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218 Februar 1543.
Knechte noch einen Monat bezahlen, oder dann gemäß dem im (Felde) besiegelten Anlaß und der Vereinungbeförderlich seine Anwälte heraussenden, um einen Rechtsspruch zu fällen. In Betreff des zweiten Punkteswird den Hauptleuten geantwortet, es seien wohl bezügliche Gerüchte umgegangen, aber ohne bestimmte An-gaben; da man sehe, daß die Pässe das Gegentheil darthun, so wolle man glauben, daß ihnen Unrechtgeschehen, und ihr Begehren in den Abschied nehmen, i». Es wird angezogen, daß im letzten Jahr einigeOrte ihren Landleuten und Unterthanen freie Wahl gelassen haben, zu jedem Fürsten und Herrn zu ziehen,was den Bünden widerstreite, welche die Eidgenossen unter sich und mit den fremden Fürsten haben; daßferner Einige eigenmächtig sich zu Hanptleuten aufgeworfen und das gemeine Volk verführt haben, was nichtzu ertragen sei. Heimzubringen, um ans dem nächsten Tage zu berathen, wie man solches abstellen wolle.«. Martin Sesinger erinnert, wie ans einem Tage zu Baden ihm und den Erben Hans Reif's für ihreAnsprache und gehabte Kosten, gemäß Verwillignng beider Parteien, 1000 Goldkronen gesprochen wordenseien, welche Herr von Boisrigault auf verflossene Lichtmeß zu bezahlen verheißen habe; er bitte, ihm zurBezahlung zu verhelfen. Deßgleichen stellen Wolfgang Stölli und Hauptmann Reinhard von Bafel die Bitte,bei den Franzosen auszuwirken, daß ihre Ansprachen bezahlt oder kraft des Friedens ins Recht gesetzt werden.Antwort ans nächstem Tag. p. In dem Span zwischen denen von Bellenz und einigen Gemeinden vonLauis ist Ammann Gartenhauser von Appenzell Obmann gewesen und einmal dahin geritten, wofür er (aber-mals) seinen Lohn begehrt. Es wird dem Landvogt zu Lanis befohlen, auf den nächsten Tag 12 Kronenzu schicken, die man dem Obmann verabfolgen will, wogegen er den Knecht zu befriedigen hat. Heimzubringen,ob man diese Kosten von den Parteien einziehen und ob man Leute abordnen wolle, um die noch streitigenMärchen der hohen Obrigkeit zu bereinigen, iz In der Sache Hieronymus Moresin's wird mit der Mehrheitbeschlossen, es sollen die auf die Jahrrechnnng in Lanis zu verordnenden Boten die Untersuchung zu Händennehmen und nach Gebühr entscheiden. >. Der französische Gesandte, Herr von Blancfosse, überreicht seine Creditiveund Briefe von dein König, worin dieser die Eidgenossen seines gnädigen Willens versichert und 1. bemerkt, wieEinige heimlich und öffentlich darauf ausgehen, das gute Einvernehmen zwischen ihm und den Eidgenossen zuzerstören, mit ernstlicher Bitte, sich dadurch nicht beirren zu lassen. 2. Er verdanke zum höchsten, daß manihm das Kriegsvolk habe zuziehen lassen, dem er mit Wohlgefallen das Zeugniß treuen und guten Dienstesertheile. 3. Man werde wohl von dem Aufbruch wissen, der in Bünden hinter der Obrigkeit geschehen-, derKönig bitte nun, es möchten gemeine Eidgenossen oder wenigstens die mit ihm in Vereinung stehenden Orteunverzüglich eine Botschaft auf den Bundestag in Chur abordnen, um das Gefährliche dieses Beispiels vor-zustellen, wenn die Eidgenossen wider einander geführt werden sollten, und die Bündner aufzufordern, solchesin Zukunft zu verhüten und die Fehlbaren zu bestrafen. 4. Man werde eingedenk sein, wie er von seinen Feindenverachtet und geschmäht worden sei; dies habe ihn bewogen, an die Reichsstände zu schreiben und sich zuverantworten; in wenigen Tagen werde er jedem Ort eine Abschrift mittheilen. Zugleich werden Nachrichtenaus Geldern und von andern Orlen gemeldet. 5. Zwei Briefe des Herrn von Boisrigault sagen, der Könighabe ihn zu sich beschieden, um alle Geschäfte, welche die Eidgenossen berühren, förderlich zu erledigen; erhabe auch seinem Schatzmeister die Weisung ertheilt, die Pensionsgelder bereit zu halten, weßhalb es nichtnöthig sei, vor einer schriftlichen Anzeige Boten nach Lyon zu senden. Antwort: Man danke dem König fürsein freundliches Erbieten. Da man gegenwärtig keine Vollmacht habe, Boten nach Chur zu schicken, sonehme man dies in den Abschied, um die Obrigkeiten darin handeln zu lassen. Man hätte erwartet, daßdie Pensionen auf Lichtmeß erlegt würden; weil aber vor einigen Jahren der Tresorier mit den eidgenös-