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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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Juni 1545.

sei es aber jetzt nicht möglich, so erklären sie ihren Willen, die Bünde und den Landfrieden treulich zu halte».Zürich entschuldigt die Verspätung seiner .Antwort mit der Abwesenheit des Bürgermeisters Haab und ander»Geschäften. Da der Landfriede jeden Theil bei seinem Glauben schirme, so erbiete es nochmals, den V Orte»in der bezeichneten Weise entgegenzukommen; sei dies umsonst, so wolle es dennoch Blinde und Landfriedenredlich halte». Da die Boten der übrigen Orte einsehen, daß an der Beschwörung der Bünde viel gelegensei, indem eben jetzt alle Fürsten mit ihren Gesandten zu Worms versammelt sind, und niemand weiß, »ncdie Sachen ausschlagen werden, so hat man beide Theile nochmals dringend ersucht, einander so viel vor-und nachzugeben, daß sie sich gütlich vereinbaren könnten, die Bünde zu beschwören; gelinge das nicht, somögen sie doch die Blinde und den Landfrieden redlich beobachten. Nur Freiburg will an dieser Bitte nichttheilnehmen, da es der Ansicht ist, daß die Bünde wie von Alters her geschworen werden sollen. «.Gesandten von Bern tragen vor, ihre Herren haben vor Jahren dem Herzog von Savoyeu gemäß dempeterlingischcn Spruch etwas Land abgenommen; nach einiger Zeit habender römische Köllig und die Reichs-fürsten ail die X Orte schriftlich das Begehren gestellt, mit Bern, Freibnrg und Wallis zu verschaffen, daßsie dem Herzog die eroberten Lande wieder zustellen. Darauf habe Bern eine Antwort gegeben, womit dmX Orte und Basel nicht zufrieden gewesen; auf dein folgenden Tage habe es dann angezeigt, daß es dem Kömöund den Ständen durch einen eigenen Voten zu antworten gedenke; hernach sei dem Boten in den Abschiedgegeben worden, die Eidgenossen wollen sich im Fall der Gefahr dieser fremden Händel nicht annehmenDieser Antwort habe Bern sich nicht versehen, jedoch die Sache auf sich beruhen lassen. Obwohl es dcßhalbnoch nicht angefochten morden und guter Hoffnung sei, daß niemand es weiter belangen werde; weil aberdie Verhältnisse rasch wechseln und allerlei Drohungen laut werden, worauf es zwar nicht viel achte; »'^es endlich zur Erneuerung und Beschwörung der Bünde gestimmt habe, und damit man später nicht sagc"könnte, daß jene Lande die Bünde nichts angeheil, indem sie erst neulich eingenommen worden seien, wmandere Landschaften, als Bellenz :c., so wünsche Bern zu wissen, ob man es bei dem Besitz der genannü'»Lande wolle schirmen helfen, in dem Falle, daß es deßhalb angefochteil würde. Heimzubringen, um auf de>»nächsten Tage Antwort zu geben, z». Die Prälaten zu Pfäfers und Kreuzlingen berichten, der Herr von Schelle»'berg, Vogt zu Feldkirch, habe ihnen geschriebeil, wie der römische König ab dem Reichstage zu Worms Befehlgegeben, über ihre Zinsen, Gülten und Nutzungen in dem Amt Feldkirch ein Verzeichnis; aufzunehmen, da»uler sich darnach zu halten wisse; da dieses noch nie gescheheil, so bitteil sie um Rath. Es wird ihnen e>»'pfohlen, die Sache für einmal geheil zu lassen. Heimzubringen. «F. Da Rudi Aachmüller, der lallt desletzten Abschiedes den Jost Ritter aus dem Nheinthal umgebracht, aus dem Entlebuch verwiesen worden ist,aber seither Ritters Verwandtschaft offen gedroht hat, weßhalb sie das Recht gegen ihn begehrt, so wird »»»in den Abschied genommen, es soll jedes Ort den Uebelthäter auf Betreten verhafte» und die Kläger be»»ch'richtigen, damit er nach Verdienen gestraft werde, i. Junker Hans Escher voll Zürich, alt-Landvogt zuLauis, Joachim Göldli und andere Verwandte Ammann Vogler's aus dem Nheinthal bitten dringendst, ist"um Gottes willen zu begnadigen und ihm die Rückkehr in sein Vaterland zu erlauben, da er nun bereitsvierzehn Jahre außer Landes geweseil, und seine Kinder mit ehrbareil Leuten in Zürichverhyrret" (vereheliclü)seien, auch hübsche Kinder bekommen, denen die Verbannung ihres Großvaters zu Schmach und Vorwwlgereichen könnte; zudem begehre Vogler nicht, sich im Nheinthal niederzulassen, sondern nur frei aus- »'^einzugehen, um seiner Frauen Vermögen mit Vortheil verwalten zu können; er wolle auch das Vergangenin keiner Weise berühren. Dieses Gesuch unterstützen die Boten von Zürich. Antwort auf nächstein