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Juni 1545.
Verkäufer uf sin verkauft pfand und sin verfalnc schuld zyt und tag tringen und fallen, weliches pfand als dann scOivochcn und dryg tag stnn soll. Und so in sölichein zyt die pfand nit glöst und der verkönfer siner verfallene»schuld und bezalung nit vernügt noch zufriden gstellt wäre, alsdann so inag der Verkäufer sin pfand zu ynbring»»!!sines gelts init recht angryfe» und anlangen, so lang, bis er des ersten und letzten pfenings der usständen suinin»und schuld genzlich cntricht und bezalt ist.
Von versprächen.
So einer den andern um gut ald geld gegen einen zu verston verspricht und verhelft, alsdann soll o»chdasselbig verheißen desto» und ernst haben, und so costen darüber giengc, dcrsclbig, so versprochen, sölichen costc»abzetragen schuldig syn.
Ein jeder köufer soll uf des Verkäufers begären trostung gäben.
So jemand in einem kouf der bezalung halber übel versicheret und vertrost wurde, dann soll der köufer den Ver-käufer dermas versichern und vertrösten, daß er des sinen sicher! war (wann er) aber sölichs nit thäte, noch zethu»dvermochte, mag und soll der Verkäufer das verkauft widcrum zu sine» Händen für das sin ziechen und »cmmen.
Von beschwärung der köufen.
Es soll auch dheiner dem andern in keinen kouf weder heimlich noch offcnlich fallen, damit der, dem der kouserstlich angebracht, dardnrch nit beschwärt, sonder ungeirrt und fryg koufen lassen. Wclichcr aber sölichs übersäch^soll von unser» landvögten darum gestraft werden.
Wie ein hcimscher und frömder zu iren gütern stäg und wäg haben söllc»>
Wclichcr ouch in dem amt säßhaft güter kaufte, der soll zu sineu erkaufte» gütern stäg, wäg, us- und ynsartzwie von alter har brüchig gwäsen, haben und der vorder den hindern zu siner zyt lassen us- und ynfaren. S"aber ein frömder, der nit amtgnössig noch in dem amt säßhaft. acker oder matten kaufte, derselbig imc selbs fürsäche»-wo er zu sinen gütern stäg und wäg erkaufte, dann die vorderen nit schuldig sind, einichcn frömden durch oderüber sine güter ze faren lassen bis um sant Johannstag im sommer, dannethin dheiner den andern an sinem >vüSsine frücht, Heu, korn, Haber und anders zu siner zyt ab den gütern ze füren (mächt) irren noch hindern.
Wer um bar gelt märktet, wann er bczalen soll.
Und welicher also in disem amt um bar gelt märktet und kauft und darum weder zyl noch tag ze bezale»bestimmt noch genamset und das erkouft hierüber hinwäg gsürt wurd, der soll dem Verkäufer sin bar gelt, wie drrkous wyit, erlegen. Wo aber das nit beschäche, soll der köufer pfand geben, daß des tags der Verkäufer sin d»tgelt gelösen möge.
^n was gelts die für köufer den amtlüteu das korn ze., das sy in irein h"^
notwendig, gäben sollen.
Und ob ein hodlcr in dem amt korn, kernen, Haber oder roggen ufkouste und ein amtsmann das in sinem h»^ze beuchen notwendig, so mag derselbig zu dem hodler kcren und ime der früchteu, wie oblut, sovil er deren in sine"'huS ze beuchen notürftig, mit erlegung des baren gelts, wie sy dann der (hodler) erkouft, ervordern, die er im ouchone widerred gäben soll.
Von ungesundem vich und siner straf.
So jemand ungesund vich in das amt tryb und brächte und davon etwas Nachteils und schadens entspringe»wurde, denselbigen costen der, so sölichs prästhaft vich triben und gebracht, abzutragen schuldig: darzu unser landvög'ten straf darum erwarten, und benemt prästhaft vich angends, so es noch vorhanden, hinweg und us den, amt trybe»-
Wer sin vich dem andern i» sine güter trybt, was jeder zyt die straf (ist).
Welicher ouch mit sinem vich dem andern in sine güter. wun und wcid, dahin er dan thein rechts"»"hett, füre, so soll derselbig für jedes houpt vich zum tag ein schilling und zur nacht dry schilling gäben! dochdarby jederzyt vorbehalten, so jemand dem andern dermas in dein sinen tags oder nachts schade» thäte, daß "»söl>chs ze gedulden nit lydenlich, soll der schediger und thetcr nachdem und der schad ist, widerkeren und abtragc»-