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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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187
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October 1542. 187

zu Speyer der römische König und die Reichsstände durch Botschaften den Eidgenossen angezeigt hatten, wieder Kaiser und der römische König zur Rettung des christlichen Blutes und der deutschen Nation einenHeereszug gegen den Erbfeind der Christenheit vorhaben, wozu nicht nur die Hülfe des heiligen Reiches,sondern auch die anderer Potentaten undanrüercndcr" Völker nöthig sei, mit der Bitte, daß die Eidgenossen,als Eingesessene der deutschen Nation, hiefür auch ihren Beistand gewähren, inzwischen Friede halten undkeinem Feinde des Kaisers oder des heiligen Reiches Unterstützung und Zuzug leisten wollen, habe manerwartet, daß dem also geschehe. Statt dessen hätten sich viele Angehörige der Eidgenossen in den Dienstdes Königs von Frankreich begeben und dadurch den beabsichtigten Heerzug nicht wenig gehindert, weil derKaiser zum Schutz seiner Erblande gegen den König von Frankreich zahlreiches Kriegsvolk in Deutschlandbestellen müsse, der König von Frankreich aber ohne den Zuzug der Eidgenossen keinen Krieg wider denKaiser unternehmen könnte. Die Eidgenossen mögen selbst erwägen, welcher Schaden erfolge, wenn die TürkenUngarn, die Vormauer des deutschen Landes, in ihre Gewalt bringen. Man bitte sie daher nochmals, demchristlichen Werke der unternommenen Expedition ihre ansehnliche Hülfe zu Theil werden zu lassen und zudiesem Ende die, welche dem König von Frankreich zugezogen sind, unverzüglich heimzumahnen.

K. A. Basel: Abschiede 1642 und 43. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. 26, verlegt zum Abschied vom 16. April 1643.

Zu in. Schreiben des Kaisers an gemeine Eidgenossen, d. d. Monzone 10. August 1542. Er vernehme,wie gewisse Botschafter vor kurzer Zeit den Eidgenossen vorgespiegelt, daß der Türke von einigen der vor-nehmsten Häuptern der Christenheit zu seinem Unternehmen gereizt und verursacht werde. Obwohl er odersein Bruder damit nicht ausdrücklich genannt worden, so sei aus dem Umstand, daß solches von denen ausgehe,die sich ohnehin befleißen, ihn allenthalben zu verunglimpfen, leicht zu vcrmnthen, daß er dabei gemeint sei;deßhalb sei er genöthigt, einen kurzen und wahrhaften Gegenbericht zu geben. Der Vorwurf der bezeichnetenAngeber falle billiger ans sie selbst zurück, da sie um ihres Eigennutzes willen den Frieden der Christenheitund die Ehre und Wohlfahrt des hl. Reiches verhindern und durch ihr unruhiges Treiben den Türken amallermeisten reizen und stärken. Was der Kaiser bisher gegen denselben unternommen, sei allein defensive,zur Rettung des christlichen Blutes geschehen, damit er nicht weiter^ greifen und das christliche Volk alltäglichüberfallen und schädigen könne. Die Eidgenossen werden übrigens Wohl einsehen, daß es nicht nöthig sei,den Türken viel Anreizung zu geben, da sie selbst den günstigsten Augenblick zum Ueberfall zu wählen wissen.Es hätte ihnen aber bisher mit weniger Mühe und Opfern begegnet und viel Unrath verhütet werden können,wenn diejenigen, die alle Schuld ans Andere werfen, etwas mehr geneigt wären, die armen Christen, die derGefahr täglich ausgesetzt seien, retten zu helfe». Wenn aber dieses nicht geschehe, und diejenigen, die demgemeinen Feinde nachsetzen möchten, daran verhindert werden, so habe man sich nicht zu verwundern, daßder Türke dadurch ermuthigt werde; sein Angriff sei also nicht denen zuzumessen, die dem Feinde widerstehenWollen. Zu alledem habe man Kundschaft, daß des Türken Armada zu Wasser bereit sei, so daß manihre Ankunft täglich erwarten müsse; wer diese Rüstung angestiftet, sei unnöthig zu erörtern, da jedermannes genugsam wisse . . . Der Kaiser wolle sich durch die Umtriebe der Widersacher nicht abhalten lassen, diesemAngriff nach Kräften zu begegnen. Es störe ihn aber die Wahrnehmung, daß einige von den Eidgenossendem Vorgeben des Gegners zu williges Gehör leihen und sich nicht bloß abwendig machen lassen, derdeutschen Nation die begehrte Hülfe zu schicken, sondern ihr Volk gerade denen, die ihn am meisten hindern,Zuziehen lassen und sich verpflichten, dem Kriegsherrn nicht bloß zur Besetzung der früher unrechtmäßig erobertenPlätze, sondern zum Angriff auf des Kaisers erbliche Lande zu dienen. Er könne jedoch nicht glauben, daßsolches mit Wissen und Willen der Eidgenossen geschehe, und sei der Zuversicht, daß sie es sofort abstellenund ihre Pflicht gegen ihn und das Reich und die bisher bewiesene freundliche Nachbarschaft bedenkenwerden . . . Weil er annehme, daß sie sein christliches Unternehmen nicht verhindern wollen, so stelle er ansie das Begehren, dem berührten Vorgeben der Mißgönner keinen Glauben zu schenken, gegen ihn, das Reich,seine Verwandten und seine Fürstenthümer sich nichtbestellen" zu lassen, sondern das den WidersachernZugezogene Volk wieder abzurufen und gegen die Ungehorsamen mit ernstlicher Strafe einzuschreiten sc., womit