Februar 1545. 459
Häuschen außerhalb der Nheinbrücke hat, so wird Zürich, um weitere uud größere Streitigkeiten zu ersparen,eindringlich gebeten, auf deu Platz bis zum Grendel, soweit die Straße geht, worauf das Zollhäuschensieht, gutwillig zu verzichten, weil damit kein besonderer Schaden verbundeil sei, damit das Recht unterbleibeund alle unangenehmen Folgen desselben vermieden werden. Heimzubringen, wie man die Parteien im Falleines Abschlags zum Recht weisen wolle, i»». Ammann Aebli von Glarus forde:t Antwort in Betreff dereigenen Leute, welche aus der Herrschast Wartall in die Grafschaft Sargans ziehen. Heimzubringen, weilMehrere Boten darüber ohne Vollmacht sind. i». Man hat die Klosterrechnungen verhört und darin gefunden,mie namentlich die Klöster Feldbach, Danikon und Münsterlingen viel Reben, Aecker lind Matten besitzen,welche ein zahlreiches Hausgesinde zur Bebauung erfordern, das den Ertrag selbst verzehrt. Daher wird ver-ordnet, es sollen Zürich und Lucern ihre Botschaft in jene Klöster schicken; dieselbe soll die häusliche Ein-richtung prüfen, die Güter zu Erblehen oder um eineil jährlichen Zins verleihen, die Dicnstleute entlassen, dasHausgesinde vermindern und eine Satzung entwerfen, wie der Hallshalt für die Zutunst anl zweckmäßigstenM'd sparsamsten einzurichten sei, und über Alles auf dem nächsten Tage Bericht erstatten, damit man sichgegen die Schaffner zu verhalten wisse. «». lieber die Beschwörung der Bünde stiinmen „alle' Orte überein,daß dieselbe.: la.it ihres Buchstabens beschworen, und der Eid wie von Alters her gegeben ,verde.: solle,nämlich: Wenn der Bote von Zürich denselben giebt und die Worte ausspricht „zu Gott , so soll derSchultheiß oder Ammann des betreffenden Ortes oder der Bote von Lucern auch die Heiligen nennen w.Die V Orte wenden aber ein, diese Form werden ihre Gemeinden niemals billigen, sondern darauf beharren,daß nach alter Hebung geschworen werde. Darüber hat man viel hin und her geredet und erwogen, daßder Eidgenossen Glück und Unglück von der Sache abhänge, und daß es „schwer zu hören" sei, daß mansich eines Wortes wegen nicht vergleichen könnte. Dabei nimmt Basel das Wort und eröffnet, wie seineBotschaft in Worms von fünf angesehenen redlichen Männern, die der Eidgenossenschast alles Gute gönnen, imVertrauen den Rath empfangen habe, die Eidgenossen sollen sich durch nichts trennen lassen, sondern ihre Bündedrschwören, damit Kaiser, Könige, Fürsten und andere Widerwärtige keinen Anlaß haben zu glauben, es seikeine rechte Treue und Liebe unter ihnen. Da nun die Umstände bedenklich aussehen, so bitte und ermahneVasel Alle in wahrer eidgenössischer Liebe recht geflissen lind ernstlich, einander „zu und von zu geben,damit wir uns vereinbaren und die Bünde beschwören; sollte dies unterbleiben, so wolle es nicht verbergen,es sich nicht darein schicken könnte; denn die Stadt verliere viele Bürger durch Sterben und „sonst",aehme auch täglich neue auf; es wisse nun kaum der zehnte Mann, was der Eidgenossen Blinde enthaltenund ihre (der Altburger?) Söhne bis zum Alter von 36 Jahren können nichts davon sagen; das konnteihnen mit der Zeit zu verderblichem Schaden gereichen. Nach Betrachtung aller Warnungen von Außen undwichtigen Folgen hat man endlich auf Genehmigung der Obrigkeiten hin zwei Mittel vorgeschlagen:' - — ^ ... UM'? denselben laut des Buchstabens geben, da
Zürich an seinen: Vorgang und selnen lobUchen ^wo)^ ^^derlich seine Meinung den andern OrtenDa nun die Sache vorzüglich an Zur. ) Mg, ^ nächsten Tag die Zeit der Beschwörung