April 1545. 473
werde er dieses Anbringen mit Beförderung schriftlich mitthcilcn, damit sie auf dem nächsten Tag über allePunkte Antwort geben können. Datum Lucern de» 9. April 1545. Der Vortrag liegt auch beim SchwyzcrAbschied und als Missivc an Schaffhausen im K. A. Schaffhausen: Correspondenzen.
Im Lucerner Abschied liegt bei dem Vortrag Rosins ein Blatt von der gleichen Hand, ohne Datumund Unterschrift: dasselbe scheint aber nur Fragment zu sein. Nosin (päpstlicher Gardcschreiber) verwendetsich in Angelegenheit der Garde.
21».
Lucern. 1545, 14. April (Dienstag nach Quasimodo).
Staatsarchiv Luccr»: Allg, Absch. »l.s, k. 4lü, 4S3. LaiideSarchiv Schwyz: Abschiede.
Tag der V Orte.
Dieser Tag wurde ausgeschrieben, weil Zürich des Bundschwörens wegen Boten in die V Orte^schickt hat mit der Bitte, man möchte es laut des Landfriedens bei seinem Glauben bleiben lassen. AmDienstag vor Quasimodo (7. April) war dann einmüthig verabschiedet worden, kraft des Landfriedens sei auchZürich schuldig, die V Orte bei ihren: wahren alten unbezmeifelten christlichen Glauben bleiben zu lassen undgeschmornen Bünde zu halten und zu beschwören, wie die frommen Altvordern zusammen gekommen. Nunw'rd abgeredet, es soll jedes Ort seinen Boten auf Samstag vor Misericordia (18. April) nach Zug abfertigen,"""t sie vm: da aus an: Montag mit einander nach Zürich verleiten. I». Das Gesuch des Abts vonUrban um Fenster und Wappen soll jedes Ort an die Gemeinde bringen, v. Das Begehren Hans^underlichs, daß die durch die Eidgenossenschaft geführten Hakenbüchsen verarrestirt werden, weil sie deinwug von England dienen solleil, wird nochmals in den Abschied genommen, weil die Büchsen bereits außerüudes sind und die Boten ungleiche Instructionen haben. Es soll indeß jedes Ort den Kaufleuten denAnspart von Harnischen und Waffen verbieten und die Sache zu Tagei: vor gemeinen Eidgenossen besprochen'^rden. «I. Da der von dein päpstlichen Gesandten Albert Rosin jedem Orte schriftlich zugestellte VortragÜw nicht geringfügig, sondern für „hochrührcnd" zu achten ist, so hat man einstweilen den guten väterlichenüben des Papstes verdankt. Weil aber die Berufung zu dem allgemeinen Concilium billiger Weise ai:^»>eiiw Eidgenossen gelangen soll, so wird die Ansicht geäußert, ab dem nächsten Tag darüber zu antworten,'" der Erwartung, daß der Papst daran gutes Gefallen haben werde. Darum soll jeder Bote das treulich^""bringen. «. Peter Paul Castanea's Bruder Thomas erscheint abermals und läßt ihn durch den SchreiberAnberg weitläufig verantworten, mit dein Begehren, ihn zur Verantwortung kommen zu lassen, wenn erweiter verklagt werden sollte, und das vorige (Empfehlungs-?) Schreiben zu erneuern. Antwort: Maneguüge sich für diesmal mit seiner Verantwortung, erwarte aber, daß er sich seinen: Erbieten gemäß haltenüw"'de, damit keine weitern Klagen kommen; würde ihn aber jemand ohne Grund verklagen, so gedenke manKläger zur Bezahlung der Koste,: anzuhalten.
Zu ». Bei dem Lucerner Abschied liegt ein Bogen, auf welchem die Instructionen der V Orte über"lle Artikel minutirt sind. Zu bemerken ist auch, daß Zürich von dem gefaßten Beschlüsse benachrichtigt und,.u»i einen Gwalt" ersucht wird.
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