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Juni 1545.
Wie ein frow ir morgengab behalten (mag).
Und ob es zu fall keine, mag ein frow ir morgengab mit irer Hand wol behalten; doch soll söliche unverbrieftcoder unverordnete morgengab nit wer dan x pfund landleufiger werung heissen und syn.
Wie ein eelicher und ein uneelicher vater sine eeliche linder erben (mag), und Hin-widerum.
Zum dritten mag und soll ouch ein jeder vater, er syge eelich oder uneelich, sine eeliche linder, so die vor inie(onc eelich lyberben von inen geboren) todes abgiengen, an allem irem verlassenen gut vor allermengklichen erben.
Hinwiderum wan uneelich väter oder Mütter eeliche linder nach tod hinder inen verlassen, alsdann diesclbigenlinder obgenannte ir uneelich väter und mütter air allem irem gut, mengklichs halb ungehindert, genzlich erben sollen.
Wie kindskind an ir vater und mutter statt, so die todes abgangen, erbe»
so ll(en).
Zum vierten füllen eeliche kinds lind mit samt den linden ire großväteren und großmütteren erben und die-sclbigen kinds lind voir irem verlassen erb und gut nemmen so vil und nit mer als ire abgestorbnen väter odermütter hetten nemmen und erben mögen, dan sy, die lind, in disem fall ires vaters und irer mutter tod mtentgälten sollen.
Wie ein vater sinem sun ein vortheil schöpfen mag.
Zum fünften mag ouch ein jeder vater sinen sünen us sinem gut einen frygen vorus und vortheil ordnen undvermachen, ungsumt und unverhinderet siner döchteren. Doch solle sölicher vorthcil nach vermügen und glegenheitjedes gutes, ouch mit gunst, müssen und verwillgung eines jeden unser landvögten und nach erkanntnuß biderbeulüten vergunt nnd zugelassen werden, by demselben es ouch dan one mengklichs widerred belyben soll.
So ein frow von irem eemanen gat, was sy verwürkt, und Hinwiderum der man.
Zum sechsten ob ein frow one eehafte Ursachen sich ires eemanns entziehen, von im gieng und nit meer eelichcrbywonung gestatten nnd die hushaltung, wie billich, helfen versächen und sich erschyne, daß an sölchem Hingang diefrow und gar nit der man schuld trüge, alsdan die frow hieinit verwürkt haben soll alles ir zugebracht gut, der-gestalt, daß der man solichs in lybdingswyse und bis zu end siner wyl und läbtagen möge nutzen und nicßen;desglychen gedachter frowen um ir verheißne morgengab, lranr nnd erbrechte (eerechte?) kein antwurt zu gebenschuldig syn, sonder hiemit alle ire ansprachen und eerecht ufgehebt und craftlos heißen und syn. Doch soll vor-berürter frowen zugebracht gut nach abgang und sterben des mans wider hindersich an ire nächsten und rechtliche»erben fallen. Ob aber die frow vor irem eemann abstürbe, soll doch der man nütdesterweniger, ob joch die frowwie gemeldet nit by im wäre, sin erbrecht haben und beziechen, glychermaßen als ob sch by einandern hushäbliche»gwäsen und gwonet.
Hinwiderum so ein man one nothafte Ursachen von siner eefrowen gienge, die von im jagte und mit iro wtztcrnit hushalten wölte, und sich aber befinden (wurde), daß die frow söliches nit beschuldet, sonder wie ein frommefrow gern ir wägsts und bests thäte, dannethin der man alles sin erbrecht und grechtigkeit an siner frowen damitverwürkt haben und der frowen ir zugebracht gut widerum gevolgen und hinus zu iren Händen gäben und geantwurtwerden (soll). Und so sy, die frow, vor irem man mit tod abgienge, so soll doch derselbig man an siner eefrowengut dhein erbrecht, grechtigkeit noch ansprach haben, noch nützit davon nemmen; wann (wäre?) aber, daß der man voriro, der frowen, todes abstürbe, demnach die frow ir morgengab, erbrecht und zugebracht gut, sover iren sölichsvorhin nit hinusgeantwurtet, beziechen und nemmen (mag), ob iren das ützit veränderet und noch nit widerlegt wäre.
Von abgeredten und verbrieften hyraten.
Zum siebenden, wäre daß zwei eemenschen mit bedingten Worten und artiklen zusammen kommen und verhyratwurden, wie sy denn das bedingent oder sich des gegen einanderen verschrybent, darby sölle es blybcn, dann bedingterecht brechen landsrecht. Dcshalber die hyrat, so göttlich und dem rechten gemäß syn mögen und bishar ufgcrichtsind oder künftiger zyt ufgericht werden, in creften belyben und bestan füllend, ungesumt diser erbrechten.