December 1544.
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k. Da von einigen Seiten Warnungen gekommen, wie von den Wißgönnern der Eidgenossen allerlei^vhungen geäußert werde», so wird vorgeschlagen, die Blinde allenthalben zn erneuern und zu schwören, weil^ schon seit langen Jahre» nicht wehr beschworen worden sind; wenn dann unsere Widersacher die Einigkeitso würden ihre Anschläge desto wehr gebrochen werden. Das soll man treulich heimbringen und auf^chstein Tag Antwort geben, mann und wie man die Blinde erneuern wolle. I». Da die Unser» in denJahren manchen Zug mitgemacht und viele Harnische und Gewehre in fremde Lande getragen, aber"'^»ig „whr heimgebracht haben, woraus zu schließen ist, daß deren wenig mehr vorhanden seien, so wird an^vgte geschrieben, sie sollen die Untergebenen anhalten, sich mit Harnisch und Gewehr zu versehen, jeder nachikineiil Vermögen, damit man ans Alles gerlistet sei. Das soll auch jede Obrigkeit in ihrem Gebiete verschaffen.
Es wird angezogen, daß Hieronymus Moresin auf letzter Jahrrechnung zu Lauis einige Briefe aufgelegt habe,"'"rin zwei von denen, die in seinem Span gegen Schultheiß Fleckenstein gegen ihn Kundschaft gesagt, nun^chtlich erklären, sie haben damals nur aus Neid und Feindschaft die Unwahrheit geredet; Moresin gedenke"achstens noch zwei Andere mit Recht vorzunehmen. Heimzubringen, wie man solche Buben und falsche Zeugen^afen wolle, damit Andere daran ein Exempel nehmen, «l. In dem Span zwischen Zürich und Schaff-est» wegen des Frevels auf der Nheinbrücke wird nach Anhörung beider Parteien verfügt, es sollen die vier^ Bern, Lucern, Uri und Glarus auf St. Pauli Bekehrung, d. i. den 25. Januar, ihre Botschaften nach^chasfhausen abordnen, woselbst auch die Boten von Zürich mit ihren Briefen und Beweisschriften sich ein-l"lden sM,;. Boten sollen diesclb n prüfen und Alles versuchen, um den Span in Glite beizulegen;'väre dieses ohne Erfolg, so soll die Sähe wieder vor die Eidgenossen gelangen, v. Ab letztem Tage hata>a» dein König von Frankreich geschrie n, er möge berichten, wie die Eidgenossen in dem zwischen ihm und"a Kaiser geschlossenen Frieden vergriffen seien und was in Betreff des Zolls zn Lyon verfügt wordenund die ausstehenden Sölde für die Hauptlcute und Knechte, welche in Piemont gedient, bezahlen. Nunhergibt Vogt Wunderlich von Neuenburg sein Creditiv und eine schriftliche Instruction. Beschluß: 1. Da dieAntwort des Friedens halb „nicht gar luter und dunkel" ist und die Umstände nicht beruhigend aussehen, ist^anzubringen, ob man eine Botschaft an den König abordnen wolle, um ihm vorzustellen, wie er in dem letztenKriege viel versprochen, auch mit Brief und Siegel verheißen habe, daß er die Eidgenossen schirmen und handhaben"'a^e, und eine bestimmte Erklärung zu erwirken, wessen wir uns von ihm zu versehen hätten. 2. Da derden Kaufleuten die Zollneuerung zu Lyon erlassen hat, so soll Vogt Wunderlich ihn ersuchen, seinen^Meuten zu Lyon zu befehlen, nunmehr die Kanfleute mit solchen Dingen in Ruhe zu lassen und die gegebenen^rgschasten zurückzuerstatten, auch Brief und Siegel zn geben, daß er hinfort die Unsrigen mit allen Neu-nauge» und Beschwerden verschonen wolle, j Auf dem letzten Tage zn Baden wurde an die Kammcrrichter"Nd Beisitzer zu Speyer geschrieben, sie möchten die Processi wegen der Steueranlage einstellen. Nun antwortetN' Kammerprocnrator-Fiscal, (es sei ihm von dem Kaiser keine Weisung zugekommen, mit dein Processi stillzn-^cii; daher werde er auch kraft seines Amtes damit fürfahren). Hierauf zeigen die Boten von Basel,Roffhausen, Stadt und Abt St. Gallen an, wie ihre Herren seit dein letzten Tage besiegelte Briefe erhaltenhabe», worin er sie als Glieder des Reichs zum höchsten ermahne, am 2. Januar auf dem Reichstage zu^arms zu erscheinen, um daselbst des Reiches Angelegenheiten berathen zu helfen. Daraus sei wohl zuNeimen, was der Kaiser gegen sie unternehmen wolle, und wem: der Fiscal im Rechten gegen sie fürfahre"ad ssi in die Acht erklären würde, so könne jedermann wohl ermessen, was ihnen, als Grenzorten, daraus^wachsen werde; seit sie Eidgenossen geworden, haben sie solche Steuern nie gegeben, und als sie vor etwa