Januar 1S45.
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Wrunnen. 7545, 7. Januar.
LaiideSlirchi» Schwuz: AbWedc.
Tag der III Orte. ^ V ^ r-s
». Dem Schreiber Hofer (zu Belleuz) ist aufgetragen worden, dem Vermögen der Tochter des ^herry-»ella, welche man ertränken ließ, nachzufragen und dasfelbe zu Händen der III Orte zu beziehen. Aus diesesberichtete der Commissar, er glaube, nach Tilgung der Schulden werden etwa 100 Kronen übrig bleibe»;wenn jemand diesen Ueberrest zu Händen der Kinder verlangen sollte, so sei zu bemerken, daß das Kind todteine allfällige Begünstigung wurde wahrscheiiilich eher deii Tröleru als jenen, für welche dieselbe angeblichbeansprucht würde, zu gut kommen. Anderseits erscheint Schwan Anton Ghiringhelli und eröffnet, e» seiBernhardiii Margen) „Gwalthaber" über das betreffende Gut gewesen; der habe bewilligt, cm Stuck Ackerin verkaufen; was hieraus mehr erlöst würde, als ihm gehöre, wolle er „inen" schenken; das Kind sei nunam Leben und er bitte, den betreffenden Ueberrest, der etwa 20 Kronen betrage, diesem Kinde zu belassen.Bei diesem Widerspruche hat man dem Commissar geschrieben, sich noch näher über die Angelegenheit zuerkundigen und auf nächsten Tag zu berichten. Der Commissar hat ferner gemeldet, sein Schreiber habede». Schwan Anton Ghiringhelli einen an die III Orte bestimmten Brief aufgegeben. Diesen habe Ghiruighell.geöffnet und einigen Personen zu lesen gegeben, worauf der Schreiber ihn wieder zu Händen genommen undbeim Commissar niedergelegt habe. Der Commissar verlange nun Weisung über sein Verhalten. SchwanAnton, hierüber angefragt, verneint, den Brief geöffnet zu haben; derselbe sei ihm durch einen von Thurascoüberbracht und von ihn. nebst andern Briefen auf den Tisch gelegt worden; da sei Nicola Tesches; anwesendgewesen, der habe das Siegel erkannt und geglaubt, der Brief sei von seinem Bruder wider ihn geschriebenworden; dieser habe den Brief genommen und sich damit entfernt; was er mit dem Brief gemacht habe,wisse Schwan Anton nicht. Tesches; habe den Brief wieder gebracht und ihn zu andern Briefen in den Sackgeschoben. Auf das sei der Schreiber gekommen und habe den Brief zurückverlangt und erhalten. Mauschreibt nun dem Commissar, er solle die Sache genau untersuchen und auf nächsten ^rag beuchtur ,r.iest.Tag ist angesetzt worden wegen der Klage der Edclleute von Luggarus, welche behaupten, durch die vonBelleuz an ihren Fischenzen beschädigt worden zu sein, und Bestrafimg dieses Frevels und Abtragung vonKosten und Schaden verlangen. Auf diese Klage läßt Schwan Anton Ghiringhelli weitläufig antworte.., stehaben die Fische nicht gestohlen, sondern mit Erlaubniß des Fischers genommen; die „HürdtJ welche ste"erbrannt haben, hätten ihm gehört; er habe sie ihnen geliehen gehabt und ste dieselben >hm nicht wiedergeben wollen. Nachdem man die Parteien lange augehört und dann die Instructionen eröffnet hatte undber Bote von Unterwalden nur beauftragt war, den Handel ivieder heimzubringen, hat man denselben ver-schoben, denen von Luggarus die Antwort der Vellenzer zugeschrieben und ihnen aufgetragen, auf den nächstenTag, ncimlich Mittwoch nach Lichtmeß (4. Februar) wiederum zu Brunnen zu erscheinen und KundschaftenW bringen. Würde aber der Appellazen halb Recht angerufen, so soll der Tag zu Schwpz gehalten werden.Alan hat auch dem Vogt geschrieben, daß sie in Betreff der Appellazen rechtzeitig berichten. «I. Es kommtder Handel, den Commissar Steiner mit Peternell Notzo „gebracht" hat, zur Sprache. Da der Verklagteein Mörder, Todtschläger und Räuber ist und Drohungen über Vogt Bäldi und Andere ausgestoßen hat,
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