>d soll man die wol allwägen mit eine», derselben nächsten stünden oder einen, eerbaren unpart.g.schen man
bevogten und verstehen.
Von gewerd.
Was gutes oder gülte» jemand nttn oder zächen loubrißen, unangesprochcn und ..»ersucht einicher rechte»,besessen, ingehebt und genossen, der soll darby belpben. geschirmt und gehandhabet werden; es Ware dann daß deransprächer in sölicher zyt in siner jugent und (anderes Exemplar besser: nicht im) land gewesen oder suast annndhein müssen gehept, denselben alsdann sölich gwerd kein schaden noch Nachteil gebären (soll). Doch so jeman ur)brief. sjgel oder gnugsainc kundschafte» erwpscn und darbringen möchte, daß er besser recht, dann d.scr darzu habe,
soll aber alsdann nach billigkeit gehandlet werde».
So gilt er von Höfen vertonst, wer zu denen vorkouf habe.
So ouch güter oder stuck von den Höfen verstuft und lautlich cr.vpsen und dargebracht möge Werden, daß dieoon den Höfen verstuft oder geteilt spend, so sollen allwägen dieselben, denen die güter oder stuck zugehörig gewäscn,den vorkouf haben, damit die güter wiederum zcsammen kommen. Doch soll ein jetlicher amtsgnössiger in allenguter.., so in dem amt verstuft werden, vor den frömden den nähern kons haben.
Welichc». sin verkauft gut zu Pfand für sin schuld pngesetzt, wie er das nachverschpnung der z .)len angryfen sölle.
Welicher eigens ald leechens am. (eigen oder lehensmann?) ligcnde güter verkauft und das verkauft ligent gut
de». Verkäufer bis zu bezalung des letzten pfeuings zu Unterpfand tzngsetzt, und sich gefücgte, daß derselb.g die
benamseten und angcdingeten zyl und tag mit bezalung nit erstatten, sümig, noch gehalten möchte, so mag der
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