Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
468
Einzelbild herunterladen
 

468 März 1545.

56 Malter 1 Mtttt 3 Viertel ^ Wierling, und an Geld 171 Gulden 1 Schilling 1 Haller. Hierüber"der Vogt folgende Erläuterung: Den genannten Fasen habe er von dein Fasen, den er auf seinemWitterschhusen gebaut habe, dem Gotteshause dargeliehen, damit er die armen Leute weniger drängen »»>!!?'Das verrechnete Geld habe er für Kernen, Wein, Fleisch und dergleichen ausgegeben und (oder) sei es »oschuldig; wenn ihm das Geld gegeben werde, so wolle er das Angeschaffte daraus bezahlen und es ko»»»?dann seine diesfällige Allsgabe weiter in keine Rechnung. 12. Der Vogt macht auch bemerkbar, seit d<»»Hagelschlag habe sich die Gastung, die vorhin, zumal das Gotteshaus an einer Kreuzstraße liege, bedeute»geweseil und deßwegen viel Kerneil, Haber, Wein, Fleisch lind Anderes gebraucht worden sei, wie die Rechnung?"zeigeit, sehr vermindert. 13. Der Vogt berichtet ferner, das Gotteshaus habe auf dem Schlosse LangenM"einen Zills von 5 Gulden. Dieser sei bezahlt worden bis die Klosterfrauen aus dem Gotteshause gegang?"uud der Gottesdienst nicht mehr nach der Regel ihres Ordens verrichtet worden sei. Das habe derschuldner alsFürwort" gebraucht und nichts mehr bezahlen wollen. Auf Anbringen des Vogts h»ä?"zwar die Eidgenossen an Adam von Honburg, Inhaber von Langenstein, diesfalls geschrieben, und ih?"Weisung gemäß sei der Vogt mit Schultheiß Federli zu dem von Honburg hinausgeritten; doch sei das oh>»Erfolg gewesen. 14. In Betreff des jährlichen Zinses und anderer Artikel antwortet der Vogt wieauf dem letzten Tag zu Badeil eingelegte Schrift, voll der eine Abschrift beigelegt wird, es enthaltet. ^bittet, dieselbe zu verhören und ihn in Gnaden zu bedenken. 15. Der Vogt bittet die Gesandten, ihm Z"sagen, aus was er die Bedürfnisse und das Almosen des Gotteshauses bestreiten solle, da weder KerMWHaber, Geld, Wein noch Anderes dergleichen vorhanden sei. Da die Boten hierüber nicht besonders instr»»'sind, so weiseil sie den Vogt an, auf dem nächsten Tag, wo iuunex der gehalten werde, die Eidgenossen hierüberzu begrüßen. Dabei hat sich der Landvogt im Thurgau erboteil, inzwischen Hülfe und Vorschub zu leisü"/daß der Unterhalt des Gotteshauses und das Almosen nicht abgehe, wie er dieses auch bisher gethau h"^?». 1. Als die Gesandten sich bei dem Vogt zu Münsterlingen erkundigten, wie die Ausgaben zumindern wären, entgegnete dieser, es könne das geschehen, wenn der Bauhof zur Hälfte um Zins verlieht»und die andere Hälfte vom Gotteshaus bebaut würde. Da könntenzu" (von?) einer Zelge 30 vo» ei»^andern und dritten je 25 Jncharten, wie solche dem Gotteshause am gelegensten wären, genommen undbedingt werden, iveil sonst die Aecker nicht die Kosten ertragen, wie man das bei andern Leuten auch ersah?? ^Um hierüber weiter gründlichen Bericht zu geben, bemerkt der Vogt, der halbe Theil des Kornfeldes ertragungefähr: an Fäsen 50 Malter; davon müssen wieder 12 Malter gesäet werden; die bleibenden 38 M»^geben ungefähr 60 Mütt Kernen. An Haber ertrage dieser halbe Theil 90 Mütt, wovon 20 Müttwerden müssen. Würde die angerathene Verleihung erfolgen, so könnten zwei Knechte, die den Ball (>M??führen, zwei Karrenknechte und ein Bub entlassen werden. Der Lohn dieser fünf Personen betrage 30Kernen, die Aecker ertragen somit 30 Mütt Kernen und soviel Haber Zills. An Geld beziehen je»?Knechte 40 Gulden; das Kornschneiden koste 15 Gnlden mit Muß und Brod; das Habelschneiden 12 Gnld?"'die Schmidkosten für den halben Bau belaufen sich auf 18 Gulden oder mehr; für das Dreschen »uisß"ungefähr 20 Gulden ausgegebeil werden. Ferner könnte man in Folge der Verleihung 2 Rosse und 8 Och!?"entbehren, wodurch jährlich 90 Mütt Haber und ungefähr 80 Gulden, die für diese 10 Haupt wegen H?"ausgegeben werden müssen, erspart werden könnten. Rechne man den Mütt Kernen zu 1 Pfund, den M»Haber zu 8 Batzen, Constanzer Münze, und das Heu nur zu 60 Gulden, so ergebe sich, daß das Gottesh»"'an diesem halbeil Bau 120 Psupd mehr Schaden als Genuß habe. Es findeil nun die Gesandten »"