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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
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499
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Juni 1545.

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begebe» hätte, wie man denn zu solchen Diensten immer bereit sei. Es sei eine wunderbare Gnade Gottes, daßdas Ucbel bei der starken Zahl derer, die sich zn dessen Vollbringung znsammcngethan hatten, nicht größer gewordensei; die Thätcr seien Leute geringen Standes, nicht aus der Stadt Genf, hätten sich aber zeitweilig da aufgehalten,ohne daß man auf sie Argwohn gehabt habe. Stadtarchiv St. Gallen: Drucke XXII, 40, 4. Deutsche Uebcrsctzmig.

Zu II. „Wir von stctt und landen der siben orten unser Eidgnossschaft rät und sandboten, nämlich vonZürich (folgen die eingangs des Abschieds angegebenen Namen der Gesandten der VII Orte) discr zyt us befelchund vollem givalt unser aller Herren und obern uf dem tag der jahrrcchnung zu Baden im Ergöw vcrsampt,bekennend und thund kund allermengklichen mit disem brief, daß vor uns erschinen der erbaren unser lieben getrüwcnin dem amt Hitzkilch in den Fryen Emtern im Ergöw gelegen erbar botschaft und zeigten an, nachdem dan sy dercrbfällc» halb ein unglych recht gchcbt, ouch zu tagen von unser Eidgnossschaft räten in appcllationcn unglychurtheilcn ergangen, dardurch unsere underthanen gegen einander» in groß spän, rechtvertigungcn, costen und schadenkommen, desglych um fräfel, büßen und andere eehafte fachen under inen keinen anlaß »och ordnnng gehebt, dardurchzu zyten vil unfrid entsprungen, ouch des vil unrüwiger lüt sich vertröst und dester fürer zank und Hader angefangen;sölichcm in künftigen zyten vorzcsind, so syge ir underthcnig und demütig bitt, daß Nur inen derohalb glyche, zimlicheund billiche recht ufrichten und derselben brieflichen seht)» mitteilen, damit st) und ir nachkommen wüssen mögen,wie sölichc hinfüro und immer gehalten füllen werde». Uf sölich der unfern underthcnig und ernstlich bitt undbegehren unser Eidgnossschaft ratsbotcn uf einem tag zu Baden (23. Juni 1544) angsechc» unv vcrabschcidet, daßunser lieb Eidgnossen von Lncern einen von inen zn dem ersamen, wysen rnid getrüwcn lieben landvogt in denFrycn Emtern, Simon Jmgrund, des rats zu Unterivalden, verordnen, die sich zusammen verfügen und mit samtden eltesten im amt Hitzkilch solicher erbfällen, frästen, büßen und andern fachen halb glyche, zimliche recht, satzungund ordnnng nach irem guten bedunken (in) artikcl stellen und abreden, dermaßen, daß die darnach a» unser Herrengelangt und gebracht füllen werden, ob inen die also gfellig, oder ob sie etwas darin endcrn, »rindern, mcren oderalso bestätigen ,Vellen »ach irem willen und gefallen. Darnf gedacht unser lieb Eidgnossen von Lucern den frommenwysen, ircn lieben ratsfründ und alten landvogt in den Frycn Emtern, Nudolfen Hüncnberg darzn gäben undverordnet, welichcr mit gcmcltcm unserm landvogt Simon Jmgrund, samt den eltesten in dem amt Hitzkirch etlichnrtikel, wie die erbfäll, fräfel, büßen und andere fachen gehalten und geurteilt sollen werden, nachbcgrisfencr gcstaltgesetzt und geordnet, der Meinung, daß die in gwünn und verlnrst allermengklichem in dem amt Hitzkilch anze-nemmen, gemein und zu Verhütung vil und mengerlei spänen und rechtvertigungcn, so von den erbfällcn, frästen,büßen und andern fachen wegen entstanden, nutzlich syn werden, wie dann die von einem artikel zum andern hernacheigentlich vergriffen und geschribcn stand.

I. Die Gerächt und erbfäll (Die recht um crbfäll?). So sich zwei one hyratsberedung

vcreelichent, was jedes von dem andern erben und beziehen soll.

Erstlich wan zwo Personen unvcrdingt und one hyratsberedung sich mit einandercn vcrcclichcnt, ouch die ce>"it gewonlichem kilchgang und hochzyt bckräftigcnt und so (sy) die decke darnach bcschlüsst, so es sich dann begäbe,bnß ein man vor sincr eefrowen todes abgienge, so soll dicselbig frow vorus und vordanncn nenunen ir zugebracht gutnnd ir morgengab, das syc verendert, ufgschlagcn oder nit, und demnach den dritten thcil in der varenden Hab, da syouch demnach den dritten pfening in den schulden, usgenomen in den liegenden stucke», zn bezalen schuldig syn soll.

Zum andern, so aber die frow vor irem ccman mit tod abgienge, alsdann derselben abgestorben frowenfründe ncinme» und bczüchcn söllen ir zugebracht gut, das sy ufgschlagcn, verendert oder nit, samt der morgengab;cs wäre denn, daß die frow oder (der) man Mich ir gut einander» vor gricht in lybdingswyse ze nutzen und zcwessen vermachten.

Desglychen ouch ein man glychcrgstalt wie die frow grcchtigkeit, den dritten thcil von siner eefrowen seligenMt zu beziechen haben soll.

Wie ein frow ir morgengab vermachen mag.

Es mag ouch ein frow dem man ir morgcngnb, sy syge gsund, siech oder im todtbett, von einem Priester,zweien oder dryen bldermanncn im amt schenken und vermachen.