Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
203
Einzelbild herunterladen
 

October 1542.

ererbt hat, oder dem sunst zugefalleil wärt, eigentlich zustellen, inen aber by dem überigen gut nichtz schuldigsyn; darzu soll es an des abgangncn ccgemächts gut, das es den kindcn also übcrantwurt, mit samt denkindcn anston und einen ungefarlichen kindsteil, wie der kindcn eins, darvon nemcn. Es soll aber dasselbiggut denselbigen ersten kindcn (ob das überbliben ecgcmächt us nachgendcr ee ouch kind übcrkomen) ein ver-fangen gut heisscn und syn.

Zum siebenden. Wäre aber fach, daß ein cegemächt, das kind us voriger ce hat, vor dem andcrn,sinem gemachel ohne eelich lybcrben, by im geborn, todes abgicng, so söllent diesclbigen sine kind den kiuds-teil, den es von der kindcn erst abgestorbnen vatcr oder muter ererbt hat, lut voriger articklen, zu vorusnemen. Darnach soll das überbliben eemcnsch, betrcffte der fal den man oder die frowen, sin zugebrachtererbt oder angefallen gut ouch zu sincn Händen »einen und darnach mit samt des abgestorbnen (kindcn) ansin verlassen gut, darin nichtz usgcnomen, zu glychcm crbtcil anston und einen ungefarlichen kindsteil, wie derkinder eins, darvon »einen.

Zum achtenden. So eelichc gcschwüstergot, die in unvcrtciltem gut by cinanderen sitzent, mer celichcgcschwüstcrgot hctten, die aber von inen verteilt und usgestürt oder irs gcpürenden erbteils usgcricht wärint,und dann eins undcr denen, die also in unverthciltcm gut by cinanderen sitzent, abstürbe, so söllent dieanderen unverthciltcn gcschwüstergot des abgestorbnen gcschwüstcrgot verlassen gut gentzlichen erben. Doch sonddise zamcnteilungen oder gemeinschaften vor gricht und recht formklich ufgricht und bestätigst werden und dasalles beschächcn von den anderen iren usgestürtcn und verteilten, geschwüstergotcn unverhindert, darnm dannouch die usgestürtcn und verteilten oder unvcrteilten gcschwüstergot, ob die in verderbnus und schaden fielen,dcheinen Nachteil haben füllen wider iren willen.

Zum nüilten. Und ob glychwol eins us den unverteiltcn geschwüstergotcn sich verhirrete, so soll dochdie gmeinschaft und das recht, so von irs unverteiltcn guts wägen als obstat, gegen einanderen haben, bcstonbis daß sy gar von cinanderen teilen oder semlichs vor gricht und recht widerrufen.

Zum zechenden. Wo zweierlei gcschwüstergot vorhanden sind, etliche von bcidcrsyt, das ist von vaterund mutcr, und etliche nur von einer syten, wann dann etliche undcr denen abgond, die ir eigen gut habend,so füllend die, so von beiden syten gcschwüstergot sind, einnndercn erben, und die gcschwüstergot der einensyten nit mit inen zu erben anston.

Zum ei »listen. So aber ein gcschwüstcrgot, das nur zu einer syt gcschwüstcrgot ist, mit tod abgatund kein rechts gcschwüstergot, das ist von beiden syten, verlasst, so füllend die gcschwüstcrgot von der einensyten erben; und obs vom vatcr sunderbare gcschwüstergot, dcsglych von der mntcr ouch sunderbare gcschwüstcrgotvcrliessc, so söllent die beiderlei gcschwüstergot glych mit cinanderen in das houpt(gut) erben, also daß jedemsovil als dem anderen des abgestorbnen gut verfolge.

Zum zwölften. Ob aber dasselbig kind, das kein gcschwüstcrgot von bedcn syten hat, vater odermuter verließ, der jedes soll das abgestorben, ir kind, erben, von des abgestorbnen gcschwüstcrgot, die nurzu einer syten sine gcschwüstcrgot sind, und (von?) mcnklichem unverhindcrt.

Zum dryzcchenden. Wo auch einem ecgcmächt von dem anderen ein morgengab, die syge groß oderklein, doch sinem gut und der billigkeit gemäß, zugeben versprochen wirt, die soll von sinem gut vorus gebenund usgricht werden und ein fry gut heißen und syn, also daß eins, dem sy versprochen ist. diesclb behebenoder verschenken, vermachen ald verschaffen möge nach sinem willen und gfallen. Doch soll weder frow nochman gwalt haben, ir kind, so sy vor überkomm hat, zu morgengab hinzugeben, wie aber untzhgr zu zytcnvon etlichen im Thurgöw gebrucht worden ist.

Zum vierzechenden. So mögen verhirret und unvcrhirret Personen, frowen und man, die kein eelichlyberben und ir eigen gut habend, ouch mit niemandS in teil und gemein sind, one mcngkligs ynrcd ir gutiren geschwüstergotcn, fründcn oder anderen lüten, denen sy es gunend, wol verschaffen und vermachen mügent;und dise testamenta, geschäft, gemächt oder leiste willen füllend öffentlich vor den grichten, darunder die, soalso testamcntierent gesessen sind, oder vor gloubwürdigen notariell und zügen nach form des rechten bcschächen.sDoch ob etlich unbilliger wyse sin gut verschaffen, vermachen und sine rechten natürlichen erben gar enterben