Deceinber 1544. 445
Zu «Irl. Die Instruction von Freiburg für den Tag vom 25. Februar 1545, abgesehen davon, daßsie der Reclamation in Betreff des Dienstes in der Picardie (Artikel Ii) erwähnt, führt im Besondcrn aus:Den auf „nächstverschienener" Tagleistung von den Hauptleuten des Krieges in Piemont in Betreff ihres aus-stehenden Soldes gethauen Anzug lasse man ruhen, da sie eine Botschaft zum König von Frankreich gesendethaben und man hoffe, daß ihnen mit guter Bezahlung begegnet werde.
Kant. Bibl, Freiburo: Mrard Sammlung, Bd. IV.
205.
MurglM, 1544, 23. December (Dienstag nach St. Thomas).
Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Aschiede XX, S. 416.
Boten von Bern und Schwyz haben im Namen der X Orte die Rechnungen der Klöster im Thurganabzunehmen und den Haushalt derselben zu untersuchen. Da aber die Klöster Kreuzlingen, Rheinau, Fischingen,Jttingen und St. Katharinenthal bei Dießenhofen gemäß besiegelter Briefe durch die X Orte der Rechnungs-ablage enthoben worden sind und man nichts Anderes vernahm, als daß sich ihr Haushalt in Ordnungbefinde, so ließ man es in Betreff dieser hierbei verbleiben. Im Uebrigen aber wurden iin Beisein desLandvogts folgende Rechnungen abgelegt und Nachstehendes verhandelt: t». Kalchrain. Einnahmen: Fasen72 Malter 2'/- Viertel; Kernen 104 Mltr. 4'/2 Vrtl.; Haber 82 Mltr. 2 -/2 Vrtl.; Geld 461 Gld. 3 Schl.4 D. 1 Haller; Wein 2 Fuder 26 Eimer 22 Maß. Ausgaben: Fasen 71 Mltr. 6 Vrtl.; Kernen 80 Mltr.b'/2 Vrtl.; Haber 73 Mltr. 10 Vrtl.; Geld 221 Gl. 9 Schl. 5 D., mit den 34 Gulden, die von der Priorinam Pfarrhaus zu Hadern (Herdern?) verbaut worden sind; Wein 2 Fuder 4 Eimer. I». Dänikon. 1. Nachdemder Vogt Rechnung gegeben, hat man gemäß Weisung der Eidgenossen ihn beauftragt, solche von Punkt zuPunkt abzuschreiben und auf dem nächsten Tag vorzulegen und selbst dabei zu erscheinen und zu erwarten,was diesfalls weiter beschlossen werde. Es wird daher jetzt keine Rechnung in den Abschied genommen.2. Abgeordnete der Gemeinde Aadorf, Ettenhausen und Gundelshausen für sich und Andere, die in und aufdes Gotteshauses Höfen, Gütern und Gerichten sitzen, tragen vor, wie sie in diesem und auch in den letztendrei oder vier Jahren wegen Hagel und Ungewitter wenig Korn und Haber erhalten haben, weßhalb bereitsder Landvogt für sie auf den letzten Tag nach Baden geschrieben habe. Sie bitten, mit dem diesjährigenund dem verfallenen alten Zins ihnen bis nach der nächsten Ernte Geduld zu haben, dann wollen sie zinsen,was sie können. Da man ihre Klage leider begründet fand, so wurde dem Vogt befohlen, gegenüber denarmen Leuten mit dem Bezug der Zinsen bis zum nächsten Tage der Eidgenossen stille zu stehen, v. Nichtminder beklagt sich der Herr von Fischingen über den Schaden, den er und seine Zinsleute durch Hagelund Ungewitter empfangen haben. Auf dem frühern Tage zu Baden habe er selbst eingefragt, ob er fürBestreitung der Bedürfnisse und des Almosens Geld aufnehmen, oder was er thun solle. Da er noch keineAntwort erhalten habe, so bitte er um Rath, ob er eine Summe ans Zins nehmen oder einen Hof verkaufenoder einige Höfe verehrschatzen solle. Die Boten, weil ohne Vollmacht, nehmen das in den Abschied, um aufdem nächsten Tag deßhalb Antwort zu geben. «R. Tobel. Rechnung. Einnahmen: Fäsen 479 Mltr. 2 Mt.2 Viertel; Kernen 1259 Mt. 9'/-, Jmmi; Haber 414 Mltr. 1 Vrtl. 2 -/2 Jmmi; Gerste 3 Mltr. 2 Mt. 2 Vrtl.7-/2 Jmmi; Roggen 1 Mltr. 3 Mt. 2 Vrtl. 2-/2 Jmmi; Geld 3128 Gld. 4 Schl. 11-/- D.; Wein 50 Fuder4 Saum. Ausgaben „samt der restanz und dem, das im kästen gelegen uf Johannis Baptist nechst vermkt,