Juni 1545.
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Wer unter knaben und töchtern irs vatcrs seligen verlassne güter besitzen soll.
Znm achtenden und so ein tochter in dem amt sich mit einem heimschen oder frömden verhirren und die-selben vern.einen wollten, glychergstalt sonil rechtsa.ne an ircs oaters und schwächers sel.gcn verlassnen güternund hüsem als ir bruder und schwager ze haben, so soll der brnder die besitzung zu dm gütern vor.w haben unddieselbig sin schwöster und wen een.ann, sinen schwager. um iren gebürenden the.Ie nach b.ll.gke.t und bederben luten-rkanntnuß davon erkaufe»! es wäre dann, daß der bruder sich sölichs ze tunde verw.ll.get und smen the.l smerschwöster oder schwager zu kaufen geben wölkte, das ouch beschechcn mag.
So ein mann landflüchtig und ein uffall beschicht. wie man bezalen und wer in
Zum Winten, begab sich, daß ein man landflüchtig (wurde) oder todes verschiede und ... su.cm gut m.d hus-haltung so unnütz syn würde, daß ein uffall beschächc und die gälten uf dec guter tr.ngen. o solle vor mcngklllydlohn. zins. zechenden, brief und siegel, ingesetzte pfand, gclychen gelt on z.ns und eßcnde spys ^ dAe bm Mvorgon nnd bezahlt werden, und demnach den übrigen gälten, jetl.chem nach marchzal flner sum und schuld verlangen.
Wann einer ein erb an sich kaufen söllte. ... , . ,
Zum zechenden solle dheiner kein erb von dem ald denen, so sölichs ansprächend. vor und ee da^ bezogen, ansich kaufen. Welicher aber sölichs überstehen und vor beziechung des crbs das tonst, soll zederzyt unser "udvogtrnstraf erwarten und ouch der kouf undüchtig und craftlos sin; so aber das bezogen. aUdann mengkluh dar. wollverkoufcn und kaufen möge, jeder nach sinem nutz, willen und gefalle».
Ein frömder, so ein erb bezücht, soll trostung geben. . r u ^
Zum einliften. so ein erb in dem amt und gricht gefiele, das fremden und uslend.schen zugehorte. so soll deroder dieselben, so das erb bezüchen will, dem gricht, da scml.ches gefallen wäre, uf ,ar und tag gnugsain trostungg-ben. dergestalt, ob jemand in jarsfrist käme und das bezogen erb anspräche, vermeinendc. besser recht ^darzu ze haben, daß dann der sölich erb bezogen dem ansprächer des rechten in den gerechten, da der erbfall gefallen,gewärtig und geständig syn wölle, und sölle demnach sölches gerechtverüget werden.
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Was einer, so ein erb bezogen, bezalen soll. . „ r e - , r n
Zum brechenden welicher oder weliche also ein Alling ererben, der und dieselben solle» ouch. so es zu fallkäme, ein pfnnd und mer, wie sich dann die schnlden verlaufen, bezalen und reichten.
II. Hernach werden begriffen all und jed fräflen und büße». Und sind diS in den
sräflen die vier anläß. ^ 5, r 5
Zu», ersten welicher den. andern fluchet und in de... fluch Gott flu b.tter lyden und sterben, unsere l.ebe
srow oder die lieben heiligen fräfentlichen nempte, das; sölicher den an as> get)an )a e.
Zum andern wer den andern fräfenlich hieße liegen oder nit war sagen.
Zum dritten wer den andern hieße sin mutier oder ei» unvernünftig v.ch angan.
Zu... vierten welicher zum ersten fräfenliche Hand anlegt.
Und sollen die fräfcl und büße» wie nachvolget gestraft und gcbüßet werden.
Erstlich welicher den. andern fluchet und in de», fluch Gott, sin bitter lydcn und sterbe», unser liebi frowoder die lieben heiligen frevenlich nempt. der soll gestraft werden um e.n pfund und sibcn sch.ll.ng.