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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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Juli 1543.

Antwort erhalten; der Propst sei gegenwärtig nicht da, „damit er etwas sinem angeheulten fürgeben nachwider sy inlege"; inan wolle ihn aber bescheiden und sobald jene Antwort erfolgt und der Propst anher-gekommen sei, werde man ihnen begegnen, wie Ehre und Fug es erfordern.

Zu I. Der Vortrag der Gesandten besteht besonders auf zwei Blättern, französisch, mit einem neuernirrigem Archivdatum vom 28. Mai 1543, das offenbar in Folge fehlerhafter Lesung eines altern diesesgeworden ist. Der übrige Inhalt aus einem Heft, betitelt: „Handlungen von wegen des Kaufs der GrafschaftNüwenburg", eine Zusammenstellung von Beschlüssen und Missiven über diese Angelegenheit, im K. A. Freiburgbei den Neuenburger Missiven.

Zu II. Diese Verhandlung aus dem Freiburger Rathsbuch.

Die Benennung der Gesandten aus der Missive Freiburgs vom 29. Juni an den Propst von Valengin,worin über die Botschaft der Gräfin von Neuenburg Bericht erstattet, der Vortrag derselben dem Propstübermittelt und derselbe aufgefordert wird, längstens in vierzehn Tagen sich genauer über die Sache zu erklären.

N. A. Frciburg: Missivenbuch Nr. IS, k. 190. (Französisch.)

Noch mag hier folgende Missive bemerkt werden:

1543, 27. Mai, Espoisse. Die Gräfin von Neuenburg an Schultheiß und Rath zu Freiburg. Siesei berichtet, daß der Propst von Valengin denen von Freiburg die Grafschaft Neuenburg zum Kaufe ange-boten habe und zwar gestützt auf eine Vollmacht, welche ihm die Gräfin ertheilt haben soll. Sie sei hierübersehr ungehalten, da sie nie an so etwas gedacht habe. Sie bitte, in der Sache nichts vorzunehmen; sie werdeGesandte schicken, welche die schlimme Practik des Propstes und seiner Genossen aufklären. Sie bitte, ihrHaus für empfohlen zu halten. K.A. Freiburg: Neucnburger Missiven. (Französisch.)

Der „Underricht" (Abschied vom 10. Mai) bemerkt, dieser Brief sei erst am 28. Juni eingelangt. AufVerlangen der Gräfin werden in dem Briefe auch der Herr de la Mothe (?), Maitre d'Hotel und der CastellanBaillod von dem fungirenden Schreiber unterzeichnet. — In gleichem Sinne schrieb die Gräsin unterm6. Juni an Solothurn; K. A. Solothurn: Schreiben an Neuenburg 1500—1600. (Französisch).

13».

Luggarus. 1543, 10. Juli. Jahrrechnung.

Staatsarchiv Luccrn: LauiS und Luggarus Abschiede, k. SS. Staatsarchiv Zürich: Supplemente der Ennetbirgischen Abschiede 15IS—I67i.

Kantonsarchiv Freiburg: Abschiede Bd. 103.

Zu Lauis auf der Jahrrechnung ist zu Gunsten einiger Kriegsleute aus dem Eschenthal, die gegenHauptmann Poccobello Soldansprachen führten, ein Urtheil erfolgt. Mit diesem will sich genannter Haupt-mann nicht begnügen, sondern von Ort zu Ort reiten. Die Boten sind der Meinung, er sollte dieses unter-lassen und thue es nur, um die armen Kriegsleute lange herumzuziehen. Die Boten haben nun zwarVollmacht von ihren Obern, über Leib und Gut zu handeln und könnten den Poccobello „handhaben", ihremUrtheil Genüge zu leisten; doch wollen sie niemand Gewalt anthun. Indessen haben sie den Genanntenangehalten, einen Bürgen für 1000 Kronen zu stellen. 1». Es waltet ein Span zwischen Einigen ausBollenz, der zu Lauis beurtheilt worden ist. Da genannter Hauptmann dem Urtheil nicht stattthuu will, sohaben die Boten diesen Handel an ihre Obern gewiesen, v. Einnahmen zu Luggarus: 1. vom Zollcr800 Sonnenkronen. Er hätte 1000 geben sollen, aber wegen des Krieges im „Niederland" und in Piemonthat man ihm 200 Kronen nachgelassen. 2. Vom Seckelmeister zu Luggarus als Landsteuer 1825 Pfund