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April 1542.
Stadt Zürich einander rechtlich belangen. Aber Uri, Untcrwaldcn und Zug machen bemerklich, daß Hansvon Landenberg wider den Vertrag seinem Sohne Stoffel Aufenthalt gegeben habe und daß man des Letzternwegen in große Kosten gekommen sei, für die man sich an der Landenberger Gut halten wolle; daher sei derArrest nicht aufzuheben. Zürich eröffnet, es sei bereit, jedem Theil, der Recht begehre, solches zu gestatten,worauf die drei Orte es ernstlich ersuchen, den Haft nicht zu lösen. Hierauf hat man beschlossen, Zürich solledie von Laudenberg sich berechtigen, lassen, und wenn ein Spruch erfolge, den drei Orten zu Gefallen den Arrestfortdauern lassen bis zum nächsten Tag, wo die Ansprecher sich stellen können. Ulrich und Wolf von Laudenbergerinnern schließlich an den Eid, den sie auf Anrufen derer von Notweil haben schwören müssen, ihre Habeund Güter nicht aus der Eidgenossenschaft wegzuziehen; da nun die Notweiler ohne der Bürgen Wissen undWillen mit Stoffel einen Compromiß eingegangen haben, so glauben sie, damit ihres Eides entledigt zu sein.Darüber ist auf dein nächsten Tage Antwort zu geben, e. Es wird angezeigt, daß Etliche zu Lauis vonder Gemeinde vier Aemter erhalte», von denen einer nur eines persönlich versehen könne, während er dieübrigen verleihe und Gewinn davon nehme. Heimzubringen, ob man verordnen wolle, daß künftig Jedernur ein Amt erhalten dürfe und dasselbe mit seinem Leib zu versehen habe, mit Ausnahme des Bank-schreibers, der wohl Abschreiber halten darf, und ob den Boten zur dortigen Jahrrechnung die nöthige Voll-macht crtheilt werden wolle. «K. Franz de Pnra wird der Strafe ledig gesprochen, soll aber den Vogtvon Lauis für die gehabten Kosten entschädigen und ihm für jeden Tag der Abwesenheit (in Baden) 1 Kronegeben. «. Der französische Gesandte schreibt, er habe der Ansprecher halb von dem König noch keine Antwort,erwarte sie aber jede Stunde. Er sehe sich veranlaßt, die Eidgenossen zu bitten, den heimlichen oder offenenSchmähungen gegen den König keinen Glauben zu schenken, denn es sei nur boshafter Betrug dahinter;das sei bis heute das größte Uebcl, das in der Christenheit herrsche, indem einige Personen von großemStand allein zu regieren streben; die Verläumder bezwecken nur, die Freundschaft und das Bündniß zwischendein König und den Eidgenossen zu zertrennen und damit zu verhindern, daß ihre Knechte ihm nach Inhaltder Vercinung dienen. Er meldet ferner, daß Graf Wilhelm von Fürstenberg mit vierundzwanzig Hauptleuten,die der König besolde, in des Reiches Dienst gegen die Türken ziehe. Er habe Nachricht von dem Reichstage inSpeyer.: 1. daß die Stände dem König (Franz I.) auf seinen Vortrag mit eigener Botschaft antwortenwollen; 2. daß sie wider die Türken Hülfe und Steuer bewilliget haben, aber nur auf vier Monate, womitKönig Ferdinand nicht zufrieden sei, weßhalb er gebeten habe, einen andern Tag auf den 13. Juni nachNürnberg anzusetzen, um weitere vier Monate zu erlangen; dagegen haben Potestaten und Städte, alsStrasburg, Coustanz und andere am Rhein protcstirt, die mehr als die vier ersten Monate nicht steuernwollen. 3. Es sei zwischen allen Ständen des Reiches ein fünfjähriger Friede geschlossen; nur der Herzogvon Cleve verweigere seinen Beitritt, wem? der Friede nicht für ewig gemacht, und die ihn? weggenommenenHerrschasten Brabant :c. ihn? nicht zurückerstattet würden. 4. Am 5. dieses Monats sei der päpstliche Gesandtewieder vor den Ständen des Reichs erschiene?? mit den? Begehre??, daß das Conciliun? an? 15. August beginnensolle zu Bologna oder zu Ferrara, Mantua, Piaccnza, Trient oder Cambray („Cambre"), während einige Reichs-stände dasselbe ii? Köln oder Negensburg abhalte?? möchten; die Protestanten «vollen nicht zulassen, daß der Papstde?? Ort bestimme, da er parteiisch sei. 5. Am gleiche?? Tage sei von den Ständen beschlösse?? «vorbei?, durcheine Botschaft die Eidgenossen um Beihülfe gegen die Türken anzusprechen, mit der Ermahnung, ihr Volkkeilten? fremden Fürsten zuziehe?? zu lasse??. Es wird den? Gesandten geantwortet, man nehme sei?? Schreibe??in de?? Abschied und hoffe, daß sich der König ii? dein Anliegen der Christenheit als ein christlicher Fürst