Januar 1545.
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4)res Raths gepflogen habe und beauftragt worden sei, die Sache zu untersuchen und Kundschaften einzu-veruehmeu. Das habe er gethau, die Zeugenaussagen den Obern zugestellt und dann den Peter Marterüber die gegen ihn waltende Klage verhört. Derselbe habe sich folgender Art verantwortet: Als die FrauHieroupma de Burgo von ihm schwanger gewesen und gleichzeitig die Zurückkauft ihres Mannes erwartete,habe sie ihn angegangen, er möge ihr irgendwie beholfen sein, daß sie der Schwangerschaft („purt") entladenwerde; denn wenn ihr Mann sie so finde, werde er sie erstechen; am Comersee sei ein Doctor, der einer^ase von ihr, die im siebenten Monate schwanger war, etwas eingegeben habe, worauf die Frucht gesund"wl ihr gebracht worden und zu des Priesters Händen gekommeil sei; zu diesem soll er ebenfalls schickeil,^»st werde sie ins Wasser springeil und ihm und ihr Schande bereiten. Ein Vertrauter, dem er die Sacheentdeckt, habe ihm gerathell, der Frau den Willen zu erfüllen, damit sie nichts Anderes vornehme. Er seihnnil zu dem betreffendeil Doctor gegangen, habe ihm die Sache entdeckt, wie er nicht Willens sei, etwas derFrucht Schädliches anzuwenden, sondern die Frau zu beschwichtigeil, und habe derselben dann endlich ein Wasserbeigebracht, das ohne üble Folgen war, indem die Frau der Frucht genesen, welche noch gesund sei. Auf^ese Antwort habe der Commissar den Beklagteil nach langem Proceß in bester Meinung liberirt. Sollte^ hierill gefehlt haben, so bitte er, ihm diesfalls keine üble Absicht zuschreiben zu wolleil. Heimzubringen.
Der Commissar zeigt ferner an, Octavian de Burgo habe seine Frau zu Mailand in eine Kirche berufenund sei in sie gedrungen, daß sie wider Peter Marter Zeugniß gebe; wenn sie dieses so thue, wie er es ihrvorschreibe, wolle er ihr Alles verzeihen und sie wieder zu ihm nehmen. Die Frau habe geantwortet, siehabe das betreffende Getränk einzunehmeil verlangt. Nicht minder sei das Geschlecht der Burgo zu ihm, dem^oilnnissar, gekommen und habe ihm bis auf 1VV0 Kronen geboten, wenn er den Peter Marter vom LebeilKun Tod bringe. Endlich bedünke ihn, daß der in Betreff des Friedens geleistete Eid schlecht gehalten werde,wie Alles das die Boteil des Weitern anzuzeigen wissen. K'. Mail gedenke, was der Conlinissar eröffnet hat'u Betreff der Käufe, die außerhalb der Grafschaft von Leuten, welche dieselbe verlassen, geschlosseil werden,und durch welche die Grafschaft beschwert wird.
Beim Abschied liegen: 1. datumlose Formulare für den Eid der Bellenzcr; 2. eine Verantwortung desCommissar Steiner vor dein Rathe zu Schwyz betreffend Peter Marter. Die Frau de Burgo heißt hierAntonia.
Der Name des Schwyzer Gesandten als Adressat a tsr-Zo des Schwyzer Abschieds.
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Schaffhausen. 1545, 25. Januar.
Boten von Bern, Lucern, Uri und Glarus versuchen den Anstand zwischen Zürich und Schaff-hausen zu vergleichen, jedoch ohne Erfolg.
Der Tag und sein Resultat ergicbt sich aus den Abschieden vom 14. Dccembcr 1544 <1, vom 25. Februar1545 1 lind folgender Stelle aus der Instruction von Bern für den letzter» Tag. Dieselbe besagt: InBetreff des Spans zwischen Zürich und Schaffhausen, um des willen Boten von vier Orten in Schaffhauscngewesen sind, habe man von dein betreffenden Gesandten von Bern vernommen, daß nichts erzweckt, sondernder Gegenstand in Gemäßheit des letzten Abschiedes wieder nach Baden gewiesen worden sei. Da die von