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Juni 1545.
Von loben an eines richters stab.
Ob auch jemand ußcrthalb ald in dein gricht an eines richters stab gryfen und loben und aber demselbenglüpt »it gelabte, statthätte noch nachkäme, soll söliches geachtet, gehalten und von unser» landvögten glpcher gst"ltals ob gcgäbne trüiv an eidsstatt übersächcn und nit gehalten wäre, gestraft werden.
Von gcfarlichem ufheben oder volgen.
Und ob ein richter in einer umfrag bcdunken melt, daß an einem gricht mit ufheben oder volgen etwas gefarund argwon gebracht oder fürgon wölte, soll er die urtheilen jeder zyt für unsere landvögt bringen »nd konwtt"lassen und derselben entscheid darüber erwarten.
Mit wclichen und wie vil Personen einer ein fach usbringen soll.
So onch jemand ein fach knntlich zemachen und darzebringen sich bcrümt oder vermißt, soll sölichs mit zweie"biderinannen, denen eer und cid wol zc vcrtruwen, beschächcn und usgcbracht werden, usgcschciden, daß die fachniemnnds sin lpb, läben, noch ein todtnen lpb berüre, noch angangc; doch um kons und märkt mag ein mankundschaft sagen und gäben.
Von kundschaft der gesipten.
Und begäbe sich, daß fachen, so eer, lyb oder läben berürcnd für gricht käment, soll kein kuntschaft sosipschaft so nach verwant wäre, dardnrch sp einander» zc rächen und ze versprechen hettind, uf des sachers bcgäre"gstelt noch zuglassen werden.
Wie hoch eines Priesters kundschaft sol geachtet werden.
i^o ein kranker einem priester, der ine mit den heiligen sacramenten versüchen, etwas von schulden oderanderm, was fachen das wäre, anzeigte, soll der priester crbar lüt zu im berüefen und söliche fachen vor dcnsclbe"eröffnen, dann eines Priesters kuntschaft hirin nit wyter, noch nicr gälten, dann als eines andern maus und lepcns>
Was eines kundschaftsagcrs belonung.
Welicher den andern zu kundschaft stellt und an in dinget, soll demselben kundschaftsagcr ein zimlichc zcrungund darzu sovil zum taglo», als es derselben zyt einem taglöner ze lon giltet, gäben und usrichten.
Entsetzung eines eids.
So einer sich zcm eid, vor und ec im der zethund erkennt wird, erbütet, und dann jemand denselbigen deseids, so er dann thut, (anderes Exemplar: darzu thucn) entsetzen lvollte, das soll beschächcn mit zweien bidermanne",denen eer und cid zu vertrauen. Ob aber einer den eid gcthon hatte und jemand denselben des eids entsetzen wollt",das soll alsdann mit sibe» gloubsainen mannen beschächcn.
Recht um spilgelt.
Welicher uf spilgelt uslpcht, darum soll niemand dhcin recht ergon noch gehalten werden; so aber einerbürgen oder Pfand glychen, soll lcdig gesprochen werden.
Von abkonfen und lychen den dienstcn uf argwönigs.
Ob auch etwas dienstcn, knächten oder wägten ützit, was und wie das gcncmt werden möchte, argwönigs,so dero meister oder frowen wäre und zugehörte, abkouftc oder daruf lyche, soll dcrselbig das by peen sincs eidsund ecren one entgeltnuß des nieisters tviderkeren und zustellen.
Von abkonfen und behalten den kindcn oder dienstcn, wie das gstraft (so^
werden).
Und so auch etwer kinden, diensten, knächten ald mägden ützit, wie das gcncmt werden möcht, abkoufiüdund abnemind und das onch bchieltend, dasselb soll geachtet und gehalten werden glpchergstalt, als ob sp sölichsgestolen hettind.
Von abziechung der diensten.
So jemand dem andern sine gedingeten dienst, knächt oder mägd, abzügc und das knntlich und uf in klag!wurde, dieselben söllen unser landvögten straf erwarten. Derselbig, dem sin gedingter dienst abgezogen worden,