Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

April 1542. IZg

3) 1542, 11. April. Frcibnrg an den Grasen zu Greycrz. An der Sense sei zwischen den Gesandtenvon Bern und Frcibnrg kein Vergleich zu Stande gekommen, weil die Vorschläge derer von Bern ohne Nach-theil nicht angenommen werden konnten. Es müsse daher der von den Eidgenossen auf Qnasimodo (16. April)ebenfalls an die Sense anberaumte Tag besucht werden, u. s. w. a, A. Freiburg: Missivcnbuch Nr. c. ,zs. (Französisch.)

Das Datum ergibt sich unter Andern, ans folgender Missive vom 5. April. Frcibnrg an Bern. InFolge ihres heutigen Schreibens behalte man die Anwälte ans Morgen zu Hause und werde sie so abfertigen,daß sie Freitags zu Nacht an der Sense eintreffen, um Samstags (L.April) früh die Verhandlung wegenGreyerz zu beginne». n. A. Fr-wurg: Mpswenbuch Nr. >s, r. ,g4.

Die Namen der Frciburgcr Gesandten aus dortigem Rathsbuch Nr. 59 vom 5. April.

74.

Wllden. 1542, -1.7. April (Montag nach Quasimodogeniti).

Staatsarchiv Lucern: Allg. Absch. vl. i, 5.35. Staatsarchiv Znrick: Abschiede Vd. 15, 5. 41. Staatsarchiv Bern: Allg. cidg. Abschiede 45, 5.475.

LandeSarchjv Obwalden: Abschiede. St'antvttSarchiv Ang: Abschiede Vd. 2. KantonSarchiv Basel: Abschiede 1542—1514.KantonSarchiv Areiburg: Badische Abschiede Vd. 14. KantonSarchiv Solothitrn : Abschiede Bd. 24. KantonSarchiv Schaphausen: Abschiede.

Gesandte: Zürich. Johannes Haab, des Raths. Bern. Jacob Wagner, Venncr und des Raths.Lucern. Heinrich Flcckensteiu, Schultheiß. Nri. Hans Brügger, alt-Laudamniann. Schwyz. JosephAmberg, Landammann. Unterwalde n. Heinrich zum Wcissenbach, alt-Landammann von Obwalden. Z u g.Melchior Heinrich, des Raths. Glarus. Hans Aebli, Landammann. Basel. Blasius Schölli, des Raths.Freiburg. Ulrich Rix, des Raths. Solothurn. Urs Schluni, Venuer und des Raths. Schaffhauseu.Haus Stierli, des Raths. Appenzell. Moritz Gartenhäuser, alt-Laudammauu. — E. A. A. k. 77.

tt. Ein armer Manu von Lauis, Hans Anton de Vuasciu (?), Notar zu Curio („Chuiro"), erzählt, erhabe eine Mühle gehabt, worin eine alte Frau und eine junge Base gewohnt; zu diesen seien ein Hans Mariade Vuasciu und vier Gesellen gekommen, haben die alte zum Schweigen gezwungen, ihren Muthwillcn mit derjungen vollbracht und ihn, einen Ochsen gewaltthätig weggeführt; der Schuldige sei dann wohl verfüllt worden,dcn Ochsen zu bezahlen, habe aber nichts an die Kosten gegeben; später habe derselbe ihn, und seil,cm Sohnegedroht, sie umzubringen, ihnen an der Straße aufgelauert, auf sie geschossen und dcn Vater beinahe tödtlichverwundet, sei aber nachher von dem Sohne aus Notwehr geschossen worden; sterbend habe Hans Marinbekannt, daß ihm recht geschehen, und gebeten, seinem Mörder kein Leid zu thun, sondern zu verzeihen.Ueber all' dies seien besiegelte Kundschaften vorhanden; seiner Armut wegen habe er (der Bittsteller) nichtvon Ort zu Ort gehen können, um sich für seinen Sohn zu verwenden; er bitte um Gotteswillen, denselbenzu liberircn und ihm die Rückkehr in die Herrschaft zu erlauben, damit ihn der Sohn erhalten könnte. Daman Briefe und Siegel und den großen Schaden, der dem armen Manne begegnet ist, gesehen, so hat mandem Vogt zu Lauis geschrieben, er solle sich erkundigen, ob derselbe die Wahrheit vorgebracht, denn in diesemFalle habe man den Sohn liberirt. Heimzubringen, damit man wisse, wie es zugegangen ist. I». Rudolfvon Landenberg und sein Schwäher HanS Amstad von Moringen begehren, daß man ihm und seinem BruderHermann die Herrschasten Vreitenlaudenbcrg und Liebenberg zurückstelle. Ulrich und Wolf sind dessen zufrieden,sofern sie des Eides, den sie zu Baden geleistet haben, entlassen und für ihre Kosten entschädigt werden. Eswird ihnen erklärt, sie mögen, wenn sie sich gütlich nicht vertragen könnten, vor Burgermeister und Rath der

17