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Februar 1543.
»». Dieser Tag wurde von Zürich angesetzt wegen der Mandate, welche den Eidgenossen von Basel undAndern von dem Procurator-Fiscal des kaiserlichen Kammergerichts zu Speyer zugekommen sind. Es findensich deßhalb Gesandte des Fürstbischofs Lucius von Chur, des Abtes Diethelm von St. Gallen, des Abtesvon Disentis in Bünden und Nathsboten von Basel, Schaffhausen, St. Gallen und Mülhausen ein, underöffnen die Mandate, welche besagen, daß die Geistlichen, weil sie die geforderte Summe zur Erhaltung desKammergerichts und ihre Hülfe gegen die Türken nicht geleistet und darin ungehorsam gewesen, bei Verlustihrer Regalien und Freiheiten, die sie von römischen Kaisern und Königen haben, die Steueranlage sowie2 Mark löthigen Golds als Strafe und die erlaufenen Kosten entrichten, und die vier Orte auf den fest-gesetzten Termin vor dem Kammergericht erscheinen sollen, um zu vernehmen, wie sie durch ihren Ungehorsamin die Acht verfallen seien w., und daß, ob sie sich stellen oder nicht, das Gericht auf Anrufen des Fiscals imRechten fürfahren werde. Diese Mandate hat man mit Mißfallen gehört und daher die Missiven hervor-gesucht und verlesen, welche man dieser Auflage wegen im letzten Jahr an Kaiser und König, Kurfürsten,Neichsstände und Kammergericht zu Speyer erlassen hat, und demnach an alle ernstlich geschrieben, man hattesich nach dem (letzten) Schreiben des Königs solcher Mandate gar nicht versehen, sondern erwartet, daß mangnädiglich in Ruhe gelassen würde, weil man von Kaisern und Königen von solchen ausländischen Gerichtenund namentlich von Kammergerichtsprocessen befreit worden sei; man werde mit der Hülfe Gottes einanderdabei handhaben und schlitzen und sich nicht davon drängen lassen; man habe auch dem Bischof von Churund den Prälaten befohlen, weder die Auflage zu bezahlen noch vor dem Kammergericht zu erscheinen, undbitte dringend, sie mit Acht zu verschonen und uns bei unsern Freiheiten und altem Herkommen bleiben zulassen; sonst würde man auf Mittel denken, sich vor solchen: Schaden zu sichern; man erwarte von allenSeiteil schriftliche Antwort. ?». 1. Da die ennetbirgischen Vögte schreiben, wie allerlei Rüstungen im Herzog-thum Mailand vorgehen, das Schloß Arona, der Langensee und andere Plätze besetzt werden, und Gerüchteumgehen, es gelte den Luggarnern, so wird ihnen erwiedert, sie sollen fleißig kundschaften und an die nächstenOrte berichten, was sie erfahren. 2. Sie melden ferner, daß das Geschütz nicht gerüstet und weder Steinenoch Pulver vorhanden seien; sie möchten wissen, ob man ihnen das Nöthige zuschicken wolle. Heimzubringen.«. Da der Marquis del Guast die Sperre wieder aufgehoben hat, so wird den Vögten befohlen, den freienKauf in gleicher Gestalt zu öffnen, den Wein ausgenommen, weil derselbe einige Jahre liegen darf; siesollen mit allem Ernst verhüten, daß solcher hinabgeführt oder verkauft werde. «I Weil der Hauptmann zuSt. Gallen bisher keine eigene Behausung gehabt, sondern aus den Bußengeldern, die den Orten verfallen,eine Wohnung verzinst hat, so macht jetzt der Abt von St. Gallen das Anerbieten, die Hälfte zu geben,wenn dem Hauptmann ein eigenes Haus zu Wyl gekauft würde. Heimzubringen, v. Der (abgetretene)Hauptmann von St. Gallen, Hans Konrad Escher von Zürich, gibt Rechnung über die Bußen; jedes Orterhält 115 Gl. (der Gulden zu 16 Bz., die Krone zu 25 Bz., der Dickpfennig zu 21 Etsch-Kreuzer). k. DieGesellschaft von der Trinkstube zum Löwen in Dießenhofen schreibt, daß ihre Fenster ganz schadhaft seien;da der Herrschaft von Oesterreich Wappen darin gestanden, so bitten sie nun, es möchten die neun Orte ihreEhrenwappen schenken, was sie unterthänig verdienen wollen. Heimzubringen. K. Ein „Gesandter" desAmmanns Vogler bittet, da er alt sei und hinfort „auf der Grube gehe", und viele Kinder hinterlasse,damit denselben niemand vorhalten könne, daß ihr Vater nicht in seine Heimat habe kommen dürfen, aufdas dringendste um die Erlaubniß, im Rheinthal ein- und auszugehen; er begehre damit nicht, sich haus-häblich dahin zu setzen. Dieses Gesuch empfiehlt Burgermeister Haab, indem er anzeigt, daß Vogler viele