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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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Juni 1545.

Item wclicher den andern frävenlich hieße liegen oder nit war sagen, des bnß ist ein pfund sibcn schilling-und ob er aber mit dem, den er hieße liegen oder nit war sagen, im fridcn stünde, daß danncthin derselbig d">fridcn gebrochen haben und (ist) die büß fünfzig pfund.

Item ein schlechter uberbracht an dem gericht, wer den thäte, der ist den richten, zu büß verfallend")pfund haller.

Ob aber einer dem andern am gricht hieße liegen, daß dann derselbig dryfalte bnß gaben, gepttrt sichpfund haller. ,

Item ein schältwort, das siben schilling die büß ist, soll an dem gricht dryfalte büß syn, gepttrt sich ein pf>"'ein schilling.

Item welicher an dein gericht mit gcwapneter Hand mit zuken oder mit Wachen fräfncte, des büß ist tagein pfund und nachts dryfalte büß.

Item welicher den andern herdfellig macht, des büß ist fünf pfund haller.

Item welicher den andern wandet mit howen oder stächen, des büß ist zächen pfund haller.

Item ob jemand den andern fräfenlich in zorn an sin eer redte, die büß ist zächen pfund haller.

Ob aber jemand dem andern an sin eer redte und sich des kuntlich vermäße ze machen und das nit bybring"'möchte, der soll gestraft werden um zwenzig und siben pfund haller.

Item welicher dem andern mit gewapncter Hand unter sin ruosige rasen »achluffe, des büß soll sy» zwc»Mund siben pfund haller.

Item Welicher fridcn bricht mit worten, des büß ist fünfzig pfund.

Item welicher friden bricht mit werken, des büß ist fünfzig pfund.

Und bräche jemand an dein andern den friden mit werken, also, daß er einen blutruns machete, daß des b»hder tod und unfern Herren lyb und gut verfallen, und so er stürbe, daß er dann mit dem rad gericht solle werde»'

Welicher des andern wartet, was die büß.

Item welicher auch des andern in den, amt wartete und mit gcwaffncter Hand angriffe und aber der, ^angriffen, gern frid hielte und sich gegen dein sächer sines lybs und lebens erweren müßte und sich solichs d»r)kundschaft gloublich erfindet, wann dann also der anfcngcr von demselben nolivcrendcn cntlybt und umgebr»^'soll er deshalber ungevecht belyben und darum kein gricht verschult haben. So aber der, der sich des, so uf >»wartet, erweren müssen, an sinem lyb geletzt, so soll der, so uf in gewartet hat, demselben allen coste» und sch»^'"widerlegen und abtragen.

Wer beid büßen gäben soll.

Und welicher ouch also Wider dis obgeschribne stuck und sonderlich den anlas; mit Worten oder werken th»t"daß derselbig beid büßen gäben und usrichten sölle.

So der anläßcr geletzt, was sin büß.

So aber einer sölicher gcstalt den anlaß thäte, daß er dardurch geletzt, geschlagen oder verwunt wurde, sier das an im selbs haben und der thäter im darnm zc antwurten nit schuldig syn. Ob aber die fach zu lyblos od"'todtschlag griete, alsdann soll man die fach mit recht usfüren und das recht darüber crgon lassen.

(III. Verschiedenes.)

Ein frömder so mit einem amtsmann rechtet, soll trostung gäben.

Item wann ein gast oder frömder mit einem amtsmann das recht brachen oder üben (will), soll ein untervoilldenselben heißen zevor schweren oder genügsame trostung gäben, dem angefangen rechten ein ustrag ze gäben, »"was allda mit urtel und recht erkennt und gesprochen, dem ze gelcben, es wäre denn daß solicher gast für »»^landvögt oder unser Eidgnossschaft ratsboten appelliren wöllte, das ime nit abgestrikt, sunder vergunt und zugl»m'sölle werden, doch mit dhcinen uslendischen gerächten nit ersuchen noch bekümbern. Und ob jemand den andernunzimlichen costen füren, derselbig dann schuldig syn soll, den in zimlichkeit abzetragen und ze bezalen.